Sommer-Transferperiode: Konsolidierung steht im Vordergrund

Seit dem vergangenen Montag ist der Transfermarkt offiziell geschlossen. Demnach dürfen bis zur Öffnung des nächsten Transferfensters nur noch vereinslose Spieler verpflichtet werden. Nachdem auch in diesem Jahr wieder außergewöhnlich viele Spieler zwischen den einzelnen Vereinen der Liga und auch aus anderen Ligen oder in andere Ligen gewechselt sind, zieht liga3-online.de an dieser Stelle einmal einen Schlussstrich und bilanziert an dieser Stelle den Transfermarkt im Sommer der Saison 2013/2014.

Auf dem Weg zu mehr Konstanz und Konsolidierung

Der Sommer verlief dabei im Vergleich zu denen der vergangenen Jahre relativ ruhig. Mit 505 Neuzugängen und Abgängen ist dies der geringste Transferverkehr seit dem bestehen der 3. Liga. Allerdings ist das Kapital der getätigen Vereine das höchste je erzielte in der 3. Liga. Besonders beeinflusst durch das Hinzukommen des Aufsteigers RB Leipzig, der mit 1,3 Mio. Euro den Hauptteil der Ausgaben von 1,5 Mio. Euro der 3.Liga ausgemacht hat, verbleibt die Liga nur mit einem geringen Transferplus von 75.000 Euro. Ohne den Einfluss der Leipziger hätte die Liga ein plus von 1,4 Mio. Euro verzeichnet und damit die größten Einnahmen seit dem Bestehen verzeichnen können. Der Chemnitzer FC, mit Ronny Garbuschewski, und die Amateure des VfB Stuttgart, mit Marco Grüttner, sind dabei die einzigen weiteren Vereine, die in diesem Jahr ein geringes Transferminus erwirtschaftet haben.

Osnabrück der größte Gewinner

Besonders zu Herzen genommen hat sich den Konsolidierungskurs der VfL Osnabrück. Der finanziell schwer angeschlagene Vereine erwirtschaftete durch die Abgänge von Leistungsträgern wie Zoller, Staffeldt, Riemann, Fischer, Manno oder Piossek ein Transferplus von 575.000 Euro was, nach aktuellem Stand der Tabelle gesehen, nicht unbedingt eine schlechte Entscheidung gewesen ist. Auf den zwei weiteren Bestplätzen des Transferplus stehen Hansa Rostock (300.000 Euro) und der Hallesche FC (200.000 Euro).

Wichtigste Wechsel innerhalb der Liga

Die Top drei der wichtigsten Transfers innerhalb der Liga, gemessen an den Leistungen der vergangenen Saison, liefen zwischen zwei Rivalen und bei einem Absteiger ab. Andre Laurito verließ Absteiger Jahn Regensburg und wechselte zum Ligakonkurrenten Rot-Weiß Erfurt. Desweiteren folgten die Wechsel von Markus Piossek und Gaetano Manno vom VfL Osnabrück zum SC Preußen Münster. Beide Spieler zählten in der vergangenen Saison zu den besten Spielern der Liga.

Die Stars der Liga

Die größten Star, bzw. teuersten Spieler angelten sich neben den Leipzigern der Chemnitzer FC und der MSV Duisburg. Mit Yussuf Poulsen hat RB einen der teuersten Spieler der Liga verpflichtet, der eine Ablöse von 600.000 Euro kostete. Der 19 jährige gilt als Toptalent der Liga und hat durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Den Transfercoup der Saison schreiben wir dem Chemnitzer FC zu. Mit Ronny Garbuschewski holte man einen Bundesligaspieler von Absteiger Fortuna Düsseldorf zurück nach Sachsen. Ein ähnlicher Griff gelang dem MSV Duisburg mit der Verpflichtung von Pierre de Wit, der ebenfalls Erfahrung in der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga vorweisen kann.

Alles glänzt so schön neu

Dieses Motto galt in diesem Jahr für den VfL Osnabrück, den MSV Duisburg und den Amateuren von Borussia Dortmund. 111 Transfers tätigten diese drei Vereine allein für sich. Allerdings aus völlig unterschiedlichen Gründen. Bei den Niedersachsen war es nötig Leistungsträger zu verkaufen, um im Finanzsektor wieder schwarze Zahlen schreiben zu können. So lassen sich die vielen Abgänge und Zugänge sicherlich am besten darstellen. Dem MSV Duisburg brach durch den Lizenzentzug in der 2. Bundesliga der halbe Kader einfach weg. Auch dieser musste neu aufgefüllt werden und erklärt die hohe Fluktuation. Bei den Amateuren von Borussia Dortmund gingen die besten Spieler in die ersten Mannschaft (Hofmann), während weitere Leistungsträger zu anderen Vereinen der 2. Bundesliga und 3. Liga wechselten.

Duisburg und Halle mit den schwierigsten Aufgaben

Von allen Mannschaften hatten dabei der MSV Duisburg und der Hallesche FC die größten Hürden zu nehmen. Zwar haben andere Vereine durchaus ähnliche viele Transfers durchgeführt, doch bei diesen beiden Teams wurden die meisten Stammspieler ausgetauscht. Somit mussten Karsten Baumann und Sven Köhler ihre Spielsystem ihrer Mannschaft völlig neu beibringen. Das haben beide Trainer in sehr kurzer Zeit schaffen müssen. Beim MSV war lange nicht klar, in welcher Liga sie antreten würden und so musste Manager Grlic den Kader in kürzester Zeit zusammenstellen. Beim HFC ließen sich die entscheidenden Transfers erst nach der Vorbereitung tätigen, sodass die neuen Spieler erst integriert werden mussten.

Im Norden zählt Beständigkeit

Bei Holstein Kiel hingegen spielt beinahe derselbe Kader wie in der Aufstiegssaison. Bis auf den Torwart blieb der gesamte Kader zusammen und sorgt in der 3. Liga für Furore. Mit Maximilian Riedmüller hat man sich einen ehemaligen Bayern-Torwart sichern können der, zusammen mit seiner Abwehr, erst drei Gegentore hinnehmen musste. Mit sieben Zu- und fünf Abgängen sind die Kieler damit die Minimalisten der Liga. Dadurch endstand auf der einen Seite kein Transferminus und auf der anderen Seite konnte die eingespielte Mannschaft zusammen bleiben und die Euphorie des Aufstiegs mit in die neue Saison tragen.

FOTO: GEPA Pictures

   
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