BTSV mit Remis nicht zufrieden: "Wir ärgern uns natürlich"

Zweimal kam Eintracht Braunschweig beim 2:2 in Saarbrücken zurück, war mit dem Remis am Ende aber nicht zufrieden – was vor allem an der Vielzahl der vergebenen Chancen lag.

Krauße hat den Sieg auf dem Fuß

In der dritten Minute der Nachspielzeit war sie noch einmal da: die Riesenchance auf das 3:2. Nach einer Hereingabe von Martin Kobylanski stand Robin Krauße völlig frei vor dem Tor, setzte den Ball aber über den Kasten. "Den muss ich machen, das ist klar", zeigte sich der 27-Jährige nach Spieleende im Interview mit "MagentaSport" selbstkritisch. "Ich komme einen halben Schritt zu spät und bekomme den Körper nicht mehr über den Ball. Schade, dass ich uns damit für ein gutes Spiel nicht belohnen konnte." Doch Krauße war nicht der einzige, der an diesem Freitagabend beste Gelegenheiten ausließ: Auch Michael Schultz (26.), Maurice Multhaup (58. / 63.) und Lion Lauberbach (82.) zielten nicht genug genug. "Das Chancenplus lag auf unsere Seite. Direkt nach dem Ausgleich haben wir die direkte Chance, das Spiel zu drehen", sagte Krauße und spielte damit auf die Multhaup-Chancen an.

Auch Trainer Michael Schiele haderte angesichts des Chancenwuchers mit dem verpassten Sieg: "Ich hätte gerne gewonnen, weil wir die weitaus besseren und klareren Torchancen hatten." Doch warum hat der BTSV sie nicht genutzt? "Wir wollen das Netz kaputt schießen, treffen den Ball aber nicht", versuchte sich der 43-Jährige an einer Erklärung und bezeichnete es als "ärgerlich", nur einen Punkt mitgenommen zu haben. "Es soll derzeit nicht sein." Nur eine der letzten sechs Partien konnte Braunschweig gewinnen.

Schieles "großes Lob"

Worauf Schiele aber auch zu sprechen kam, war das Verhalten seiner Mannschaft beim 0:1, als die Niedersachsen einen Freistoß nicht geklärt bekamen und Saarbrückens Adriano Grimaldi gleich zwei Verteidiger alt aussehen ließ. "Da haben wir gepennt", so der BTSV-Coach. Auch der zweite Gegentreffer, ein sehenswerter Distanzschuss von Luca Kerber, war aus Sicht der Eintracht unglücklich. Doch trotz der erwähnten Kritikpunkte sprach Schiele seiner Mannschaft aber "ein großes Lob aus, weil wir gegen Topteam dagegen gehalten haben und zweimal zurückgekommen sind".

Dass der Zweitliga-Absteiger immerhin zu zwei Treffern kam – das 1:1 erzielte Lion Lauberbach, das 2:2 war ein Eigentor des Saarbrückers Pius Krätschmer -, war nicht zuletzt Krauße zu verdanken, der beide Tore per Flanke vorbereitete. "Wir ärgern uns natürlich, aber am Ende nehmen wir den Punkt gerne mit. Der Gegner steht umsonst oben in der Tabelle", sagte der 27-Jährige. Mit einem Sieg hätte die Eintracht an Saarbrücken vorbeiziehen und zumindest über Nacht auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken können. Nun geht der BTSV mit 17 Punkten aus elf Spielen und unmittelbarem Kontakt zu den Spitzenplätzen in die Länderspielpause, ehe es am 16. Oktober zuhause gegen die U23 von Borussia Dortmund weitergeht. Ob die Löwen dann kaltschnäuziger vor dem Tor sind?

   
  • FCS surfer

    nu ja, der BTSV sicherlich gut in der Spielanlage und auch mit ein paar guten Möglichkeiten, unter dem Strich bleibt der Punktgewinn aber sehr glücklich, dass der FCS beide Tore direkt und indirekt selber verursacht hat. Das ist das große Problem der Saarbrücker derzeit und wird sich wohl auch erst bessern, wenn zumindest Erdmann und Zellner wieder zurück sind. Dann wird das Team deutlich mehr Punkte einfahren. Bis dahin heitß es, im Mittelfeld mitschwimmen ..

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