Capretti nach Pleite gegen BVB II: Erste Halbzeit "fast ein Skandal"

Nach der 0:3-Heimniederlage gegen die Zweitvertretung Borussia Dortmunds war Verl-Coach Guerino Capretti nah an der Fassungslosigkeit. Beste Torchancen in der Anfangsphase halfen dem nun Tabellensiebzehnten nicht.

Bis zum Abschluss gut

"Das ist Wahnsinn", sagte Capretti am Mikrofon bei “MagentaSport" nach dem Spiel. "Gefühlt bist du die Mannschaft, die 3:0 führen muss. Und auf einmal steht es plötzlich in der Halbzeit 0:3. Das ist fast ein Skandal." Man merkte Capretti an, dass auch ihm die Erklärungen für den Spielverlauf an diesem Tag ausgingen. Immer wieder versuchte er trotzdem das Positive aus dem Spiel zu ziehen, Torchancen wurden schließlich gerade in einer starken Anfangsphase einige kreiert. Doch Verl scheiterte vor allem an sich selbst vor dem gegnerischen Tor. Ein Problem, was sich seit Wochen durch die Spiele des Sportclubs zieht.

Cyrill Akono, der gleich zu Beginn eine große Chance hatte, sagte im Interview: "Wir haben gut angefangen. Wenn ich das Ding einfach selber draufschieße und reinmache, führen wir 1:0. Das ist dasselbe wie letzte Woche." Doch Capretti war es wichtig zu betonen, dass er starke erste 25 Minuten seiner Mannschaft gesehen habe, in denen "unser Spiel auf den Platz gebracht" wurde. Auch die Zweikampfhärte und Intensität stimmte für ihn. Umso schwieriger sei der 0:3-Pausenrückstand zu erklären. Endgültig vorbei war die Partie für den 39-Jährigen nach der gelb-roten Karte gegen den Verler Kapitän Mael Corboz in Minute 57.

Negativ Serie nagt am SC

Man merkte den Verlern deutlich den Frust an. Seit sechs Spielen sind die Ostwestfalen nun sieglos, haben in den letzten vier Spielen nur zwei Tore geschossen. Bei einem Blick auf das Torverhältnis wird deutlich: Vor allem die Defensive des Sportclubs ist sehr anfällig. Bereits 36 Gegentreffer hat der Vorjahres-Aufsteiger kassiert, nach dem TSV Havelse der zweitschlechteste Wert der Liga.

Auch das nagte nach dem Spiel an Capretti, der über die schnellen drei Gegentreffer in der letzten Viertelstunde vor der Halbzeit genauso geschockt war, wie über die vergebenen Großchancen. Doch am Ende sei die Niederlage verdient an "diesem gebrauchten Nachmittag". Nun sei es wichtig, so schnell wie möglich den Blick auf die kommenden Aufgaben gegen den MSV Duisburg, sowie Türkgücü München zu legen – zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Doch vorher werde es in dieser Woche eine Besprechung geben, in der die aktuelle Situation des Sportclubs, sowie die weitere Vorgehensweise besprochen werden soll.

 
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