Die Überraschung der Hinrunde: Jahn Regensburg

Die Hinrunde und zwei Spieltage der Rückrunde sind absolviert. Die absolute Überraschung war ohne Zweifel Jahn Regensburg. Vor der Saison hatten die Bayern mit finanziellen Problemen zu kämpfen – nur krampfhaft bekam man einen konkurrenzfähigen Kader zusammengestellt. Doch was dann folgt, hätte wohl niemand gedacht. Zu Beginn der Saison hat man beim SSV noch schwarz gesehen, zur Halbzeit träumt man nun sogar vom Aufstieg. liga3-online.de erklärt das Phänomen Regensburg:

Jahn Regensburg als Abstiegskandidat

Jahn Regensburg war wohl einer der größten Abstiegskandidaten. Im Sommer gab es das große Theater mit den Vertragsverhandlungen, als 18 Spieler den Verein verlassen mussten. Auch war das Geld zu knapp um genügend Neuzugänge zu verpflichten. Mit einem Mini-Kader von nur 18 Spielern musste der Jahn in die Saison gehen, die einzigen Zugänge waren Jugendspieler und Talente aus der Regionalliga. Der eh schon geringste Etat der Liga wurde weiter gekürzt. Angst machte sich breit in der Hauptstadt der Oberpfalz, man befürchtete mit einem Kader, der in der 3. Liga nicht konkurrieren konnte, sang- und klanglos abzusteigen.

Typischer guter Jahn-Saisonstart…

Und dann war da der gute Saisonstart. Vier siege aus den ersten fünf Spielen besorgten Platz 1 für den Abstiegskandidaten! Die Neuzugänge, wohl nur Talente, schlugen ein wie eine Bombe. Mit Spielern wie Ronny Philp oder Jim-Patrick Müller bewies Sportchef Gerber ein überaus glückliches Händchen. Trainer Weinzierl ist es wieder einmal gelungen, aus einem neugemischten Haufen Fußballspielern binnen drei Wochen Vorbereitung eine Mannschaft, eine richtige Einheit zu formen, die immer alles gibt, wo sich jeder für jeden einsetzt.

Quo vadis, SSV?

Wohin geht die Reise des SSV Jahn Regensburg? Schaffen sie diese Saison tatsächlich die Rückkehr in die 2. Bundesliga? Man kann es noch nicht sagen. Was man sagen kann ist, dass sie mit den Leistungen der Hinrunde zumindest ein ganz großer Anwärter auf einen Aufstiegsplatz sind! Wenn sie weiterhin mit ihren bescheidenen Mitteln das Maximale herausholen. Sollte Regensburg von Verletzungspech verschont bleiben, und wenn es Coach Weinzierl hinbekommt, die junge Mannschaft so zu führen, dass sie dem Druck standhält, ist der ganz große Wurf möglich…

Foto: Regensburg1889.de

 

   
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