Carl Zeiss Jena auf der Suche nach dem Glück

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"Wer dem Glück nachläuft, kann es selten einholen", heißt es in einem südamerikanischen Sprichwort. Dies trifft wohl derzeit auch auf Carl Zeiss Jena zu, denn besonders rund ist beim FCC in den letzten Wochen nicht gelaufen. In den letzten zehn Spielen gelang dem Team von Trainer Wolfgang Frank kein einziger Sieg. Lediglich drei magere Remis gab es zu verbuchen (gegen Bayern II, Aalen und Bremen II). Gerade bei diesen drei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf sind natürlich Siege ganz besonders wichtig. Der letzte Erfolg liegt allerdings schon fast drei Monate zurück. Am Samstag reisen die Thüringer nun in den Münchener Süden, wo das Spiel gegen die SpVgg Unterhaching ansteht.

Auch bei den Blau-Roten läuft es alles andere als geplant. Hoffte man vor der Saison noch auf den Aufstieg, so findet man sich nach dem 13. Spieltag gerade ein Mal auf dem neunten Tabellenplatz wieder. Der zuletzt anhaltende Aufschwung zwischen Spieltag acht und elf, in denen man drei Siege verbuchen konnte, wurde durch das 0:3 am vergangenen Samstag gegen Braunschweig wieder zu Nichte gemacht. Bei der Eintracht spielte das Team von Trainer Klaus Augenthaler wie ein Absteiger. Können sie sich mit so einer Leistung wirklich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen? Man begegnet sich am Samstag im Generali-Sportpark also auf Augenhöhe. Die wichtigste Frage beim FCC dürfte wohl sein, wer die Tore schießen soll. Bisher traf man in 13 Spielen erst zehn Mal ins gegnerische Tor. Vielleicht kann Orlando Smeekes in Unterhaching sein sportliches und mentales Tief endlich überwinden. Unter der Woche gab er in einem Interview allerdings bekannt: "Ich habe keine Freunde in der Mannschaft". "Der Orlando ist unzufrieden mit seiner sportlichen Situation. Es gibt bei uns keinen Spieler, der so in Watte gepackt wird wie er. Vertrauen und Freundschaft muss man sich erarbeiten", erklärte daraufhin Stürmer Sebastian Hähnge. Sind wir also gespannt auf das Duell am Samstagnachmittag.

   

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