Chemnitzer FC: Stürmergala gegen Rot-Weiß Erfurt

Der Chemnitzer FC baut seine Erfolgsserie durch einen 2:1-Heimsieg über den FC Rot Weiß Erfurt weiter aus. Das Sturmduo Frank Löning (51.) und Anton Fink (60.) brachte die Himmelblauen kurz nach der Halbzeit auf die Siegerstraße. Erst kurz vor dem Abpfiff machte es der Gast aus Erfurt durch den Anschlusstreffer von Raphael Czichos (90.) zwar noch einmal spannend, verhindern konnten die Thüringer ihre siebente Ligapleite in Folge damit dennoch nicht. Während RWE auf den 10. Platz abrutschte, schob sich der CFC mit dem dritten Sieg in Serie auf den 6. Platz.

Pentke hält CFC im Spiel – Löning und Fink sorgen für klare Verhältnisse

Vor 7.077 Zuschauern fanden die Himmelblauen zunächst deutlich besser in die Partie als die merklich verunsicherten Gäste. In der Defensive zeigte sich der CFC sehr stabil, was auch daran lag, dass Dan-Patrick Poggenberg und Marc Endres nach abgesessener Gelbsperre in die Viererkette zurückkehrten. Besonders motiviert zeigte sich zudem Fabian Stenzel, der gegen seinen Ex-Verein die erste gute CFC-Chance besaß, nach Poggenberg-Zuspiel allerdings an RWE-Keeper Philipp Klewin scheiterte. Nach diesem „Warnschuss“ schien Erfurt aufgewacht zu sein. In einer zunehmend von Taktik geprägten Begegnung gelang es den Thüringern langsam aber sicher sich freizuschwimmen und selbst den Weg in die gegnerische Hälfte zu suchen. In dieser Spielphase war es dann Philipp Pentke, der die Hausherren mit guten Paraden im Spiel und sein Gehäuse sauber hielt. Nach dem Seitenwechsel besaß zunächst Erfurts Kammlott eine gute Torgelegenheit (47.), doch während der Schuss des Angreifers im letzten Moment geblockt wurde, machte es Frank Löning auf der Gegenseite besser. Einen Abpraller von Klewin setzte der Winterneuzugang aus fünf Metern in die Maschen (51.). Keine zehn Minuten später bestrafte Anton Fink einen kapitalen Bock des Erfurter Raphael Czichos und erhöhte nach schönem 40-Meter-Solo eiskalt auf 2:0. Dem Team von Christian Preußer war anschließend lediglich Ergebniskosmetik beschieden. Als Kevin Conrad den pfeilschnellen Federico Palacios-Martinez nur noch per Foul stoppen und Schiedsrichter Franz Prokop folgerichtig nur auf den Punkt zeigen konnte, durfte Czichos seinen Fehler vor dem 0:2 vom Elfmeterpunkt aus wettmachen.

Schlussspurt geht weiter

Hätte, wenn und aber zählen allgemein nicht, sondern nur die nüchternen Ergebnisse. Und nach denen steht der CFC vor dem sonntäglichen Duell zwischen dem Halleschen FC und Holstein Kiel mit 49 Punkten auf Platz 6. Bedenkt man, wie oft Punkte unnötigerweise liegen gelassen wurden, wird klar, dass in dieser Saison mehr möglich gewesen wäre. Allerdings offenbarten die Himmelblauen auch gegen den FC Rot-Weiß Erfurt eben jene Schwächen, die den Unterschied zwischen Platz 6 und der Ligaspitze ausmachen. Durch einen Fehler des CFC im Vorwärtsgang förmlich zum Kontern eingeladen, vermochte es Erfurt nicht, in der 59. Minute die große Gelegenheit zum Ausgleich auszunutzen. Eine Mannschaft wie Bielefeld hätte die kurze Konzentrationsschwäche sicherlich besser zu nutzen gewusst und vor allem im direkten Gegenzug nicht durch einen katastrophalen Ballverlust das vorentscheidende 2:0 ermöglicht. „Symptomatisch für unsere Situation ist die Szene vor dem 2:0, wo wir es nicht schaffen, einen guten Konter zum Ausgleich zu fahren und stattdessen das zweite Tor bekommen.“, zeigte sich RWE-Trainer Christian Preußer nach der Partie sichtlich enttäuscht. Die Schwächen des Gegners wusste an diesem Tag nur der CFC auszunutzen, was Karsten Heine mit gewissem Wohlwollen registrierte.  „Aktuell haben wir das Glück, dass wir kleine Fehler des Gegners in Tore ummünzen können.“, so der Trainer der Himmelblauen. Mit seiner Elf ist er mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen.

   
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