Chemnitzer FC: Abwehr stark – Angriff hängt in der Luft

Dynamo Dresden ist der große Gewinner des 6. Spieltags der 3. Liga. Im Sachsenderby setzten sich die Schwarz-Gelben durch einen Treffer von Pascal Testroet mit 1:0 (0:0) gegen den Chemnitzer FC durch und festigen damit die Tabellenführung. CFC-Keeper Kevin Kunz muss nach einer Tätlichkeit vorzeitig in die Kabine.

Pascal Testroet macht den Unterschied

Der Chemnitzer FC hatte sich für die Partie in Dresden viel vorgenommen. Dies unterstrichen die Himmelblauen durch eine aggressive, auf frühes Pressing ausgelegte Spielweise. Die gute Raumaufteilung in der Defensive ließ Gastgeber Dynamo Dresden wenig Raum, das eigene Spiel zu entfalten. Anspiele in die Spitze landeten oftmals geradewegs bei den Verteidigern des CFC. Zudem wusste Linksverteidiger Kevin Conrad seinen Gegenspieler Justin Eilers über weite Strecken vollkommen aus dem Spiel zu nehmen. Der SGD-Stürmer, mit sechs Treffern derzeit bester Torjäger der 3. Liga, kam entsprechend selten zum Abschluss. Doch Dynamo Dresden wäre nicht Aufstiegsanwärter Nummer eins, wenn sie nicht über andere Spieler verfügen würden, die in einem Spiel auf Augenhöhe den Unterschied machen. Einer jener Spieler ist Pascal Testroet, der in der 52. Minute nach Ablage von Marco Hartmann zum 1:0 einschieben konnte. Zwar besaßen die Hausherren vor ausverkauftem Haus noch weitere, verheißungsvolle Chancen, die Führung in die Höhe zu schrauben, doch fehlte es letztlich am entscheidenden Pass. Aus diesem Grund konnte sich CFC-Schlussmann Kevin Kunz selten auszeichnen, wenngleich er kurz vor Spielende doch noch einmal im Mittelpunkt stehen sollte. Nach einer unnötigen und gleichermaßen unüberlegten Attacke gegen Sinan Tekerci sah der neue Stammtorhüter völlig zu Recht die Rote Karte.

"In der Offensive ohne Druck"

An der eingespielten Viererkette um Fabian Stenzel, Marc Endres, Nils Röseler und Kevin Conrad hat es definitiv nicht gelegen, dass der CFC beim Spitzenspiel als Verlierer vom Platz gehen musste. Im Gegenteil! Lange Zeit konnte die Abwehrreihe, aus der Eilers-Bewacher Kevin Conrad hervorzuheben ist, die SGD-Offensive erfolgreich vom eigenen Tor fernhalten. Wenig bis gar nichts bekamen die Zuschauer indes von der Abteilung Attacke zu sehen. Stürmer Ronny König hing mangels vorhandener Zuspiele komplett in der Luft. Rekordtorjäger Anton Fink bemühte sich indes vergeblich, das Offensivspiel aus der Mitte heraus anzukurbeln, da von den Außenbahnen keinerlei verwertbaren Eingaben zustande kamen. Daran vermochte auch die Einwechslungen von Marco Kehl-Gómez für Matti Steinmann und Christian Cappek für Philip Türpitz nichts zu ändern. "Die Quintessenz unserer Niederlage ist wohl die Tatsache, dass wir immens viel in unsere Abwehrarbeit investiert haben, in der Offensive allerdings viel zu naiv und ohne Druck agiert haben. So ist der Dresdner Sieg logisch und durchaus verdient“, kommentierte CFC-Trainer Karsten Heine im Anschluss an die zweite Saisonniederlage.

   

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