Burmeister: „So eine Fan-Nähe habe ich noch nie erlebt“

Zu Saisonbeginn wechselte der Defensiv-Allrounder Felix Burmeister vom Bundesligisten Hannover 96 zu Arminia Bielefeld. Im Interview mit liga3-online.de berichtet der 21-jährige, was ihn zu dem Wechsel in die dritte Liga bewegt hat, welche Rolle die Anhänger des DSC spielen und was in dieser Saison für Arminia noch möglich ist.

liga3-online.de: Hallo Felix. Nach zuletzt guten Leistungen in der Hinrunde, sowie in der Vorbereitung, scheint der Weg der Arminia wieder aufwärts zu gehen. Die Fans träumen teilweise schon vom Aufstieg. Was ist in dieser Saison für den DSC noch möglich?

Felix Burmeister: Ich denke wir haben in den letzten Spielen im vergangenen Jahr, sowie im Freundschaftsspiel  gegen den HSV gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner gewinnen können und auch gegen eine Mannschaft, die zwei Ligen höher spielt, bestehen können. Man sollte es aber nicht überschätzen und von Spiel zu Spiel denken, denn wie man gegen Aalen gesehen hat, kann und wird es immer wieder Rückschläge geben.

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Die Mannschaft wurde zu Saisonbeginn neu zusammengestellt. Wenige Spieler kannten sich bereits vor der Saison untereinander. Was lässt sich nach gut einem halben Jahr über das Verhältnis innerhalb der Mannschaft sagen?

Das Verhältnis in der Mannschaft ist überragend. Wir machen auch privat viel miteinander. Man muss dazu sagen, dass es recht leicht war, weil fast die komplette Mannschaft neu zusammengestellt wurde. Der Charakter der gesamten Mannschaft passt perfekt zueinander.

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Sie sind zu Saisonbeginn vom Bundesligisten und Europa-Cup-Teilnehmer Hannover 96 gekommen. Welche Gründe waren ausschlaggebend für den Wechsel in die dritte Liga? Welche Rolle spielen hierbei die Tradition und die Fanszene des Vereins?

Der Hauptgrund dafür war, dass ich immer Spielpraxis sammeln wollte. In Hannover saß ich bestenfalls bei den Profis auf der Bank und hatte drei gestandene Spieler vor mir. Arminia ist trotz der schwierigen Gesamtsituation ein geiler Verein! Die Tradition, Fans und das Gesamtpaket hat die Qualität für die ersten beiden Ligen. Natürlich war das ein ausschlaggebender Grund, denn mit 21 Jahren habe ich noch viele Ziele, die über die 3.Liga hinausgehen sollen. Die dritte Liga ist ein gutes Sprungbrett für junge Spieler und vielleicht auch für Arminia ein guter Neuanfang.

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Welche persönlichen Ziele wollen Sie in dieser Saison noch erreichen?

Ich will immer von Beginn an spielen. Außerdem wird es Zeit für mein erstes Tor in der dritten Liga.

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Sie wurden sowohl als Innenverteidiger, als auch auf der defensiven Mittelfeldposition eingesetzt. Im Westfalenpokal und beim Hallenturnier in Essen glänzten Sie sogar als Torschütze. Welche Position  bevorzugen Sie?

Ich spiele beides gerne. Im Mittelfeld mag ich den Bezug zum Spiel und denke, dass ich meine Torgefährlichkeit dort noch etwas besser einbringen kann.

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In Bielefeld herrscht ein sehr inniges Verhältnis von Mannschaft und Fans. Die Anhänger des DSC mussten lange Zeit auf Erfolgserlebnisse warten, scheinen jedoch nach den letzten Auftritten wieder positiv in die Zukunft zu blicken. Beschreiben Sie die Fanszene Bielefelds mit eigenen Worten.

So eine Nähe zu den Fans habe ich noch nicht erlebt. Unglaublich und voller Leidenschaft. Man merkt jedem Fan an, dass sie lange auf Erfolgserlebnisse warten mussten.

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Zu welchen Spielern besteht sowohl in Bielefeld, als auch in Hannover der beste Kontakt?

In Bielefeld sind es sehr viele. In Hannover bin ich auch noch mit vielen Spielern der Profis, sowie der U23 befreundet. In Hannover habe ich mit Konstantin Rausch zusammengewohnt und er ist seit meiner Kindheit mein bester Freund. Ich versuche immer so viel Kontakt wie möglich mit den Jungs zu halten und besuche sie auch öfter, z.B. als sie ein Vorbereitungsspiel gegen den SC Paderborn im Januar mit 3:2 gewonnen haben.

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Bitte vervollständigen Sie zum Abschluss noch den folgenden Satz: Am Ende der Saison wird Arminia Bielefeld…

… mit dem Tabellenplatz, aufgrund der letzten Jahre und dem schlechten Saisonstart, sehr zufrieden sein.

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FOTO: Marvin Wellhausen

 

   
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