Dämpfer für den BTSV: "Ein paar Fehler zu viel gemacht"

Von

© imago/Hübner

Bis auf einen Zähler hätte Eintracht Braunschweig mit einem Sieg gegen Wehen Wiesbaden an das rettende Ufer heranrücken können, doch am Ende setzte es eine 2:3-Niederlage –  und das Ende des Höhenflugs. Trainer André Schubert sprach die Fehler seiner Mannschaft nach Spielende offen an und gab sich kämpferisch, während der Elfmeter für Wiesbaden Diskussionsstoff bot.

Schubert legt Finger in die Wunde

Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen ließen bei Eintracht Braunschweig den Glauben an den Klassenerhalt zurückkehren, entsprechend kommt die Pleite gegen Wiesbaden nun einem Dämpfer gleich. "Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht", stellte Trainer André Schubert im "Telekom"-Interview nach Spielende kurz und schmerzlos fest. Gemeint war vor allem das Verhalten bei den ersten beiden Gegentreffern in der 17. und 31. Minute, als Mockenhaupt und Diawusie zu viel Platz hatten. "Wir wollten den Gegner nicht dazu einladen, in unserer Kurzpassspiel zu pressen – genau das ist aber leider zweimal passiert", haderte Kapitän Stephan Fürstner.

Was dem Eintracht-Coach ebenfalls missfiel, waren die zahlreichen taktischen Fehler. "Zudem sind wir nicht richtig ins Spiel gekommen und waren in der ersten Halbzeit in den Zweikämpfen nicht präsent", legte Schubert den Finger in die offene Wunde. "Es waren individuelle Fehler, die uns auf diesem Niveau nicht passieren dürfen." Auf der anderen Seite bewiesen die Löwen aber zweimal Moral und kamen erst durch ein Eigentor von Kofi-Kyreh zum Ausgleich (23.) und in der Schlussphase durch einen Treffer von Yari Otto (73.) nochmal auf 2:3 ran.

"Für mich ist das ist kein Elfmeter"

Dazwischen lag ein Elfmeter für den SV Wehen Wiesbaden (60.), der für Diskussionen sorgte. Was war passiert? SVWW-Angreifer Agyemang Diawusie kam kurz vor dem Strafraum an den Ball, drehte sich, wollte an Fürstner vorbei und ging dann zu Fall. "Er legt sich den Ball zu weit vor. Und die einzige Chance, die er dann noch hat, ist in mich reingehen", schilderte der BTSV-Kapitän die Szene aus seiner Sicht und hielt fest: "Für mich ist das ist kein Elfmeter." Als entscheidenden Grund für die Niederlage sah Fürstner die Situation aber nicht: "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit hergegeben."

Schubert hielt sich mit einer Beurteilung derweil zurück: "Er hat ihn gegeben, fertig. Es ist müßig, das jetzt noch zu diskutieren." Stattdessen richtete der Eintracht-Coach die Blicke bereits auf das bevorstehende Kellerduell bei Fortuna Köln am kommenden Samstag: "Wir müssen das Spiel jetzt aufarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus ziehen." Auch Fürstner gab sich nach dem Rückschlag kämpferisch: "Wir werden wieder aufstehen und weiter kämpfen", kündigte der 31-Jährige an. Mit einem Sieg kann sich der BTSV im Kampf um den Klassenerhalt zurückmelden – und gleichzeitig einen direkten Konkurrenten in Schach halten.

   
  • ironimus

    Braunschweig hat nach der katastrophalen Vorrunde offenbar die Kurve gekriegt. Aber man sollte nicht so vermessen sein, nun jedes Spiel gewinnen zu können. Der Weg zum Klassenerhalt könnte noch lang und steinig werden.

Hinweis: Seit dem 25. Mai gilt unsere neue Datenschutzerklärung.