"Das kannten wir so nicht": Verls untypisches Erlebnis trotz 3:1

Im Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim II hatte SCV-Cheftrainer Tobias Strobl eine ungewohnte Situation für seine Mannschaft vorgefunden. Eine Führung ohne Spielkontrolle – das war neu für die Ostwestfalen. Am Ende wurde es ein 3:1-Sieg für die Verler.

"Das ist ein Topteam"

Vor etwas mehr als 2.500 Zuschauern fuhr der SC Verl am Samstag den siebten Heimsieg in dieser Saison ein. Über Nacht sprang der Sportclub damit wieder auf Platz 1 in der Tabelle, aber mittlerweile zog Energie Cottbus auch schon wieder vorbei. Das Aufstiegsrennen bleibt also spannend – und Cheftrainer Tobias Strobl erlebte eine neue Seite im Spiel seiner Mannschaft. "So glücklich wie heute war ich in diesem Jahr noch nie", erklärte der 38-Jährige erleichtert. "Wir wussten, was mit Hoffenheim II auf uns zukommen wird und das haben wir in den ersten 25 bis 45 Minuten total gespürt."

Verl erzielte zwar die frühe Führung durch Berkan Taz (5.) und mit dem Pausenpfiff auch das 2:1 durch Jonas Arweiler (45.+1), doch so richtig zufrieden war Strobl mit dem Spielverlauf nicht. "Wir haben leiden müssen, wir hatten ab und zu keinen Zugriff, und ich glaube, dass wir auch noch nie in der Saison so geschwommen sind", fasste der Cheftrainer zusammen. Woran das lag? Natürlich auch am Gegner: "Das ist ein Topteam, was einfach auch noch einen riesigen Umbruch im Winter hatte, das sich aber extrem schnell wieder gefunden hat." Entsprechend erlebte Verl etwas, das in dieser Saison selten passiert ist – die U23-Mannschaft aus Hoffenheim hatte die Spielkontrolle.

"Das war keine einfache Aufgabe"

"Das kannten wir so nicht", gab Strobl ganz offen zu. "Deswegen waren wir schon mit einer Unzufriedenheit in die Kabine gegangen, obwohl wir 2:1 geführt haben. Ich habe den Jungs gesagt, das spricht für unsere Qualität." Es war keine Leistung, wie sie sich der Cheftrainer wünschte. Dennoch holte sich Verl den verdienten Lohn in der zweiten Hälfte ab. "Da haben wir Hoffenheim so ein bisschen den Schneid abgekauft", fand Strobl. Das 3:1 war bereits vorentscheidend, obwohl ein vierter Treffer wohl noch mehr Sicherheit gegeben hätte. "Das war keine einfache Aufgabe, deswegen genießen wir den Abend und den Moment", versprach Strobl. Schon am Samstag (14 Uhr) geht es dann mit der Partie bei Alemannia Aachen weiter.

   

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