Der VfR Aalen und die "perfekten 20 Minuten" in Chemnitz

Was für ein Spektakel beim Aufeinandertreffen von Chemnitz und Aalen! Innerhalb von nur 45 Minuten fielen sechs Tore, am Ende ging der VfR mit 4:2 als Sieger vom Platz. Einen Wunsch hat die Vollmann-Elf aber noch.

Es hätte auch 5:0 stehen können

Bereits nach nur vier Minuten lag der Ball erstmals im Chemnitzer Tor, zwölf Zeigerumdrehungen später war Aalen mit 3:0 davon gezogen. Und während von den Tribünen bereits erste Pfiffe zu hören waren, spielte sich der VfR in einen Rausch und hätte bereits nach 20 Minuten alles klar machen können – die Chancen für ein 4:0 oder 5:0 waren da. Thomas Geyer sprach gegenüber dem Vereins-TV nach Abpfiff von "perfekten 20 Minuten", Doppeltorschütze Marcel Bär hob die "geschlossene Mannschaftsleistung" hervor. Doch trotz der komfortablen Führung musste Aalen zwischenzeitlich mächtig zittern, kam Chemnitz doch kurz vor der Pause auf 2:3 ran. Den Schlusspunkt einer irren Halbzeit setzte Gerrit Wegkamp in der Nachspielzeit – genau zum "richtigen Zeitpunkt", wie Trainer Peter Vollmann auf der Pressekonferenz nach dem Spiel befand, traf er zum 4:2. Mit 201 Drittliga-Spielen ist Vollmann der Rekordtrainer der Liga, doch so eine Halbzeit dürfte selbst er noch nicht erlebt haben.

Aalen hofft auf 5.000 Fans gegen Lotte

In der zweiten Halbzeit sah der 59-Jährige dann zwar eine deutlich weniger spektakuläre Partie,  musste aber bis zum Ende zittern: "Ich war mir erst in der 88. Minute sicher, dass wir als verdienter Sieger den Platz verlassen werden." Letztlich brachte Aalen den Sieg über die Zeit und gewann somit die zweite Partie in Folge. Zum Abschluss der englischen Woche kommen nun die Sportfreunde Lotte in die heimische Ostalb-Arena (Samstag, 14 Uhr). Die große Frage: Lockt das Spektakel in Chemnitz wieder mehr Fans ins Stadion? Den Heimauftakt gegen den Halleschen FC am vergangenen Samstag verfolgten – abzüglich der mitgereisten Gästefans – nur 3.500 Zuschauer. "Für uns würde es nichts schöneres geben, wenn das Stadion am Samstag ein bisschen voller wäre als zuletzt", sagt Maximilian Welzmüller und hofft auf mindestens 5.000 Fans – mit der Aussicht auf ein weiteres Spektakel?

 

 

 
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