Daniel Ischdonat – ein Mann wie eine Wand

Seit sich im Februar Trainer Gerd Dais wieder seinen Wurzeln – nämlich dem SV Sandhausen – angeschlossen hat, steht auch ein anderer im Fokus: Torhüter Daniel Ischdonat, den Dais nach seiner Rückkehr postwendend ins Tor zitierte. Nur 2 der letzten 30 (!) saisonübergreifenden Ligaspiele gingen verloren, großen Anteil daran hat sicherlich Schlussmann Ischdonat. Im Laufe der bisherigen 17 Saisonspieltage musste er lediglich 14 Mal hinter sich greifen. Letzte Saison stand sogar bei 10 der letzten 13 Spiele die 0. Eine herausragende Leistung, die er aktuell nur unterstreichen kann.

Defensive als Schlüssel zum Erfolg

Was unterscheidet Ischdonat von den Vorgängern Kornetzky und Löhe? Löhe hat er sicherlich die Erfahrung voraus, die er mit seinen 35 Jahren – scheinbar optimalstes Torwartalter – reichlich hat.
Im Gegensatz zu Kornetzky strotzt er nur so vor Sicherheit und Ballgefühl. Nur einmal gab es in den letzten Jahren einen Mann, der ähnlich viel Sicherheit an seine Vorderleute ausstrahlte wie Ischdonat jetzt: Marjan Petkovic, der aktuell verletzte Torhüter von Zweitligist Eintracht Braunschweig. In der letzten Saison gelang es dem Team mit der besten Abwehr als Meister in die zweithöchste deutsche Spielklasse auszusteigen. Eine geradezu meisterliche Defensive stellt auch der SVS mit Ischdonat  und Abwehrchef Schulz, deren Zusammenspiel nicht harmonischer sein könnte.

Vom Torwarttrainer zur unangefochtenen Nummer 1

Der 1,85m große gebürtige Leverkusener – der bei Bayers U19 die ersten Profischritte tätigte – steuerte im Laufe seiner Karriere neben dem Heimatverein auch Eintracht Trier, den FSV Mainz und den FSV Frankfurt an. Ursprünglich als Torwarttrainer angeheuert, erwies sich der Routinier als fleischgewordener Glücksgriff. In seiner bisherigen Laufbahn gelang es ihm 5 Elfmeter zu halten, die 3 Mal zum Sieg und einmal zumindest zum Punktgewinn führten. Eben ein (Schluss)Mann für alle Fälle.

Vorzeichen auf Herbstmeisterschaft stehen gut

Als Daniel Ischdonat in der 2.Bundesliga-Saison 2007/2008 zuletzt auf den VfL Osnabrück traf, konnte er mit Mainz im Hin- und Rückspiel Siege einfahren. Die Vorzeichen auf einen positiven Spielausgang stehen gut, zumal der SVS seit 9 Monaten – seit Ischdonat im Tor ist – nicht ein einziges Mal zu Hause verlor. Der VfL Osnabrück hingegen kommt seit Wochen nicht aus dem Knick und konnte auswärts nur 2-mal siegen. Ein Sieg gegen die Niedersachsen würde für die Badner sogar den vorzeitigen Gewinn der Herbstmeisterschaft bedeuten, was laut Dais jedoch ohnehin nur einen ‚Titel ohne Wert‘ darstellt. Mit einem allzeit souveränen Ischdonat  gegenüber den zaghaften Torschützen des VfL, mache zumindest ich mir keine ernsthaften Sorgen, dass es nicht mindesten zu einem einfachen Punktgewinn reicht.

Auch ohne Rambo im Tor zollt ihm der Gegner Respekt

Des Weiteren gönnt man dem sympathischen Kumpeltyp, der laut Kicker mal wieder den 2. Frühling erlebt – welchen er laut eigenen Aussagen immer wieder erlebt sobald er irgendwo zum Stammtorhüter wird – oder den 3. oder 4. einen weiterhin verheißungsvollen Saisonverlauf mit obendrein überwiegend weißer Weste. Ob es am übermäßigen Respekt liegt oder an der erhabenen Defensivqualität der Sandhäuser Abwehrreihe um Ischdonat, auf jeden Fall wirkt es und kaum ein Gegner schafft es ihn zu überwinden.

FOTO: Nina Herzog

   
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