Chemnitzer FC: Remis in Großaspach ist zu wenig

Der Chemnitzer FC konnte eine zwischenzeitliche Führung gegen die SG Sonnenhof Großaspach nicht in einen Sieg ummünzen. Im Verfolgerduell der 3. Liga trennten sich CFC und SG mit 2:2 (1:1).

Großaspach bleibt Angstgegner

Was für Superman das Kryptonit darstellt, ist für Chemnitz die SG Sonnenhof Großaspach. Die Mannschaft aus dem Ländle bleibt für den CFC ein Schreckgespenst. Im sechsten Anlauf mussten sich die Himmelblauen mit dem fünften Spiel ohne Sieg begnügen. Für den Aufstiegsaspiranten war das die SG am Samstagnachmittag einmal mehr der Partyschreck. Dabei ging es eigentlich ganz gut los. Dennis Mast hatte nach elf Minuten die Chance zur Führung, verpasste eine Eingabe von Dennis Grote aber um Haaresbreite. Besser machte es die Leihgabe von Zweitligist Arminia Bielefeld in der 27. Minute. Nach Zusammenspiel mit Grote, fälschte Mast einen Distanzschuss von Grote unhaltbar ab. Quasi im Gegenzug glich Mario Rodriguez für die SGS aus (30.). Kurios: Bis zur Winterpause trug die Leihgabe von Dynamo Dresden noch das Trikot der Himmelblauen. Die Gastgeber waren nun am Drücker und belohnten sich nach dem Seitenwechsel. Lucas Röser nutzte die Passivität der Chemnitzer Defensive aus und köpfte zum 2:1 ein (59.).

Joker Hansch trifft ins Tor und ans Alu

"Ich bin froh, dass wir nach dem Rückstand noch den Ausgleich gemacht haben. Nach den schwierigen Bedingungen in der Vorbereitung wussten wir nicht genau, wo wir stehen und was uns heute erwartet“, wertete Sven Köhler nach Abpfiff. Der CFC-Coach hatte die passende Antwort auf Großaspachs Führung in der 64. Minute gefunden: Florian Hansch. Der 21-jährige Wirbelwind erwies sich als Belebung des zuvor immer weiter abflauenden CFC-Sturms. Nach kapitalem Bock von SGS-Keeper Kevin Broll netzte Hansch zum Ausgleich ein (75.). Kuriosum Nummer zwei: Eben gegen jenen Hansch konnte sich Mario Rodriguez nicht als "Aufrücker“ durchsetzen. Die Dresdner Leihgabe suchte deshalb ihr Glück in Großaspach. Später hatte Hansch gar die Führung für den CFC auf dem Fuß, traf aus 16 Metern aber nur den Pfosten (88.). "Das Unentschieden wird beiden Mannschaften gerecht“, resümierte Sven Köhler. So richtig nützt es aber weder dem CFC noch der SG. Der Abstand auf Relegationsrang drei beträgt nun drei, respektive vier Punkte. Und nächste Woche muss der CFC zuhause gegen den Tabellenvierten aus Halle ran, während Großaspach nach Regensburg muss.

   
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