DFB und DFL veröffentlichen Leitfaden für Fan-Rückkehr

Dürfen die Fans mit Beginn der neuen Saison wieder ins Stadion? Noch ist keine Entscheidung gefallen, zumal die Klubs individuelle Konzepte erstellen und diese mit den örtlichen behördlichen Behörden abstimmen müssen. DFB und DFL haben nun einen Leitfaden für Fan-Rückkehr in die Stadien erstellt (hier zum Download).

Leitfaden als Grundlage

Auf 41 Seiten wird dabei festgehalten, wie Zuschauer wieder zugelassen werden könnten. Der Leitfaden dient als Orientierung für die Grundstruktur der zu erstellenden Konzepte und beinhaltet zahlreiche zu berücksichtigende Aspekte. Er sei dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorab zur Bewertung vorgelegt. Das BMG habe dabei betont, "dass die konsequente Einhaltung höchster Infektionsschutzstandards Grundvoraussetzung ist, um Fußballspiele mit Publikum wieder möglich zu machen. Eine (Teil-) Zulassung von Zuschauern sollte immer abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen sein". Außerdem seien die lokalen Konzepte der Klubs entscheidend, welche von den zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort freigegeben werden müssen. liga3-online.de fasst im folgenden die wichtigsten Punkte zusammen.

Voraussetzungen

  • Einhaltung von Mindestabständen in sämtlichen Stadionbereichen
  • Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten
  • Konzept muss mit zuständigem Gesundheitsamt abgestimmt und von diesem freigegeben werden
  • Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro Woche und pro 100.000 Einwohner am Standort oder in angrenzenden Landkreisen: Keine Zulassung von Zuschauern. Zwischen 5 und 35 Neuinfektionen: Zulassung von Zuschauern unter zu definierenden Auflagen. Weniger als 5 Neuinfektionen: Sukzessive Rückkehr zum Normalbetrieb

.

Kapazitätsbestimmung

  • Unterscheidung von räumlicher Kapazität (Tribünen, Parkplätze, Flächen für Anstehschlangen etc.) und zeitlicher Kapazität (Abfertigungsgeschwindigkeit von Ticketchecks, Fußwegen, Treppenhäusern, Mundlöchern, Kiosken, etc.)

.

 

Konzept zur Umsetzung des Ticketings

  • Name sowie die Adresse und eine Kontaktmöglichkeit (wie bspw. Telefonnummer) des Ticketkäufers müssen vorgehalten werden
  • Die Klubs sollten erwägen, allen Stadionbesuchern die Verwendung der Corona-Warn-App im zeitlichen Zusammenhang mit dem Stadionbesuch (einschließlich An- und Abreise) zu
    empfehlen. Von einer Verpflichtung zur Verwendung der App als Zugangsvoraussetzung (z.B. bereits das Vorzeigen im Zuge der Einlasskontrolle in das Stadion) sollte dagegen abgesehen werden, weil sie rechtlich nach einer Stellungnahme der Datenschutzaufsichtsbehörden nicht zulässig ist
  • Jeder Klub sollte für den Fall, dass die Nachfrage nach Tickets das verfügbare Angebot übersteigt, faire Konzepte zur Ticketvergabe entwickeln. Jeder Klub bleibt dabei berechtigt, die Kriterien für die Zuteilung der Tickets selbstständig zu bestimmen (z.B. Vergabe an Dauerkartenkunden, an Mitglieder, an Fanclubs, an Menschen mit Behinderung etc.). Dabei sollten jedoch diskriminierungsfreie, sachliche und objektiv nachvollziehbare Standards gelten
  • Von der Öffnung von Tageskassen im Stadionumfeld und der Hinterlegung von Karten sollte abgesehen werden

.

Mobilitäts- bzw. An- und Abreisekonzept

  • Es ist darzulegen, in wieweit die Besucher-Anzahl der errechneten Tribünen-Kapazität über die unterschiedlichen Anreiseoptionen (PKW, ÖPNV, fußläufig, Fahrrad, etc.) sicher und unter Einhaltung der Schutz- und Hygieneregeln an- und abreisen kann
  • Eine zu präferierende Anreise ist die mit dem PKW
  • Die Anreise zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist gegenüber der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bevorzugen
  • Im engen Dialog mit dem Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs ist zu klären, ob und unter welchen Bedingungen die An- und Abreise mit dem Öffentlichen Nahverkehr möglich ist.
  • Die verfügbaren Ressourcen von Parkplätzen und Taxispuren sollten maximiert und vorranging ausgenutzt werden

.

Organisations- und Reinigungskonzept

  • Um Warteschlangen und somit Kontakte zu minimieren und den Anreiseverkehr zu entzerren, sollten verschiedene Zeitfenster für den Stadionzutritt definiert werden. Hierbei wird die Integration von Zeitpuffern empfohlen 
  • Sofern ein Zutritt nur mit Mund-Nasen-Schutz (MNS) gestattet ist, ist das ordnungsgemäße Tragen eines MNS bereits bei Eintritt in die erste Zutrittskontrolle durch den Ordnungsdienst zu kontrollieren.
  • Es wird empfohlen, klare Regeln zur Mitnahme von Fan-Utensilien festzulegen und frühzeitig zu kommunizieren
  • Es wird empfohlen, die Mitnahme von Mitteln zur Händedesinfektion (Flaschen bis 50 ml) zu gestatten
  • Ein Aufeinandertreffen von Besucherströmen aus verschiedenen Richtungen ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu eignet sich u.a. die Implementierung von
    “Einbahnstraßensystemen” oder “Spuren” in allen Bereichen des Stadions, in denen es möglich ist
  • Die Aufenthaltsdauer auf Verkehrsflächen ist zu minimieren. Zuschauer sollten angehalten werden nach dem Einlass zügig und ohne Umwege ihren Platz einzunehmen.
  • Es wird empfohlen, alle verfügbaren sanitären Anlagen zur Nutzung frei zu geben. Sofern notwendig, können unter Berücksichtigung bauordnungsrechtlicher Vorschriften Schaffung weiterer mobiler Toilettenanlagen auf den Verkehrs- und Umlaufflächen geschaffen werden
  • Jeder Klub hat seinem Schutz- und Hygienekonzept ein gesondertes Reinigungskonzept beizulegen. In diesem sollten unter anderem die Reinigungszyklen für Kioske, Verkaufsflächen, Handläufe, Türklinken, Lichtschalter, sanitäre Anlagen, Aufzüge und weitere frequentierte Bereiche dargelegt werden. Diese Zyklen sollten sowohl die Grundreinigung vor Veranstaltungsbeginn (ggf. Vortag zum Spiel) und nach Veranstaltungsende, wie auch sämtliche Maßnahmen während der Veranstaltung umfassen

 

Catering

  • Benennung der Maßnahmen zur Gewährleistung der Hygieneregeln (Installation von Plexiglasscheiben an den Ausgabestationen, Tragen von Mund-Nase-Schutz, etc.).
  • Um die Verweildauer an den Ausgabestationen zu minimieren wird empfohlen, den Verzehr von Speisen und Getränken ausschließlich am fest zugeteilten Sitz- bzw. Stehplatz zu
    erlauben
  • Der Verkauf und die öffentliche Abgabe von alkoholischen Getränken sind nur mit ausdrücklicher Einwilligung der örtlich zuständigen Behörden möglich. Etwaige darüber hinaus gehende ligaweite, einheitliche Festlegungen zum Ausschank von Alkohol sind durch die Klubs auf einer Mitgliederversammlung/Ligaversammlung vorzunehmen

(Quelle: https://media.dfl.de/sites/2/2020/07/Grundlagen-und-Leitfaden-f%C3%BCr-die-Konzepterstellung-zwecks-Wiederzulassung-von-Stadionbesuchern.pdf)

   
  • Günther1987

    Naja besser ein Teil der Zuschauer als gar keine, selbst der von euch so Kritisierte Kompp hat dies erkannt und sich darüber gedanken gemacht.
    Die Sitzplatzkonzepte finde ich gar nicht mal so schlecht, und mir würd es auch nichts ausmachen wenn bis zu meinem Sitzplatz einen Mund-Nasen-Schutz tragen müsste dies muss ich auch tun wenn ich in ein Restaurant gehe.

    Der Mensch gewöhnt sich an alles und wir alle sollten nicht immer alles Kritisch sehen sondern beginnen etwas zu ändern und dieses Konzept kann ein kleiner Schritt in die Richtige richtung sein.

  • Kunde

    Ich werde mir trotzdem eine Jahreskarte kaufen und wohl nicht hingehen falls es kommt. Als Risikogruppe kann ich es mir nicht leisten und ein Stehblock mit gesitteten Fans nicht umsetzbar und von mir auch nicht gewünscht als Fan. Alle die gegen die Maßnahmen protestieren im öffentlichen Leben sollten mal den Blick in die USA richten speziell Kalifornien nachdem die Proteste zu Lockerungen führten und nun ins völlige Infektionschaos münden. Fussball ja aber nicht um jeden Preis.

  • Jens Thater

    Sorry, das ist nicht mehr mein Fußball…..Es gibt nach wie vor keine Grundlage für all diese Maßnahmen…
    Das liest sich wie der Forderungskatalog des DFB, parallel dazu haut gerade der Großkopferte aus München auf die Fanszene ein… Sollen sie doch mal versuchen ihr "Produkt" ohne uns zu verkaufen…

    • Josef Scherf

      Du Glaubst wirklich ohne dich geht der Fußball kaputt. Und sollten die Ultras wegbleiben, dann kommen Tausend die wegen Ultras nicht ins Stadion gehen.

  • Sterneneisen

    Alles schön und gut. Am Ende stößt es an die Grenzen, die auch für den Schulbetrieb gelten: Die meisten Stadien können dieses Konzept aus Platzmangel nicht umsetzen. Auf den Toiletten ist es einfach nicht möglich, gewisse Regeln umzusetzen. An Stehklos geht es, auf Sitzklos logischerweise überhaupt nicht.

    • Timm Possible

      Ich glaub das Konzept steht und fällt ganz einfach mit dem Benehmen der Zuschauer. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie in einem Stehplatz-Block, die Leute gesittet und Bier trinkend in Zweiergruppen stehen und sich an Abstandsregeln halten.

  • weihnachtsmann

    Ich würde wieder eine Dauerkarte kaufen. Egal, ob erstmal mit oder ohne Zuschauer.

  • Daniel M.

    Was für ein Bloedsinn. Hier sollen Tickets unter dem Deckmantel von Corona, der ja mittlerweile für alles herhalten muss, eingeführt werden. Außerdem sollen Menschen ausgeschlossen werden. Das kann niemand gut finden. Scheiss DFB

  • MD’ler

    Dagegen muß man protestieren, kein Ausschluß, alle müssen rein…

    • ChemiePower

      Ach, die Börde-Bauern wieder. Da brauchst Du Dir keine Sorgen machen, Euer Block U protestiert doch gegen ALLES, gegen den HFC, gegen den DFB, gegen Kallnik und Franz und jetzt, da bin ich 100% sicher, auch gegen jedes Corona-Konzept. WETTEN !!!

    • DM von 1907

      Klar, alle, und alle ohne Abstände und ohne Mundschutz. Freies Corona-Anhusten für ALLE! >Ironie off!<

      Was für ein Schwachsinn!

  • Michael Vogel

    Ich finde es gut und werde mich um Tickets bemühen, irgendwie muss man ja wieder anfangen.

  • Nikita

    Sowas wie das 33%-Modell bei den Sitzplätzen hatte ich schon für den Restart für problemlos gehalten.

    • Günther1987

      Dachte ich mir auch, denke aber das man es nicht durchsetzten konnte das viele für diese Saison Dauerkarten hatten, und wenn einer Verein so 2500 Plätze locker machen könnte aber mehr als 2500 Dauerkarten Verkauft hat wer entscheidet dann darüber wer ins Stadion darf und wer nicht .

  • Emsländer

    Sorry, das schaue ich mir den Mist auf dem TV an. Gerade Meppen ist mehr als andere auf die Zuschauer finanziell angewiesen.

    • Günther1987

      Gerade dann wäre es besser 33% bis 50% ins Stadion zu lassen als keinen

      wenn man bedenkt das viele ehr nur 40 bis 70% Stadionauslastung haben dann macht dieses Konzept kein großer unterschied

  • The Insider

    Dann bleibe ich doch lieber zu Hause.

Back to top button