DFB weist Preußen-Einspruch gegen Bayern-Spiel zurück

Während Preußen Münster am Mittwoch einen wichtigen 2:1-Sieg gegen den FSV Zwickau einfahren konnte, mussten die Adlerträger vor dem DFB-Sportgericht am Donnerstag eine Niederlage hinnehmen. Wie erwartet hat der Verband den Einspruch des Klubs gegen die Wertung der Partie bei Bayern München II (2:3) zurückgewiesen.

"Einspruch unbegründet"

Stephan Oberholz, der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, begründet: "Preußen Münster konnte keine sachlichen Gründe für den Einspruch vorbringen, wie sie in Paragraph 17 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung aufgezeigt werden. Auch sonstige, unbenannte Einspruchsgründe, die mit den in Paragraph 17 beschriebenen Fällen vergleichbar wären, konnten nicht mit Erfolg geltend gemacht werden. Deshalb war der Einspruch als unbegründet zurückzuweisen."

Münster hatte seinen Einspruch damit begründet, dass die Austragung des Spiels gegen die Grundsätze des Fair Play und der Chancengleichheit verstoßen habe. "Da wir uns aufgrund der behördlichen Verfügungslage erst seit dem 26. Mai im Mannschaftstraining befinden, sehen wir die Grundsätze eines fairen Wettbewerbs nicht mehr gewährleistet", so Sport-Geschäftsführer Malte Metzelder.

Weitere Verfahren anhängig

Auch gegen die Wertung der Partien gegen Chemnitz (0:1) und Braunschweig (0:1) hatten die Adlerträger zuletzt Einspruch eingelegt. Die Entscheidung des DFB diesbezüglich steht noch aus, allerdings dürften die Einsprüche ebenfalls zurückgewiesen werden – zumal Münster jeweils dieselbe Begründung angeführt hatte.

Wie der Klub am Freitag erklärte, sei ein "sportlich integrer Wettbewerb" unter den seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs herrschenden Bedingungen "nicht mehr gegeben". Insbesondere durch Regeländerungen inmitten der laufenden Saison und durch die Verlängerung der Spielzeit über den 30. Juni 2020 hinaus "wird der Fair-Play-Gedanke, der in der DFB-Satzung und im DFB-Ethik-Kodex fest verankert ist, ausgehebelt". Darüber hinaus verwiesen die Preußen auf ein "unkalkulierbares Risiko für die Gesundheit der Spieler", die "ungeklärte Vertragssituation" vieler Spieler und werfen dem DFB eine "unklare Kommunikation" vor.

Einspruch nur bei "Beschwer"

Gegen die Wertung der Partien gegen Halle (4:2), Unterhaching (2:1), Großaspach (0:0) und Ingolstadt (0:0) hatten die Adlerträger derweil keinen Einspruch eingelegt. Der Grund: Ein Einspruch ist nur dann möglich, wenn dem Klub – wie bei einer Niederlage – ein Schaden entstanden ist. Auf der Preußen-Homepage heißt es dazu: "Die vom SCP eingelegten Rechtsmittel richten sich nur gegen diejenigen Entscheidungen und Resultate, die den Club negativ betreffen, also eine Beschwer darstellen, wie es juristisch heißt. Somit werden Entscheidungen und Resultate, die den Verein beschweren, vorsorglich und unter Wahrung der Frist angegriffen." Entsprechend kann und wird der Klub gegen den 2:1-Sieg gegen Zwickau keinen Einspruch einlegen.

   
  • Thomas Goevert

    Das der DFB in seiner eigenen Welt so entscheiden würde, war abzusehen. Die eigenen gesetzten Grundsätze, allen Clubs die gleichen Voraussetzungen für ein mindestens zweiwöchiges Mannschaftstraining zu geben, haben einen geldgeilen DFB und seiner dubiosen Gerichtsbarkeit im Nachhinein nicht mehr interessiert, Es ist schon reichlich komisch dass die Landesfürsten bis zur Regionalliga, wo es auch Profivereine gibt, alles absagen und die selben Personen dann bei der 3. Liga für eine Fortsetzung auf dem Bundestag stimmen. Das es hier ausschließlich um Gelder geht die der Verband eventuell zurück zahlen müsste, steht für mich eindeutig fest. Innerhalb von fünf Wochen nach dem Re-Start wird nahezu ohne eine vernünftige Möglichkeit zwischen den Spieltagen zu regenerieren und zu trainieren, ein Mammutprogramm von den Spielern abverlangt, dass aus sportmedizinischer Sicht völlig absurd ist. Ohne Rücksicht auf den Faktor Mensch peitschen hier Funktionäre ihren Willen durch. Für mich sind das menschliche Abgründe, die sich hier aus Machtgeilheit und Geldgier offerieren. Die Vereine und ihre Spieler stehen nicht mehr im Mittelpunkt, sondern ausschließlich die von ihnen produzierte Ware.

  • Jens

    Wie ich schon immer gesagt habe in Niedersachsen konnte man ab Ende April Mannschaftstraining aufnehmen! Bevor einer wieder mal schlauer ist, ich weiß das Münster in Nordrhein-Westfalen liegt. Da man auf Abbruch gesetzt hat rennt man jetzt der Kapelle hinterher! Wie der DFB jahrelang diese Liga behandelt braucht man nicht erzählen, aber jetzt Münster ruhig bleiben auf das sportliche konzentrieren, denn ihr Nervt langsam!

    • Matze

      Wer nervt, sind so ne neunmal klugen Birnen, wie du eine bist.
      Also einfach mal die Fresse halten.

      • Jens

        Sei doch ehrlich dein sinnloser Kommentar zeigt dein Niveau, Hauptsache immer von Solidarität sprechen und geistig Tieffliegene Kommentare abgeben!

    • Bongo

      Es ist natürlich ein Nachteil das sehr viele andere Profivereine Home-Training angesetzt haben,
      Schade das niemand die Münsteraner informiert hat das die Spieler sich eigenständig fit halten dürfen. Es soll sogar über Skype Trainingseinheiten für Spieler gegeben haben!

      • Jens

        Ich verstehe auch nicht dieses ständige Solidaritätsgelaber, die Jungs aus SA, BW und NRW haben nur so weit einen Solidaritätsgedanken wie es ihr Verein vorlabert. Ich habe öfter darauf Hingewiesen das die halbe Liga aufstiegsambitionen hatte. Wo blieb denn die Solidarität zu diesen Vereinen, aber dann ist man auf einmal dumm, nervt oder man liest den Text nicht oder man hat keine Ahnung. Tatsache war das DFB und DFL entschieden haben spielt die 3. Liga nicht weiter gibt es keine Aufsteiger und es kommt niemand runter aus der 2. Liga und da wird der Kreis kleiner die für Abbruch votieren!

      • Thomas Goevert

        Informiere dich einmal richtig, sie haben zu Hause trainiert. Aber darum geht es auch gar nicht. Einzeltraining ist immer noch etwas anderes, als ein Mannschaftstraining.

      • Bongo

        Dann sollten sie auch körperlich keine Nachteile haben
        Und wenn die Söldner in Münster in so kurzer Zeit das spielen verlernen haben sie ihren Beruf verfehlt

    • Paul Radle

      Ratschlag! Wenns dich nervt, einfach nicht lesen, ganz einfach.

    • Kicker

      Münster spielt nicht schlechter als vor der Coronapause. M.E. sogar eher besser.

      Jetzt werden schon due 50/50 Elfmeter für sie gepfiffen. Es gibt ein Endspiel gegen Meppen, wobei ich glaube, dass die blau-weissen nicht abgeneigt sind auch nächste Saison wieder ein "Derby" zu haben.

    • Thomas Goevert

      Niedersachsen liegt über 50 km von Münster entfernt. Wer trägt die Kosten für das tägliche Pendeln oder gar ein Trainingslager. Mal eben so in ein benachbartes Bundesland ausweichen mag ein einfacher Lösungsansatz sein, ist er aber dennoch nicht. Logistik und Kosten sind dabei zu beachten.

      • Jens

        Die Frage bleibt doch! Es war klar das die Liga weiter geht, jetzt kommt die Frage auf welches Pferd ich setzte, in Halle Magdeburg und Münster hieß dieses Abbruch und deswegen halte ich euch vor ihr hättet trainieren können. Es gibt 300000€ vom DFB wenn gespielt wird, natürlich doof für die Vereine die mal 50 km, sagen wir 100km fahren müssen um ein Trainingsgelände zu finden, aber man sah kein entgegenkommen seitens dieser Vereine!

      • Thomas Goevert

        Der Großteil dieses Geldes geht für das Hygienekonzept und für die Test drauf. Außerdem kommt dieses Geld nicht vom DFB, sondern von vier Vereinen aus dem Bereich der DFL. Eine Auszahlung war nicht an Bedingungen gekoppelt und der DFB sollte es aus Vereinfachungsgründen lediglich verteilen. Aber der DFB stellte Bedingungen für die Auszahlung der Gelder, obwohl es ihm nur treuhänderisch überlassen worden ist. Zudem erpresste er die Vereine mit seinen Bedingungen für die Auszahlung.
        Der SCP hätte ohne die Corona-Krise in dieser Saison einen Gewinn von rund 324.000 Euro erwirtschaftet. Durch die Beendigung der Saison ergibt sich nun aller Voraussicht nach ein Verlust von über einer halben Million Euro. Zusammen mit den 300.000 Euro von den vier Clubs der DFL kostet die Weiterführung der Spielzeit dem SCP also mehr als 1,1 Millionen Euro. Wirtschaftlich ist das ein Desaster. Auch anderen Vereinen wird es ähnlich ergehen und ihre Handlungsfähigkeit in den nächsten Jahren erheblich einschränken..

      • Jens

        Gut die Zahlen will ich jetzt nicht nachlesen und kommentieren, bleibt die Frage was die Zahlen sind bei Abbruch, wie hoch wäre dann der Verlust gewesen

      • Thomas Goevert

        Deutlich weniger, da die Spieler dann bis zum 30.6. in Kurzarbeit gewesen wären und die Bezahlung durch das Arbeitsamt erfolgt wäre.

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