Chemnitzer FC will mit Heimsieg den Nicht-Abstiegsplatz sichern

Mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ambitionen sind der Chemnitzer FC und die Spielvereinigung Unterhaching in die diesjährige Drittligasaison gestartet. Während der CFC nach dem sechsten Platz in der abgelaufenen Spielzeit sich diesmal weiter steigern wollte, um im besten Fall sogar im Aufstiegskampf mitmischen zu können, stand für die Spielvereinigung Unterhaching aufgrund der begrenzten, finanziellen Möglichkeiten zunächst der Klassenerhalt auf der Prioritätenliste ganz weit oben. Nun treffen die ehemaligen Zweitligisten am Samstag um 14.00 Uhr im Chemnitzer Stadion an der Gellertstraße am ersten Rückrundenspieltag aufeinander (live im Ticker auf liga3-online.de).

Die Rückkehr des Fabian Stenzel

Die Bilanz zuletzt ist für den CFC absolut erfreulich, denn drei Spiele in Serie wurden nicht verloren. Jeweils zwei Unentschieden in den Auswärtsspielen bei Holstein Kiel und beim VfB Stuttgart II gab es für die Sachsen. Zudem gesellt sich ein überzeugender 2:0-Heimsieg über die SV Elversberg dazu. Allerdings ist trotz zuletzt fünf Punkten aus drei Partien das „Abstiegsgespenst“ bei den „Himmelblauen“ noch nicht vertrieben, denn mit 22 Punkten belegt man den 16. Tabellenplatz. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz liegt damit bei drei Zählern.

Abwehrmann Fabian Stenzel hat seine Drei-Spiele-Sperre nun abgesessen und drängt auf einen Einsatz. Nun könnte Stenzel Pierre le Beau auf der Position des Rechtsverteidigers ersetzen. Im defensiven Mittelfeld würde der junge Kolja Pusch agieren, der zuletzt konstant gute Leistungen auf dieser Position liefern konnte. Mit einem Heimsieg gegen die Hachinger soll der Punkteabstand zu den unteren Tabellenplätzen weiter vergrößert werden. Der schwierigen Situation sind sie sich durchaus bewusst, wie sie im Gespräch mit dem „Kicker“ deutlich gemacht haben. "Wir haben den Abstiegskampf angenommen. In unserer Situation geht es nur mit 100 Prozent Leidenschaft", so Pusch. Von der Qualität in seinem Team zeigt sich Führungsspieler und Top-Scorer Ronny Garbuschewski hingegen sichtlich angetan: „Wir werden es noch zeigen, dass wir gute Fußballer in der Mannschaft haben."

Haching will die Negativserie stoppen

Deutlich positiver gestaltet sich hingegen die Situation bei der Spielvereinigung aus Unterhaching. Aus der finanziellen Not versucht der Verein aus dem Münchener Süden eine Tugend zu machen und so setzt man vermehrt auf junge, talentierte Spieler, die preisgünstig und dazu exzellent ausgebildet sind. Ihre Ausbildung genossen sie teils in den Nachwuchsabteilungen des FC Bayern München und des TSV 1860 München. Die Schromm-Schützlinge favorisieren einen technisch sauberen Fußball, der allerdings nur unzureichend die Zuschauer ins heimische Stadion lockt. Mit 2200 Zuschauern pro Spiel belegt man einen hinteren Platz in diesem Ranking. Einzig die beiden Reserveteams vom VfB Stuttgart und Borussia Dortmund und der Aufsteiger SV Elversberg mobilisieren weniger Zuschauer für die Heimspiele. Die Forderung von Trainer Claus Schromm ist klar: „Entscheidend für unseren Erfolg ist, dass sich jeder seiner Rolle bewusst ist. Bei unserem variablen Offensivspiel muss jeder Spieler in bestimmte Situationen die Aufgaben seines Nachbarn übernehmen, muss einmal innen, dann außen verteidigen, dann auf die Sechs rücken oder ins Mittelfeld, jeder muss im Kopf schnell umschalten können, sich klar werden, welchen Job er gerade hat.“

Die bisherige Saison verlief durchaus erfolgsversprechend für die Bayern, denn 27 Punkte nach 19 Partien bedeuten den achten Rang mit nur vier Punkten Rückstand auf Relegationsplatz drei. Der Trend spricht allerdings nicht unbedingt für die Hachinger, denn die letzten drei Partien in Osnabrück und Duisburg und gegen den 1. FC Heidenheim wurden allesamt verloren. Nun erhofft man sich einen Auswärtssieg in Chemnitz. Aufgrund der Finanznot gibt es immer wieder die Gefahr, dass talentierte junge Spieler den Verein verlassen. Zunächst liegt jedoch der komplette Fokus auf dem morgigen Match beim CFC, was auch Schromm deutlich macht: „Wir wollen die Tugenden der ersten 20 Minuten gegen Heidenheim mitnehmen und die Effektivität erhöhen. Wir freuen uns auf alle Fälle auf diese Spiele.“

So könnten sie spielen:

Chemnitzer FC: Pentke – Stenzel, Conrad, Bankert, Birk – Hensel, Pusch – Garbuschewski, Kegel, Makarenko – Fink

SpVgg Unterhaching: Müller – Welzmüller, Hofstetter, Hummels, Schwarz – Willsch, Moll, Hufnagel, Götze – Haberer,Voglsammer

 

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   
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