Chemnitz: Saisonhalali am Mainzer Bruchweg

Nicht nur für den 1. FSV Mainz 05 II stellt der Chemnitzer FC das berüchtigte Zünglein an der Waage dar. Zum Abschluss der Drittligasaison 2014/15 werden auch die Vereinsvertreter der SpVgg Unterhaching und des F.C. Hansa Rostock gebannt gen Rheinhessen schauen und darauf hoffen, dass die Himmelblauen ihnen mit einem Sieg über den Liganeuling Schützenhilfe leisten. Zumal der CFC nach der 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel auch selbst noch etwas gutzumachen haben.

Duell mit Endspielcharakter

„Wir haben für uns aber ganz klar das Ziel ausgerufen, unser Endspiel gegen Chemnitz am letzten Spieltag zu erreichen“, deutete Mainz´ Trainer Sandro Schwarz bereits vor knapp einem Monat an. Vor der Partie gegen den SSV Jahn Regensburg auf die Chancen bezüglich des Klassenerhalts angesprochen, gab sich Schwarz keinen Illusionen hin, dass der Ligaverbleib bereits früher vollzogen werden könnte. Dabei feierten die Mainzer zuletzt immer wieder Achtungserfolge, aus dem Abstiegsstrudel vermochte man sich dennoch nicht freizuschwimmen. Nun muss also die Partie des 38. Spieltages gegen den Chemnitzer FC die Gewissheit bringen, ob es für den Liganeuling letzten Endes reicht oder nach einjährigem Aufenthalt in der 3. Liga der bittere Gang zurück in die Regionalliga angetreten werden muss. Auf Gastgeschenke von Seiten des Chemnitzer FC dürfen die Mainzer definitiv nicht hoffen. Schließlich hat die Mannschaft von Trainer Karsten Heine nach der ärgerlichen Niederlage aus der Hinrunde, die durch einen Doppelpack von Petar Sliskovic besiegelt wurde, noch eine Rechnung zu begleichen. In der sportlichen Verfassung in der sich die Himmelblauen momentan befinden, gehen sie ohnehin leicht favorisiert in die Partie.

Erfolgsserie ausbauen – 60-Punkte-Marke knacken

Wer überzeugende Argumente dafür benötigt, warum der Chemnitzer FC auch in Mainz gewinnen wird, dem seien folgende Fakten ans Herz gelegt.  Im Jahr 2015 ist der Chemnitzer FC zuhause gänzlich ohne Niederlage geblieben, überwand die lang anhaltende Durststrecke auf fremden Plätzen mit einem eindrucksvollen Sieg bei Preußen Münster und sicherte sich zudem mit der Titelverteidigung im sächsischen Landespokal obendrein die Teilnahme am nächstjährigen DFB-Pokal. Zudem knackte der CFC durch ein 2:0 über die SG Sonnenhof Großaspach am letzten Spieltag die eigene Drittligabestmarke von bisher 55 Punkten. Ein Auswärtssieg in Mainz würde daher nicht nur eine rundherum gelungene Saison erfolgreich abrunden, sondern bei aktuell 58 Zählern auch dazu führen, dass der CFC erstmals die imaginäre Schallmauer von 60 Punkten durchbrechen würde. Es gibt also genügend Gründe dafür, dass die Mannschaft von Trainer Karsten Heine beim 1. FSV Mainz 05 II ihren sechsten Auswärtssieg feiern wird. Ob damit am Ende nicht nur in Chemnitz die Sektkorken knallen, dürfte zumindest dem Lager der Himmelblauen ziemlich egal sein.

   
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