Deutliche VfR-Niederlage: Wende schon wieder Geschichte

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© imago/Noah Wedel

Nach dem 4:1 im Nachholspiel gegen die SpVgg Unterhaching hoffte der VfR Aalen auf eine Trendwende. Doch schon am Samstag folgte der nächste Rückschlag für das Tabellenschlusslicht: Das 0:4 beim SC Preußen Münster sorgte bei der Mannschaft von Rico Schmitt für lange Gesichter.

VfR glücklos: Cueto zieht den Stecker

Die Partie beim SC Preußen Münster, der zuletzt selbst mit einer Torflaute zu kämpfen hatte, begann für den VfR Aalen denkbar schlecht: Schon in der 7. Minute ließ es René Klingenburg erstmals klingeln. Der Tabellenletzte, der unter der Woche seine Torjägerqualitäten gegen Unterhaching eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte, hielt dagegen – doch das Spielglück schien auf Seiten der Adlerträger zu sein: Ein Treffer von Matthias Morys in der 23. Minute wurde aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt. Wohl eine Fehlentscheidung: Münsters Sandrino Braun hob die Abseitsposition eigentlich auf.

Auch kurz vor der Pause hatte Aalen kein Glück: Münsters Kittner sorgte per Kopfball auf das eigene Tor fast für den Ausgleich, doch Schulze Niehues war auf dem Posten. Nach dem Seitenwechsel kam Aalen besser aus der Kabine, doch innerhalb von sechs Minuten machte Cueto die Hoffnungen des VfR, das Spiel noch drehen zu können, per Doppelschlag (61/67.) zunichte. In der Schlussphase erhöhte Kittner per Kopf zum 4:0 Endstand.

Aalener Standardschwäche: "Ich verstehe das nicht"

Ein deutliches Ergebnis, das den VfR nach dem Zwischenhoch gegen Unterhaching gnadenlos wieder in die Realität des Abstiegskampfs zurückholte: "Das ist ein herber Nackenschlag heute. Vor allem das Ergebnis – so viele dürfen wir uns nicht fangen", monierte Matthias Morys gegenüber der "Telekom". Den Stürmer frustrierte vor allem das Zustandekommen der Gegentreffer: "Wir bekommen schon wieder drei Standardtore. Ich weiß gar nicht, wie viele Standardtore wir dieses Jahr schon kassiert haben. Das ist unglaublich, ich verstehe das nicht", so der 31-Jährige, der das Abwehrverhalten der Mannschaft bei Standards deutlich kritisierte.

Auch Trainer Rico Schmitt sah hier ein deutliches Defizit: "Bei Standardsituationen ist das zu wenig", so der Coach, der aber auch betonte: "Wir haben ein Spiel verloren, ob nun 0:1 oder 0:4. Das klingt für die, die nicht da waren nach viel. Aber "Aalen ist untergegangen" – das hab ich nicht gesehen." Der Trainer hatte seine Mannschaft bis zum Doppelschlag durch Cueto gut im Spiel gesehen – zumal man durch den aberkannten Ausgleich durch Morys auch mit 1:1 in die Pause hätte gehen können: "Wir sind in unserer Druckphase eiskalt erwischt worden. Das ist zu unkonzentriert, zu sorglos, wie wir das verteidigen. Das 0:2 war der Steckerzieher, aber wir haben nicht aufgegeben. Meiner Mannschaft kann ich trotzdem ein großes Kompliment geben."

Nun gelte es, sich schnell wieder zu sammeln und weiter um den Klassenerhalt zu kämpfen: "Das nächste Spiel haben wir zu Hause gegen Halle. Das wollen wir gewinnen." Und gewinnen muss der VfR auch – sonst gehen die Lichter bald aus. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer bereits.

   

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