BTSV-Duell: Scherning glaubt nicht an "entscheidenden Charakter"

Der VfL Osnabrück kann am Samstag im Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heranrücken. Beide Vereine verloren durch das Türkgücü-Aus wichtige Zähler im Aufstiegskampf, weswegen das "Sechs-Punkte-Spiel" noch etwas an Bedeutung gewann.

Veränderte Ausgangslage durch Türkgücü-Aus

Die Länderspielpause betrifft in der 3. Liga diesmal nicht alle Klubs. Bevor es am Dienstag zum Duell zwischen Verl und Zwickau kommt, holt Osnabrück sein Heimspiel gegen Braunschweig nach. Ursprünglich hätte diese Begegnung bereits im Februar absolviert werden sollen, der Orkan "Zeynep" macht dem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. An der Bremer Brücke wird ein ausverkauftes Haus erwartet, wenige Resttickets sind allerdings noch zu haben.

Durch das am Donnerstag bestätigte Liga-Aus von Türkgücü München und der damit einhergehenden korrigierten Tabelle veränderte sich die Ausgangslage für beide Mannschaften etwas. Braunschweig bekam drei Zähler abgezogen, kletterte durch Saarbrückens Punktverlust (-6) aber auf den Relegationsplatz. Der VfL (-4, 7.) rutschte hingegen einen Platz nach unten und wurde durch den TSV 1860 München (-1) überholt.

Personell kann Osnabrücks Trainer Daniel Scherning nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme des langzeitverletzten Sören Bertram "stehen alle Spieler zur Verfügung", gab der 38-jährige Übungsleiter am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz bekannt. Hinter Ulrich Taffertshofer stehe allerdings ein Fragezeichen, korrigierte Scherning wenig später. Wegen dessen Adduktorenbeschwerden wird am Samstag entschieden, ob es für einen Kaderplatz reicht. Im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen Viktoria Berlin gebe es Überlegungen, "die Startaufstellung auf der ein oder anderen Position zu verändern."

50-Punkte-Marke als internes Ziel

Scherning glaubt nicht an einen "entscheidenden Charakter" des Duells mit Aufstiegskandidat Braunschweig. Es sei "natürlich ein sehr wichtiges Spiel", intern wurde allerdings die 50-Punkte-Marke als Ziel ausgegeben. Mit derzeit 48 Punkten auf dem Konto könnten die Ziele der Osnabrücker also bereits am Samstag angepasst und nach oben korrigiert werden.

Gegen den BTSV setzte es in der Hinrunde ein 2:2. Dieses Ergebnis würde die Eintracht diesmal wohl eher unterschreiben als der VfL. Dessen Keeper Philipp Kühn sieht für das Duell am Samstag wohlmöglich einen kleinen Vorteil darin, dass er mit Maurice Multhaupt und Bryan Henning auf zwei Spieler trifft, die in der Vorsaison noch im Osnabrück-Dress aufliefen, da er "deren Abläufe kenne". Andersherum gilt selbstredend natürlich das Gleiche. Einen Kontakt zwischen Kühn und den beiden ehemaligen Osnabrückern gebe es nicht – "vor allem nicht in den entscheidenden Spielen".

Für Eintracht Braunschweig wird es das vorletzte Duell mit einem aktuellen Top-Sechs-Klub. Der Absteiger bekommt es am 36. Spieltag mit dem souveränen Spitzenreiter Magdeburg zu tun, der dann bereits als Aufsteiger feststehen könnte. Osnabrück trifft zum Saisonfinale ebenfalls auf den 1. FCM, davor geht es gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die vorderen drei Plätze. Mitte April bei 1860 München (5.), eine Woche später zu Hause gegen den SV Waldhof Mannheim (6.). Verständlich, dass Scherning gegen Braunschweig also noch keinen "entscheidenden Charakter" sieht.

   
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