"Brutal" und "wie verhext": Knoten bei RWE will nicht platzen

Auch im Duell mit Aufsteiger SpVgg Bayreuth reichte es für Rot-Weiss Essen nicht zum ersten Sieg in dieser Saison, was den Ruhrpott-Klub wieder auf den letzten Tabellenplatz abrutschen ließ. Trainer Christoph Dabrowski zeigte sich niederschlagen – und machte seiner Mannschaft einen konkreten Vorwurf.

Knackpunkt Chancenverwertung

Gleich zweimal hätte Ron Berlinski für den späten Siegtreffer der Essener sorgen können: Doch erst verstolperte er das Spielgerät frei vor dem Tor (84.), denn setzte einen Drehschuss knapp am Kasten vorbei (90.+4). Zwei Szenen, die nochmal einmal deutlich zeigen, woran es bei RWE derzeit hapert: an der Chancenverwertung. Die war es auch, die Dabrowski seiner Mannschaft im Anschluss anlastete.

"Welchen Vorwurf kann ich meiner Mannschaft machen? Im letzten Drittel haben wir die Tore nicht gemacht. Wir hatten genug Möglichkeiten. Da müssen wir einfach die Galligkeit entwickeln, aus diesen Chancen auch Tore zu erzielen. Das ist uns heute nicht gelungen." Entsprechend forderte der Coach: "Wir müssen dranbleiben und am Thema Präzision arbeiten. Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen." Doch weil lediglich Isaiah Young für den Ruhrpott-Klub traf (56.), reichte es auch im sechsten Anlauf nicht zum ersten Sieg.

"Es scheint wie verhext zu sein"

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Bayreuth im ersten Durchgang besser war, nachdem Markus Ziereis bereits in der zweiten Minute den Führungstreffer für die Oberfranken erzielt hatte. "Es ist natürlich bitter, dass wir nach einer Standardsituation so früh in Rückstand geraten sind", haderte Dabrowski. "Entsprechend schnell wurde der Plan über den Haufen geworfen." Zudem musste der 44-Jährige einräumen, dass sein Team in mehreren Situationen Glück gehabt habe, "nicht den zweiten Treffer zu kassieren". Dann wäre RWE womöglich mit komplett leeren Händen nach Hause gefahren.

Doch auch der Punktgewinn bringt Essen nicht wirklich weiter, zumal der Aufsteiger durch den ersten Saisonsieg des SC Verl wieder auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist. "Aktuell ist es brutal. Wir hoffen, dass der Knoten irgendwann platzt", sagte Dabrowski. Simon Engelmann pflichtete ihm beim "RevierSport" bei: "Wir wollten unbedingt gewinnen und den ersten Dreier einfahren. Jetzt stehen wir wieder mit einem Punkt da. Wir müssen uns einfach belohnen, aber aktuell schaffen wir es nicht, den Ball über die Linie zu drücken. Es scheint wie verhext zu sein." Die nächste Chance auf den ersten Sieg bietet sich am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue. Moritz Römling wird nicht dabei, nachdem er in der 86. Minute die gelb-rote Karte gesehen hatte. Offen ist noch, ob Thomas Eisfeld mitwirken kann. Der 29-Jährige musste kurz vor der Pause verletzt runter.

   
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