Darmstadt 98 nach dem Sieg gegen Unterhaching: Die pure Lust

„Gegen Teams mit großem Namen, vielen Fans oder gegen Mannschaften von der Tabellenspitze, da brauchst du dich nicht großartig motivieren. Schwieriger sind diese Spiele gegen Vereine, gegen die du einen Sieg aus bestimmten Gründen quasi als Pflicht ansiehst.“ Dieses Zitat, das vermutlich jeder Fußballer in irgendeiner Form nachvollziehen kann, stammt von „Lilien“-Stürmer Marco Sailer. Auf einem Fan-Abend, der Mannschaft und Umfeld auf den Rest der Saison einstimmte, versuchte Darmstadts Nummer sieben zu erklären, wie einige der bisherigen sechs Niederlagen zustande gekommen sind.

"Wenn wir am Limit spielen, können wir jeden Gegner schlagen"

Die Begegnung gegen Unterhaching hätte leicht zu einem von Sailer angesprochenen Fall werden können. Die Gäste haben in dieser Spielzeit oftmals zwei Gesichter gezeigt, die Mannschaft besteht zum Großteil aus blutjungen Spielern und Darmstadt war bereits vor der Partie seit fünf Spielen ungeschlagen. Da hätte es schnell passieren können, ein paar Prozent weniger abzurufen. Doch nicht mit dem Team von Dirk Schuster. Alle Spieler zeigten von der ersten Minute den gewohnt hohen Einsatz, jeder war heiß auf den nächsten Sieg. „Wenn wir am Limit spielen, können wir jeden Gegner schlagen. Aber wenn wir nur fünf Prozent weniger abrufen, bekommen wir Probleme“, beschreibt Matchwinner Dominik Stroh-Engel die Mentalität im Team.

Voller Einsatz gegen Heidenheim

Überhaupt, Stroh-Engel. Nachdem der große Stürmer in Osnabrück einen ganz schweren Stand hatte, zeigte er gegen Unterhaching eine ganz starke Leistung, gekrönt von seinen zwei Treffern. Allerdings holte er sich auch die fünfte Gelbe Karte der Saison ab und ist damit im Spitzenspiel gegen Heidenheim gesperrt. „Heidenheim wird schwer, aber auch machbar. Wir haben das Hinspiel gewonnen und uns Respekt verschafft“, zeigt sich Stroh-Engel dennoch entspannt. Genau für einen solchen Fall wurde in der Winterpause Markus Ziereis geholt, der im Training bislang einen sehr guten Eindruck hinterließ. Generell versprüht das Team eine Lust am Fußball, die das Publikum mitreißt, Mannschaft und Fans bilden die oft zitierte Einheit. In Osnabrück waren bereits über 500 Auswärtsfahrer mit dabei, gegen Heidenheim wird diese Zahl noch überboten werden. Eins wird das Team aus Darmstadt auch dort wieder tun: Vollen Einsatz zeigen.

FOTO: Claus Krentscher

 

 

   
Back to top button