DFB dementiert Bericht: Zweigleisige 3. Liga kein Thema

In der Diskussion um die Regionalliga-Reform, die im Oktober 2019 beschlossen werden soll, hat die "SportBild" in ihrer aktuellen Ausgabe auch eine zweigleisige 3. Liga ins Gespräch gebracht. Diese Lösung soll demnach bereits DFB-intern diskutiert worden sein, was der Verband gegenüber unserer Redaktion jedoch dementierte. 

"Kluft zur 2. Bundesliga würde noch größer werden"

So sei von einer zweigleisigen 3. Liga "nirgendwo die Rede" – ganz unabhängig von der Frage, wie diese überhaupt finanziert werden sollte, hieß es auf Anfrage. Der Hintergrund: Bei einer zweigleisigen 3. Liga müssten beispielsweise die Erlöse aus den TV-Rechten durch mehr Vereine geteilt werden, sodass die Einnahmen pro Vereinen sinken würden. Auch sportlich wäre die Zweiteilung der 3. Liga ein Rückschritt, wie der DFB anmerkt: "Die Kluft zur 2. Bundesliga würde dann ja noch größer werden." Klar ist daher: Eine zweigleisige 3. Liga ist keine Lösung, um gemäß dem Motto "Alle Meister müssen aufsteigen" für mehr Gerechtigkeit in der Regionalliga zu sorgen – weil sie zulasten des Profifußballs gehen würde.

Zweigleisige 4. Liga "von einer klaren Mehrheit nicht gewünscht"

Bis 2019 soll nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den Regional- und Landesverbänden sowie aus der 3. Liga "einen Vorschlag entwickeln, wie (…) der Übergang zwischen Regionalliga und 3. Liga durch ein Modell mit vier statt fünf Regionalligen realisiert werden kann", heißt es im Antrag, der am vergangenen Freitag vom DFB-Bundestag beschlossen wurde. Die Rückkehr zu einer dreigleisigen Regionalliga oder die Einführung einer zweigleisigen 4. Liga, wie es Mario Kallnik zuletzt vorgeschlagen hatte, "sind ausdrücklich und von einer klaren Mehrheit nicht gewünscht", machte DFB-Vizepräsident Rainer Koch am vergangenen Freitag klar. "Der klare Auftrag für die Arbeitsgruppe ist eine Regionalliga mit vier Staffeln", so Koch.

Übergangsregelung bis 2020

Bis die Regionalliga-Reform im Oktober 2019 beschlossen wird, greift in den kommenden beiden Spielzeiten eine Übergangsregelung mit vier Aufsteigern aus den fünf Staffeln. Gleichzeitig steigen aus der 3. Liga ab der Spielzeit 2018/19 vier Mannschaften ab – und dabei wird es auch nach der Reform in zwei Jahren bleiben.

   
  • O. K.

    Jo, lassen wir doch die halbe Liga ab- und aus jeder RL 2 Teams aufsteigen…….. *rolleyes*

  • Fat Tony

    Zwei weitere Absteiger in der Dritten Liga sollten doch kein Problem darstellen, wenn man schon ohnehin zwei Mannschaften mehr als in der ersten und zweiten Liga hat. Dann können fünf direkt auf- und absteigen.

    • Daniel M.

      Sehe ich ähnlich.
      Allerdings sollte die 3. Liga dann entsprechend mit mehr Geld ausgestattet werden.

      • Fat Tony

        Das sollte sie unbedingt, ist ja schließlich eine BUNDESliga und die Vereine haben entsprechende Reisekosten.

    • Philipp Schramm

      Das würde aber auch noch mehr Mannschaften und demzufolge auch noch mehr Spieltage bedeuten. Und das haben sowohl der DFB, als auch die 3. Liga kategorisch abgelehnt, weil der Spielplan jetzt schon aus allen Nähten platzt, wenn man die ganzen Pokalspiele mit rechnet (Landespokale, eventuell DFB-Pokal). Das würde dann automatisch noch mehr "englische" Wochen bedeuten.

      • Fat Tony

        Nicht mehr Mannschaften, zwei weitere Abstiegsplätze!

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