Capretti nach Verls erster Niederlage: "Das wirft uns nicht um“

Aufstehen, Mund abputzen, weitermachen: Für den SC Verl soll die erste Niederlage nach dem überraschend starken Start in die Saison nicht zur Trendwende geraten. Trainer Guerino Capretti verbuchte die 2:3-Heimpleite gegen Hansa Rostock ganz offenkundig unter Lehrgeld und demonstrierte ungebrochenes Selbstbewusstsein.

"Das hat uns das Spiel gekostet"

"Das wirft uns nicht um“, meinte der 38-Jährige nach Spielende in der Pressekonferenz zum aus seiner Sicht auch etwas unglücklichen Endergebnis: "Wir werden die Fehler analysieren, die Ursachen besprechen und dann daran arbeiten, dass wir am Samstag beim FC Ingolstadt wieder etwas mitnehmen."

In der Aufarbeitung war für Capretti die Anfangsphase mit einem nach Verls Einschätzung verweigerten Handelfmeter für sein Team und fast im Gegenzug auf der anderen Seite dem verwandelten Foulelfmeter von Bentley Baxter Bahn (10.) entscheidend. "Da dürfen wir nicht rumheulen, sondern müssen weitermachen. Das hat uns das Spiel gekostet“, erklärte der Coach. Die wenig abgeklärte Reaktion seines Teams auf die Turbulenzen rund um die beiden Szenen war aber auch schon der größte Mangel auf Caprettis Fehlerliste: "Wir haben uns zu sehr mit der Situation beschäftigt“, betonte Capretti im "MagentaSport"-Interview.

Rostock nutzte die spürbare Hektik bei den Platzherren zu weiteren Treffern durch Nico Neidhart (35.) und Maurice Lika (42.), sodass die jeweiligen Anschlusstreffer durch Aygün Yilderim (37.) und Mehmet Kurz (54.) für Verl nicht zur Verlängerung ihrer Erfolgsserie reichten. "Hansa war vor Tor eiskalt. Das war der Unterschied“, konstatierte Capretti.

Spielanlage als Baustelle

Die fehlende Reife im Umgang mit Rückschlägen dürfte der Aufsteiger im weiteren Saisonverlauf vermutlich zunehmend ausgleichen. Hinsichtlich der Spielanlage seiner Mannschaft will Capretti aber schon kurzfristig den Hebel ansetzen: "Wir hatten ja erwartet, dass wir zunächst viel den Ball haben werden, haben aber dabei nicht die Räume in der gegnerischen Hälfte gefunden. Uns fehlte da die Ruhe, und wir haben zu früh versucht, die Außenverteidiger ins Spiel zu bringen.“

An der Einstellung seiner Mannschaft hatte Capretti trotz der 32 Minuten lang ungenutzt gelassenen Überzahl nach der roten Karte gegen Hansa-Abwehrspieler Damian Roßbach (58.) nichts auszusetzen. "Wir haben da alles versucht, alles reingeworfen und sehr hohe Intensität gehabt. Gefühlt haben wir offensiv auch alles gemacht, was möglich ist", sagte der SC-Trainer.

   
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