Chemnitzer FC: Klassenerhalt noch nicht perfekt

Noch hat es der Chemnitzer FC nicht gepackt, die letzten Punkte für den Klassenerhalt einzutüten. Im Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden unterlag der CFC mit 0:1. Um das Abstiegsgespenst endgültig von der Gellertstraße zu vertreiben, muss nun in einem der letzten drei Saisonspiele ein Sieg her. Mit Holstein Kiel, dem SV Elversberg und dem VfB Stuttgart II trifft Chemnitz dabei auf drei Mannschaften, die selbst noch mitten im Abstiegskampf stecken.

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Wachsmuths Bewährungschance bleibt ungenutzt

Dass die Himmelblauen nicht bereits in der hessischen Landeshauptstadt die letzten Zähler für ein weiteres Drittligajahr einheimsten, ist zunächst einer löchrigen linken Abwehrseite zu verdanken. Gerade im ersten Durchgang liefen immer wieder Angriffe über die rechte Wehener Seite, gerade den wuseligen Tobias Jänicke bekam Chemnitz nicht in den Griff. Eben jener Jänicke war es auch, der bereits in der 9. Minute Thomas Birk narrte und zum Führungstreffer einnetzte. Die Chemnitzer Viererkette, die zuletzt im Heimspiel gegen Erfurt einen überzeugenden Auftritt (bei gleichzeitig starker Offensivleistung) hinlegte, war von Karsten Heine auf einer Position geändert wurden. Kevin Conrad musste aufgrund eines Jochbeinbruchs passen, der zuvor gesetzte Innenverteidiger dürfte den Rest dieser Saison ausfallen. Stattdessen bekam Toni Wachsmuth eine Bewährungschance. Dem 27-jährigen traf beim Wiesbadener Treffer keine Schuld, aufgrund einer gelben Karte fiel er aber dennoch einer Mannschaftsumstellung zum Opfer und wurde zum Pausentee gegen Förster ausgewechselt. Am Saisonende wird Wachsmuths Zeit in Himmelblau wohl enden, der Vertrag läuft aus, der FC Carl Zeiss Jena soll an einer Verpflichtung interessiert sein.

Fink wettert gegen den Schiedsrichter

Der Einsatz Benjamin Försters wie auch die späteren Einwechslungen von Sascha Pfeffer und Marc Hensel sollten keine Wende in diesem Spiel mehr bringen. Anton Finks Zielwasser war an jenem Karsamstag nicht stark genug, und auch der zuletzt auftrumpfende Marcel Hofrath blieb trotz Besuch seines Zwillingsbruders Sascha (aktiv bei TURU Düsseldorf II) ohne Fortune. Kurzum: Wiesbadens Torhüter Markus Kolke war nicht zu überwinden. Der CFC-Toptorschütze Fink hatte derweil einen anderen Schuldigen an der Niederlage ausgemacht: Im Interview mit dem MDR kritisierte der Schiedsrichter Stefan Glasmacher, der jede Aktion gegen die Chemnitzer abgepfiffen hätte. Laut Trainer Karsten Heine sei die Niederlage jedoch kein Grund, jetzt in Panik zu verfallen. Kommende Woche läuft im Heimspiel gegen Kiel der nächste Versuch, den Klassenerhalt klar zu machen.

FOTO: Roman Richter

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