"Das ist geil": Hallescher FC trotzt Verletzungssorgen

Wie kein anderes Team in der 3. Liga hat der Hallesche FC derzeit mit Verletzungen zu kämpfen. Beim 1:1 gegen Fortuna Köln fehlten gleich zehn Spieler, Besserung ist noch nicht in Sicht. Und trotzdem punktete der HFC im dritten Spiel nacheinander. Dafür gab es anschließend ein Lob von den Verantwortlichen.

"Wahnsinn, was die Jungs leisten"

Das muss man auch erstmal schaffen. Im Umfeld des Halleschen FC wird die Arbeit von Trainer Rico Schmitt derzeit ganz überwiegend positiv bewertet, obwohl die Mannschaft nur auf Rang 17 steht und lediglich einen Sieg aus den ersten acht Spielen verbuchte. Das liegt sicher auch daran, dass es Schmitt gelingt, trotz der enormen Verletzungssorgen in jedem Spiel eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz zu schicken. "Es ist Wahnsinn, was die Jungs derzeit leisten angesichts der widrigen Umstände“, wird HFC-Manager Ralph Kühne nach dem 1:1 in Köln auf der Vereinshomepage zitiert. Mit nur 15 Spielern war der Halle gen Westen aufgebrochen, gleich zehn Spieler konnten die Reise verletzt nicht mit antreten, dazu hatte bis kurz vor Anpfiff ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Stefan Kleineheismann, Fabian Baumgärtel und Erik Zenga gestanden.

El-Helwe mit der richtigen Idee

Eine spielerische Glanzleistung hatte unter diesen Umständen auch niemand erwartet, der Punktgewinn wurde beim HFC folglich bejubelt wie sonst nur Siege. "Das ist geil. Wir haben mit einer herausragenden kämpferischen Leistung einen Punkt gegen eine starke Fortuna aus Köln geholt", sagte Schmitt nach dem Abpfiff bei "Telekom Sport". Halles Rumpfelf war sogar in Führung gegangen, Hilal El-Helwe hatte von Abstimmungsproblemen in Kölns Hintermannschaft profitiert und zum frühen 1:0 getroffen (5.). "Ich habe geahnt, dass sich daraus eine Chance ergeben könnte", analysierte El-Helwe später. "Das war insgesamt eine gute Leistung von uns." Dass Nico Brandenburger wenig später ausglich (10.), konnte die Freude beim HFC, der jetzt seit drei Spielen ungeschlagen ist, nicht trüben. Daran ändern auch die Verletzungssorgen nichts, die Trainer Schmitt vor dem Auswärtsspiel bei Werder Bremen II am Dienstagabend weiterhin Kopfzerbrechen bereiten werden.

 
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