BVB II schießt Regensburg ab und stellt Zuschauerrekord auf

Die U 23 von Borussia Dortmund fertigte den SSV Jahn Regensburg vor einer überragenden Kulisse von 9999 Zuschauern in der ausverkauften Roten Erde gleich mit 5:1 (3:1) ab. Die Elf von Chefcoach David Wagner brannte, angetrieben von ihren Fans, ein regelrechtes Offensiv-Feuerwerk ab. Bereits nach acht Minuten klingelte es im Kasten der Regensburger. Dortmunds Rechtsaußen Joseph-Claude Gyau wird im Mittelfeld nicht angegriffen und sein Schuss aus rund 22 Metern landet, nachdem er vom Regensburger Rech abgefälscht wurde, zum 1:0 im Netz. Doppeltorschütze Gyau traf zudem in der 21. Spielminute zum 3:0. Die weiteren Treffer der Schwarzgelben markierten Tammo Harder (20.), David Solga (47., Foulelfmeter) sowie Mitsuru Maruoka (65.). Regensburgs Lienhard konnte zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzen (33.).

 „Geiler Nachmittag“

„Ich weiß gar nicht, wo ich heute anfangen soll. Es war ein rundum geiler Nachmittag“, zog Trainer David Wagner eine zufriedene Bilanz. „Das ist es, warum man auf diesen Verein steht“, sprach Wagner den Fans erneut seinen Dank aus. Bereits in den vergangenen Wochen wurde er nicht müde zu betonen, wie sehr ihn der Support der Fans immer wieder aufs Neue beeindruckt. Doch auch seine Mannschaft bekam warme Wort vom Trainer: „Wir haben ein wahnsinnig gutes Spiel gemacht und konnten viel, von dem, was wir vor hatten, umsetzen. Die Innenverteidigung heute war herausragend. Wir haben ganz wenig zugelassen.“ Neben der starken Defensivleistung war es vor allem die rechte Seite, um Khaled Narey und Joseph-Claude Gyau, die in einer im Kollektiv überzeugenden Mannschaft noch einmal herausragte. Auch der für den verletzten Kefkir ins Team gerückte Spielmacher Mitsuru Maruoka wusste zu überzeugen.

Zuschauerrekord für die U23

Schon im ersten Heimspiel der Saison gegen Holstein Kiel waren knapp 5000 BVB- Fans in die Kultstätte Rote Erde geströmt, um ihre „Amateure“ spielen zu sehen. Diese Zahl wurde am Samstag noch einmal pulverisiert. Bereits zwei Stunden vor der Partie bildeten sich lange Schlangen an den Kassen. Mit offiziell 9999 Zuschauern meldete der BVB schließlich ein ausverkauftes Stadion. Das hat es bei einem Spiel der zweiten Mannschaft der Schwarzgelben zuvor noch nie gegeben. „Es ist immer wunderbar, wenn man so viele Zuschauer hinter sich hat. Das gibt uns Auftrieb und da gibt man statt 100 Prozent vielleicht sogar 120“, zeigte sich Tammo Harder von dem enormen Zuspruch begeistert. Trainer David Wagner glaubt ebenfalls daran, dass die Zuschauer einen wesentlichen Anteil am Sieg hatten: „Wir haben die Energie umgesetzt, die heute im Stadion war“. Dortmunds Torwart Zlatan Alomerovic appellierte nach der Partie an den DFB: „Das war ein ganz großes Signal an die Leute, die die Spielpläne machen, mal über die Spieltags-Überschneidungen nachzudenken. An uns liegt es nicht.“ Damit dürfte er den Fans aus der Seele gesprochen haben, die schon häufiger die Parallel-Ansetzungen mit den „Profis“ kritisiert haben. Zu dieser beeindruckenden Kulisse hat jedoch sicher auch die Tatsache beigetragen, dass durch die Saisoneröffnung des BVB ohnehin viele Fans vor Ort waren, die die Gelegenheit nutzten, sich den Nachwuchs mal genauer anzusehen. Der Verein hatte zudem die Kartenpreise für dieses Spiel stark reduziert. Es bleibt daher zwar abzuwarten, wie sich die Zuschauerzahlen in der Saison entwickeln. Die Mannschaft hat mit der Leistung gegen Regensburg jedenfalls beste Werbung betrieben, und alles dafür getan, dass der eine oder andere Fan demnächst häufiger den Weg in die Rote Erde findet.

Wermutstropfen für David Wagner

Trotz des ansonsten so gelungenen Tages gab es für Trainer David Wagner leider auch eine Negativmeldung: Innenverteidiger Jon Gorenc Stankovic musste kurz vor der Pause angeschlagen für Christoph Zimmermann vom Platz. „Es scheint eine Sprunggelenksblessur zu sein, eventuell sind die Bänder betroffen. Genaueres kann man erst nach der MRT-Untersuchung am Montag sagen“, so Wagner nach der Partie. Auch Oguzhan Kefkir bereitet das Sprunggelenk aktuell Probleme. Bereits am Dienstag in Wiesbaden hatte er sich einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen, so dass er gegen Regensburg nicht im Kader stand. „Wir rechnen mit zwei bis drei Wochen. Bis Großaspach könnte es eng werden, wir müssen gucken, wie der Heilungsverlauf ist“, meinte Wagner nach der Partie gegen Regensburg.  Nach dem gelungenen Saisonstart mit sieben Punkten aus  vier Spielen, hat das Team jetzt ein paar Tage zum Regenerieren. Aufgrund der ersten Runde des DFB-Pokals ist am nächsten Wochenende spielfrei für die „Zweite“. In zwei Wochen geht es für den Tabellenfünften Freitagabend (22.08., 19 Uhr) beim Aufsteiger Sonnenhof Großaspach weiter.

FOTO: ef-pixx.de

   

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