Chemnitzer FC: Dartsch trifft – Kunz hält Sieg fest

Der 21-jährige Youngster Alexander Dartsch stahl an seinem Geburtstag mit seinem ersten Profitor allen übrigen Protagonisten der Partie zwischen dem Chemnitzer FC und dem SV Wehen Wiesbaden die Show. Die beiden Spieler des Spiels standen jedoch zwischen den Pfosten.

Sturmreihen verzweifeln an Kevin Kunz und Markus Kolke

Sie flogen durch den Strafraum und kratzten praktisch jeden Ball von der Linie. Die Rede ist von CFC-Keeper Kevin Kunz und seinem Gegenüber, SVWW-Schlussmann Markus Kolke. In einer über weite Strecken spielerisch äußerst schleppenden Partie konnten sich beide Torhüter bisweilen über mangelnde Arbeit nicht beschweren. In einer chancenarmen 1. Halbzeit kratzte Kevin Kunz einen Freistoß von Patrick Mayer kurz vor dem Pausenpfiff noch von der Linie und bewahrte die Seinen somit vor dem Rückstand. Im zweiten Durchgang stand dann auch Markus Kolke mehr und mehr im Mittelpunkt des Geschehens. Erst parierte Kolke gegen Philip Türpitz (56.), ehe er kurz darauf einen Fink-Freistoß sensationell um den Pfosten lenkte (62.). In der 83. Minute war aber auch der tapfer kämpfende Kolke geschlagen. Christian Cappek drängte von der linken Außenbahn energisch in Richtung Strafraum, luchste der Gästeabwehr den Ball per Pressschlag ab und setzte damit Alexander Dartsch in Szene. Dartsch, der just an seinem Geburtstag von Trainer Karsten Heine als Joker für die letzten zehn Minuten in die Partie geworfen wurde, vermochte das zu schaffen, woran der Rest des kickenden Personal an diesem Tage scheiterte. Mit einem satten Linksschuss ins rechte Eck überwand Dartsch Markus Kolke und erzielte das goldene Tor.

Fahriger Spielaufbau und einfache Ballverluste – Kunz hält die Null fest

Die erste Halbzeit ist wahrlich nichts für Fußballästheten gewesen. Viele einfache Ballverluste, fehlende Abstimmung, Pässe ins Niemandsland, an einen geordneten Spielaufbau war entsprechend nicht zu denken. 8.085 Zuschauern, darunter 16 Anhänger des SVWW wollte diese spielerische Magerkost so gar nicht schmecken. Einzig Philip Türpitz, der nach Magen-Darm-OP ein ordentliches Startelfdebüt feierte, sorgte mit einem Pfostenschuss für kurzes Raunen im Stadionrund (28.). „In den ersten 20 Minuten haben wir den Ball gegen defensive Gäste gut laufen lassen. Danach haben wir leider die Zielstrebigkeit vermissen lassen, sodass das Spiel bis zur Halbzeit dahinplätscherte“, monierte CFC-Trainer Karsten Heine. Nachdem Kolke im zweiten Spielabschnitt dann fast schon berühmt geschossen wurde und Alexander Dartsch doch die Null von der Anzeigetafel „wegballern“ konnte, nahm das Spiel richtig an Fahrt auf. Wehen Wiesbaden rannte dem Rückstand hinterher und Kevin Kunz musste ein ums andere mal sein ganzes Können unter Beweis stellen, um die Null festzuhalten. Gleich dreimal besaß Luca Schnellbacher alle Freiheiten, aus Nahdistanz den Abschluss zu suchen, scheiterte dabei aber gleich zweimal per Kopf an Kunz (85./86.). Als Kunz kurz darauf doch schon geschlagen schien und Schnellbacher den Ball aus 12 Metern im CFC-Tor versenkte, verhinderte eine umstrittene Abseitsentscheidung den Ausgleich (89.). „Ich freue mich über unseren Torhüter Kevin Kunz, der mit Glanzparaden den Sieg festhielt“, wusste Heine, bei wem er sich nach dem Abpfiff zu bedanken hatte. Und noch ein Spieler hatte sich ein Sonderlob seines Trainers verdient. „Diese Gier auf ein Tor zeigte Alexander Dartsch, für den ich mich sehr freue“, so Heine. Mit einem wichtigen Heimsieg im Gepäck tritt seine Mannschaft nun am kommenden Wochenende bei der SG Dynamo Dresden zum Sachsenderby an.

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