Chemnitz und die vermeidbare Niederlage in Paderborn

Der Chemnitzer FC hat am zweiten Spieltag die erste Saisonpleite kassiert. Beim SC Paderborn 07 mussten sich die Himmelblauen mit 2:3 (0:2) geschlagen geben. Zweifelslos eine unnötige Niederlage, wie sich die Gäste danach selbst eingestehen mussten.

Anfangsphase verschlafen

"Vor allem in den ersten 20 Minuten hat meine Mannschaft viel dafür getan, damit es in diese Richtung ging“, wusste Coach Horst Steffen, wo am Samstag der Hase im Pfeffer lag. Gegen den FSV Zwickau hatte seine Elf zuletzt noch selbst in der Frühphase der Partie die Weichen auf Sieg gestellt. Die Ostwestfalen drehten den Spieß nun genau in die entgegengesetzte Richtung. Bereits nach neun Minuten erzielte Robin Krauße nach Vorlage von Massih Wassey die SCP-Führung. Den Vorlagengeber aus dem Land des Ahorns (Kanada) bekamen die Sachsen auch in der Folgezeit kaum in den Griff. Folgerichtig war der agile Wassey auch am zweiten Paderborner Treffer beteiligt. Im Anschluss an einen Eckball des Kanadiers scheiterte Dennis Srbeny an Kevin Kunz, den Abpraller versenkte Ben Zolinski (45.). Aufseiten des CFC verpasste Dennis Grote den zwischenzeitlichen Ausgleich – der zentrale Mittelfeldspieler scheiterte vom Punkt an Leopold Zingerle (29.). Im zweiten Abschnitt ließ zunächst Florian Hansch, aufgrund seiner Antrittsschnelligkeit auch "Blitz" genannt, die Paderborner Defensive stehen und verkürzte auf 1:2 (48.), ehe Christian Strohdiek nach Vorarbeit von Wassey den alten Abstand wiederherstellte (75.). Für den Schlusspunkt sorgte der kurz zuvor eingewechselte Björn Kluft (84.), weil auch Paderborns Marc Vucinovic aus elf Metern die Nerven versagten (90.+1).

Kein Zugriff auf zweite Bälle

Ist es eine vermeidbare Niederlage gewesen? Definitiv! Horst Steffen hatte im Vorfeld noch vor der Offensivpower des Gegners gewarnt. "Es war imposant zu sehen, wie sie in Halle gespielt haben. Der SCP wird uns ordentlich fordern“, warnte der 48-Jährige mit Verweis auf den Paderborner Saisonstart beim 4:4 in Halle. Allerdings fiel den Himmelblauen mehr die fehlende Zuordnung bei ruhenden Bällen auf die Füße. Das 0:2 und 1:3 resultierten jeweils aus Standards. Der stark aufgelegte Kevin Kunz konnte die ersten Bälle jeweils parieren, gegen die gedankenschnelleren Paderborner war aber auch er machtlos. Laut CFC-Routinier Julius Reinhardt müsse man die Situationen bei ruhenden Bällen künftig besser lösen. Oder aber gefährliche Situationen gar nicht erst heraufbeschwören.

 
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