"Dann hast du natürlich Bock": Rückt der FCS nochmal oben ran?

Beim 5:2 im Nachholspiel bei Viktoria Köln feierte der 1. FC Saarbrücken am Mittwochabend den zweiten Auswärtssieg binnen vier Tagen und stellte zudem seine Qualitäten vor dem Tor unter Beweis. Geht noch was nach oben? Die Hoffnung lebt.

"Hat sich wie ein Heimspiel angefühlt"

Nachdem der FCS in den ersten drei Spielen des Jahres trotz 70 Torschüssen nur einmal getroffen hatte, waren rund um den Ludwigspark bereits erste Diskussionen über die Qualitäten im Angriff aufgekommen. Doch spätestens mit dem Kantersieg in Köln am Mittwochabend haben die Saarländer die Debatte nun im Keim erstickt. "Es freut mich sehr, dass wir so viele Tore geschossen haben, denn das war immer ein Kritikpunkt, dass wir zu wenig Tore machen", sagte Trainer Rüdiger Ziehl nach der Partie bei "MagentaSport".

Bei der Viktoria netzte der FCS über Naifi (3.) und Brünker (47.) zunächst zu Beginn beider Halbzeiten ein, zudem hatte Saarbrücken auf die beiden Gegentore (55. / 90.+1) die direkten Antworten durch Naifi (68.) und Civeja (90.+2). Hinzukam noch ein Treffer von Kerber (85.). "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und es gegen Ende dann souverän runtergespielt", lobte Ziehl und sprach auch den mitgereisten Fans ein Lob aus: "Es hat sich wie ein Heimspiel angefühlt." Insgesamt zeigte sich der Coach "sehr zufrieden" mit der der Leistung der Mannschaft. "Das war ein rundum gelungener Abend."

"Gibt wieder Aufschwung"

Dem konnte auch Kai Brünker beipflichten. "So ein Spiel gibt wieder Aufschwung. Wir waren alle griffig und haben richtig Bock gehabt, das Spiel zu gewinnen. Jeder hat den anderen mitgezogen." Auf die fehlende Kaltschnäuzigkeit zu Beginn des Jahres angesprochen, betonte der Angreifer, dass es "nur eine Frage der Zeit" gewesen sei, "bis die Dinger reingehen". Sieben Tore in den letzten beiden Partien sprechen klar für die Qualität im Angriff, zumal in Köln sogar noch ein deutlich höherer Sieg möglich gewesen wäre, hätte Keeper Voll nicht mehrmals stark pariert.

Hoch zu gewinnen, sei "natürlich immer schön. Das verändert die ganze Trainingswoche. Die Stimmung ist gut, es läuft laute Musik und es werden Späße gemacht", so der 29-Jährige. Auswärts ist der FCS nun bereits seit sieben Spielen unbesiegt. Warum es auf fremden Plätzen so gut läuft, dafür hatte Brünker keine Erklärung: "Das kann ich nicht sagen. Vielleicht hat es was mit dem Druck zu tun, wobei ich zuhause noch motivierter bin."

Platz 3 im Visier? "Mache mir keinen Druck"

Vor eigener Kulisse geht es am Sonntag auf neuem Rasen gegen Arminia Bielefeld weiter. Setzt der FCS seine Aufholjagd dann fort? Derzeit fehlen den Saarländern neun Punkte zum Relegationsplatz, allerdings steht Mitte April noch ein weiteres Nachholspiel an. "Ich habe in den letzten Wochen nicht auf die Tabelle geschaut und mache mir da auch keinen Druck", sagte Brünker. Erst "gegen Ende" will der 29-Jährige einen Blick auf die Rangliste werfen. "Wenn man dann sieht, dass man gar nicht weit weg ist, dann hast du natürlich auch Bock, da drauf zu kommen."

Aber jetzt gehe es erstmal darum, Woche für Woche zu arbeiten und jedes Mal 110 Prozent abzurufen. "Der Rest kommt dann von alleine." Kann der FCS in den nächsten Wochen an die Leistung aus den letzten beiden Partien anknüpfen, könnte tatsächlich noch etwas in Richtung Aufstiegsplätze gehen.

 

   
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