RB Leipzig schlägt Burghausen in der Nachspielzeit

Mit 1:2 konnte RB Leipzig das Spiel gegen den SV Wacker Burghausen in der Nachspielzeit für sich entscheiden. Im 150. Pflichtspiel der Vereinsgeschichte brachte Daniel Frahn die Bullen in Führung, Burghausens Schröck glich wenig später aus. Als alle Spielberichte schon geschrieben waren erzielte RB das Siegtor und sorgt dafür, dass Wacker weiterhin punktlos bleibt.

Georgi Donkov veränderte sein Burghauser Team gegenüber der Niederlage gegen den MSV Duisburg auf zwei Positionen. Für Knochner und Drum spielten Kulabas und Moser. Gäste-Trainer Alexander Zorniger veränderte seine Mannschaft ebenfalls zweimal. Müller musste verletzungsbedingt passen und wurde von Judt vertreten. Für Fandrich debütierte Thomala in der ersten Elf. In den ersten Minuten begannen beide Teams abwartend. Burghausen wirkte etwas fahrig, RB ein wenig abgeklärter. Die Begegnung fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, bis Anthony Jung sich mit einem Solo an der Strafraumgrenze durch die Defensive des SVW dribbelte um per Hacke für Frahn vorzulegen. Dieser vollendete mit einem trockenen Schuss zum 0:1 (13.) Es war bereits der dritte Saisontreffer des Bullen-Kapitäns. Nur wenig später stellte der SV Wacker auf 1:1. Eine Ecke von der linken Seite köpfte Tobias Schröck zum Ausgleich ein (17.). Es war das erste Saisontor der Burghausen in der laufenden Spielzeit. Beiden Teams gelang es in der Folge nicht, strukturiertes Angriffsspiel vorzutragen. Hohe Bälle beider Seiten fanden kaum ihr Ziel. Die Partie war geprägt durch aggressives Zweikampfspiel beider Mannschaften – daran änderte sich bis zur Pause nichts.

 Leipzig mit dem Tor in der Nachspielzeit

RB Leipzig kam etwas besser aus der Kabine und versuchte jetzt offensiv Druck auszuüben, während sich die Gastgeber auf schneller Konter verließen. Mit eben so einem Konter machte sich Burghausens einzige Spitze Hauk in der 56. alleine in Richtung RB-Torwart Coltorti auf. Verteidiger Willers konnte ihn nur mit einem Foul halten und sah folgerichtig die rote Karte von Schiedsrichter Göpferich. Trotz 35 Minuten in Unterzahl wollte Leipzig den Sieg, einzig gelang es ihnen nicht zwingend vor dem Tor der Oberbayern aufzutauchen. Randnotiz: In der 72. Spielminute gab Youssef Mokhtari sein Comeback für den SV Wacker, nach überstandener Verletzung und Rechtsstreit mit dem Verein. Trainer Donkov erhoffte sich vom Routinier „neue Kraft“ in den letzten knapp 20 Minuten. Zurück zum Spiel:  In der 80. Minute entschärfte Loboué einen Kopfball vom starken Jung, nach einer Standartsituation. Der SV Wacker hatte in der Folge des Spieles keine echte Torchance. Leipzig blieb bis zum Schluss konzentriert und so kam es, dass Kaiser eine Kombination über Frahn und Morys aus kurzer Distanz verwertete. 2:1 in der 92. Minute bedeuteten drei Punkte für RB Leipzig. Wacker Burghausen verliert damit den schon sicher geglaubten ersten Punkt der Saison. Der Trainer von RB Leipzig wertete den Sieg als „glücklich aber verdient“. Laut Zorniger werden die Gegner “in Zukunft tunlichst vermeiden“ seine Mannschaft vor dem Schlusspfiff abzuschreiben. SVW-Trainer Donkov zeigte sich zwar enttäuscht, aber nicht unzufrieden und analysierte: „Wir haben defensiv gegen eine spielstarke Mannschaft zugelassen. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“ Einzig im eindimensionalen Angriffsspiel sehe er, auch personell, dringend Handlungsbedarf.

Am Samstag (14 Uhr) gastiert Wacker Burghausen bei Rot-Weiß Erfurt. Leipzig empfängt einen am Sonntag (14 Uhr) den MSV Duisburg.

Statistiken zum Spiel

FOTO: GEPA pictures/ Roger Petzsche

   

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