Dämpfer für den FSV Zwickau: "Dominanz gewinnt keine Spiele"

Die Freude beim FSV Zwickau nach dem erfolgreichen Saisonstart hat die Schwäne nicht einmal ein Spiel getragen. Schon im zweiten Ligaspiel bedeutete die 0:3-Niederlage beim SV Meppen gleich wieder einen Dämpfer für die Westsachsen. Trainer Joe Enochs trauerte in seiner Analyse einem verlorenen Punkt hinterher.

"Haben Meppen ins Spiel geholt"

Wie ein begossener Pudel haderte der FSV-Coach mit den vergebenen Chancen seines Teams vor allem vor der Pause. "Wir haben den Großteil der ersten Halbzeit dominiert, aber Dominanz gewinnt keine Spiele", beklagte Enochs am "MagentaSport"-Mikrofon die fehlende Konsequenz seines Teams bei den tatsächlich guten Torgelegenheiten. Außerdem vermisste der 50-Jährige bei seinem Team gegen die von einer schweren 0:5-Pleite im Landespokal gebeutelten Gastgeber die notwendige Kaltschnäuzigkeit. "Wir haben", monierte Enochs, "gegen einen komplett verunsicherten Gegner gespielt, aber wir Meppen durch einfache Fehler selbst ins Spiel geholt".

Sein Gesamtfazit nach dem Hattrick von Meppens Matchwinner Marvin Pourie in der Schlussphase fiel ungeachtet einer über 40-minütigen Unterzahl durch einen Platzverweis für Jan Löhmannsröben (49.) auf der Pressekonferenz entsprechend ernüchtert aus. "Ich hasse es, wenn man sagt, dass man dominiert hätte und nur die Chancen nicht genutzt hat. Ich bin deswegen auch sehr enttäuscht, denn das war eine unnötige Niederlage."

Keine Sündenbock-Rolle für Löhmannsröben

Aus Sicht des US-Amerikaners war die gelb-rote Karte gegen seinen Neuzugang nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel zwar "der Knackpunkt", aber als Verlierer hätte seine Mannschaft dennoch nicht vom Platz gehen müssen, meinte Enochs: "Wir haben danach lange viel gut wegverteidigt, aber dann war das erste Tor entscheidend, was mich ärgert, denn wir hätten einen Punkt mitnehmen können." Zum Sündenbock wollte Enochs Löhmannsröben aber nicht abstempeln, nachdem dieser zweimal binnen drei Minuten Gelb gesehen hatte. "Ich bin keiner, der nach Niederlagen nach einem Schuldigen sucht", stellte der Kalifornier klar. Vielmehr sei "wichtig, dass wir alle, die Spieler und auch ich, aus dieser Niederlage lernen".

Für die weiteren Partien der Englischen Wochen am Dienstag gegen den MSV Duisburg und vier Tage später beim Aufsteiger SV Elversberg jedoch steht Regeneration noch vor der Fehleranalyse auf der Agenda. Für die richtige Einstellung an der Wedau erinnert Enochs vor allem an den erfolgreichen Saisonauftakt mit dem 3:2-Sieg gegen den Halleschen FC: "Wenn wir an die Leistung aus dem Spiel gegen Halle anknüpfen, haben wir gegen Duisburg eine gute Chance."

   
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