Darmstadt gegen Wiesbaden: Tabellennachbarn wider Willen

Wenn sich am Samstag um 14 Uhr der SV Darmstadt 98 und der SV Wehen Wiesbaden im Stadion am Böllenfalltor gegenüberstehen, wird ein in vielerlei Hinsicht interessantes Spiel angepfiffen (live im Ticker auf liga3-online.de). Der SV Wehen Wiesbaden ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet. Der jedes Jahr aufs Neue angepeilte Aufstieg soll diesmal mit einem runderneuerten Team gelingen. Zwei der im Sommer ausgemusterten Spieler sind Dominik Stroh-Engel und Milan Ivana. Stroh-Engel hatte eine unbefriedigende Spielzeit hinter sich, kam meist von der Bank. Ivana dagegen war Stammspieler, fiel der Verjüngung zum Opfer. Beide kamen beim SV Darmstadt 98 unter.

SVWW: Nach Platz eins runter auf Platz sieben

Wehen Wiesbaden startete gut, Stürmer José-Pierre Vunguidica traf wie er wollte: Nach fünf Spieltagen hatte der Angolaner bereits vier Treffer auf dem Konto, Wiesbaden führte die Tabelle an. Anschließend kamen jedoch sowohl bei Vunguidica, als auch beim Rest des Teams Wochen der Ernüchterung. Man rutschte bis auf Platz sieben ab, nach einem 0:3 gegen Unterhaching musste auch noch Trainer Peter Vollmann seinen Hut nehmen. Unter Nachfolger Marc Kienle läuft es seitdem wieder besser. Wehen Wiesbaden ist unter seiner Regie bislang noch ungeschlagen (ein Sieg, drei Unentschieden), momentan steht die Mannschaft aus der hessischen Landeshauptstadt auf Rang fünf.

Stroh-Engel und Ivana mit Wiesbadener Vergangenheit

Einen Platz dahinter rangiert der SV Darmstadt 98, der mit ganz anderen Ansprüchen in diese Spielzeit ging. Oberstes Ziel ist der Klassenerhalt, und der soll so schnell als möglich erreicht werden. Dennoch trifft man die „Lilien“ aktuell so weit oben in der Tabelle an, gar der dritte Platz wurde schon belegt. Entscheidend mitverantwortlich dafür: Dominik Stroh-Engel. Der Stürmer, der am Mittwoch seinen 28. Geburtstag feierte, hat in sechzehn Partien vierzehn Treffer erzielt. Die zwei Tore von Milan Ivana wirken dagegen naturgemäß wenig, allerdings erzielte der schnelle Flügelspieler das 1:0 im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (5. Spieltag), das den Sieg bedeutete. Stroh-Engel und Ivana werden beim Aufeinandertreffen des SV Darmstadt 98 gegen ihren alten Verein besonders motiviert sein und beweisen wollen, dass es ein schwerer Fehler war, sie auszusortieren.

Darmstadt mit zuletzt drei Niederlagen

Während Wiesbaden also im Aufwind ist, ging Darmstadt zuletzt etwas die Puste aus. An fehlender Motivation lagen die drei aufeinanderfolgenden Niederlagen (1:2 in Burghausen, 0:1 gegen Leipzig und 0:3 in Erfurt) der Darmstädter weniger, vielmehr an eigenen Unkonzentriertheiten und in der ein oder anderen Situation auch einfach Pech. „Nach dem 0:3 in Erfurt haben uns sehr über uns selbst geärgert“, sagt Jerôme Gondorf, der allerdings gegen Wiesbaden aufgrund der fünften Gelben Karte fehlen wird. „Wir haben Anfang der Saison einige Spiele hintereinander gewonnen, nun haben wir welche hintereinander verloren. So ist das manchmal. Ich sehe das entspannt“, sagt Dominik Stroh-Engel angesprochen auf die derzeitige Situation am Böllenfalltor.

Verzichten muss Dirk Schuster neben Jerôme Gondorf auch auf Sandro Sirigu, der sich in Erfurt ebenfalls die fünfte Gelbe Karte abholte. Außerdem fehlt Julius Biada aufgrund einer angebrochenen Rippe. Für Gondorf steht neben Elton da Costa auch Benjamin Baier bereit, der nach seiner Knieoperation wieder fit ist. Aaron Berzel übernimmt die Rechtsverteidigerposition von Sirigu. Auf Wiesbadener Seite fehlt der Ex-Darmstädter Marcus Mann (2006-07) aufgrund einer Fußverletzung, zudem ist Julian Grupp fraglich. Tobias Jänicke, Maximilian Ahlschwede und Denis Perger stehen dagegen wieder zur Verfügung.

 

So könnten sie spielen:

SV Darmstadt 98: Jan Zimmermann – Michael Stegmayer, Benjamin Gorka, Aytac Sulu, Aaron Berzel – Marcel Heller, Elton da Costa / Benjamin Baier, Hanno Behrens, Milan Ivana – Marco Sailer, Dominik Stroh-Engel

SV Wehen Wiesbaden: Markus Kolke – Alexander Nandzik, Nico Herzig, Michael Wiemann, Maximilian Ahlschwede – Julian Grupp, Robert Müller – Alf Mintzel, Nils-Ole Book, Tobias Jänicke / Martin Röser – José-Pierre Vunguidica

 

FOTO: FU Sportfotografie

 

   
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