Carl Zeiss Jena: Die Klärung der Stadionfrage ?

Wer schon einmal beim FC Carl Zeiss Jena zu Gast war, kennt die Bedingungen im Stadion zur Genüge. Das Ernst-Abbe-Sportfeld in der Stadt an der Saale hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Die 12.500 Plätze sind seit einiger Zeit nicht mehr alle nutzbar, da ein Teil des Stehplatzblocks von Kaninchen unterhöhlt ist. Bei Regen stehen die Sitzschalen unter Wasser. Es gibt zu wenige Plätze im VIP-Bereich und die Ehrengäste werden zum Teil im Zelt versorgt. Statt Sanitärbereich stehen den Zuschauern Dixi-Klos zur Verfügung.

Förderanfrage gestellt

Alles in allem wohl keine Wohlfühlatmosphäre… Die Stadt Jena stellte nun eine Förderanfrage, um den Umbau des Stadions endlich in Angriff zu nehmen. Rainer Zipfel, Präsident des FC Carl Zeiss, begründet sein Anliegen: "Wir brauchen ein modernes Stadion, um im Wettbewerb mit den anderen Vereinen wirtschaftlich – und damit mittelfristig auch sportlich – nicht den Anschluss zu verlieren". Über die besseren Vermarktungsmöglichkeiten eines modernen Stadions hinaus sei es auch höchste Zeit, "den Service für unsere Fans deutlich zu verbessern."

Reines Fußballstadion ist geplant

Geplant ist die Entstehung einer "polyvalente Multifunktionsarena". Dabei will man zukünftig auf die Laufbahn verzichten, es entstünde ein reines Fußballstadion mit 16.000 Plätzen. Den Leichtathleten stünde dann ein eigenes kleines Stadion zur Verfügung. Die  für die Sportler notwendigen Räume sind in der Tribüne geplant. Das Pressezentrum zieht in den jetzigen  VIP-Bereich und die Gästeteams bekommen größere Kabinen. Eine Tribüne mit 2500 Sitzplätzen, 1000 VIP-Plätzen und 150 Logenplätzen soll neu gebaut werden. Nord- und Südkurve werden abgerissen. Dafür sind ebenfalls neue Tribünen geplant. Diese sollen zukünftig witterungsgeschützt sein. Auch Imbissstände und Toiletten soll man in Zukunft trocken erreichen können. Neu geplant sind zudem auch mehrere Parkflächen. Die Baukosten werden auf ca. 25 Millionen Euro, von denen die Stadt Jena maximal 90% durch Fördermittel ersetzt bekommen könnte.

Umbau könnte noch in diesem Jahr beginnen

Abhängig ist die Förderung von einem realistischen Nutzungskonzept. Hierfür wurde vom Institut für Sportstättenberatung aus Euskirchen bereits eine Prognose erstellt. Die Abdeckung der Kosten wurden im Benutzerkonzept ebenfalls schon kalkuliert. Dabei wird auch die Vermarktung des Stadionnamens in Betracht gezogen. Im Februar soll der Förderantrag eingereicht werden. Finanzdezernent Jauch: "Wir arbeiten gerade die sehr umfänglichen Förderkriterien ab". Im Frühjahr könnte dann schon mit einer Entscheidung vom Wirtschaftsministerium gerechnet werden und die Ausschreibungen für die geplanten Um- und Neubauten erfolgen. Somit wäre der erste Spatenstich noch in diesem Jahr möglich.

Weitere Informationen

FOTO: www.horda-azzuro.de

   
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