Braunschweig steigt nach 2:6 ab – Aue in der Relegation

Eintracht Braunschweig steht nach dem 1. FC Kaiserslautern als zweiter Absteiger aus der 2. Bundesliga fest. Am Sonntagnachmittag mussten sich die Löwen bei Holstein Kiel deutlich mit 2:6 geschlagen geben und sind damit zum ersten Mal in dieser Saison auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht. Erzgebirge Aue muss unterdessen in die Relegation und trifft dort am 18. und 22. Mai auf den Karlsruher SC.

Höchste Saisonniederlage

Gegen eine B-Elf von Holstein Kiel hatte Eintracht Braunschweig zunächst zwei Mal geführt, fiel aber noch vor der Pause auseinander und kassierte innerhalb von zehn Minuten drei Tore. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel war die Partie dann bereits entschieden. Das 2:6 bei den Störchen ist die höchste Niederlage der Braunschweiger in dieser Saison. Ausgerechnet im letzten und entscheidenden Spiel kassierten die Niedersachsen erstmals in dieser Serie zudem mehr als vier Gegentore – und müssen nun den bitteren Gang in die 3. Liga antreten.

Nur drei Niederlagen in der Hinrunde

Sechs Spielzeiten in der 2. Liga und sogar eine Bundesliga-Saison stehen bei Eintracht Braunschweig seit dem Aufstieg in der Saison 2010/11 zu Buche, künftig ist der Deutsche Meister von 1967 wieder drittklassig – und das nur ein Jahr, nachdem Braunschweig in der Relegation gegen Wolfsburg vor dem Aufstieg in die Bundesliga stand. Mit ähnlichen Ambitionen waren die Löwen auch in diese Saison gestartet, doch schon früh war klar, dass die ersten drei Plätze dieses Mal nicht erreicht werden können.

Wie ein Abstiegskandidat präsentierte sich das Team von Trainer-Legende Torsten Lieberknecht, der bereits seit 2008 (!) an der Seitenlinie steht, aber ebenfalls nicht. Nach dem Ende der Hinrunde stand Braunschweig auf dem elften Tabellenplatz und lag immerhin fünf Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz. Lediglich drei Partien hatte Braunschweig zu diesen Zeitpunkt verloren und in 17 Spielen gerade einmal 18 Gegentore kassiert.

Am letzten Spieltag erstmals auf einem Abstiegsplatz

In der Rückrunde kamen dann allerdings nur noch vier Siege und fünf Unentschieden hinzu, auf der anderen Seite setzte es acht Niederlagen – damit sind die Löwen das schlechteste Rückrundenteam, wenngleich sie gerade einmal 43 Gegentore kassierten. Und damit weniger als Meister Fortuna Düsseldorf. Auch die elf Niederlagen lesen sich auf den ersten Blick nicht abstiegsverdächtig. Zum Vergleich: Jahn Regensburg musste als Fünfter drei Pleiten mehr hinnehmen.

Doch was Eintracht Braunschweig letztlich das Genick brach, ist die schwache Offensive mit nur 37 Toren, zudem fuhren die Löwen die wenigsten Siege aller Teams ein (acht). Besonders bitter: Erst am vergangenen Spieltag rutschte die Eintracht nach einem 0:2 gegen Ingolstadt erstmals in die rote Zone, nach der herben 2:6-Pleite in Kiel belegt der BTSV ausgerechnet am letzten Spieltag einen direkten Abstiegsplatz. Ob Torsten Lieberknecht mit den Niedersachsen in die 3. Liga geht, ist indes überaus fraglich. Auch Sportchef Marc Arnold steht nach zehn Jahren vor dem Aus.

Relegation: Karlsruhe trifft auf Aue

Während Eintracht Braunschweig direkt runter geht, muss Erzgebirge Aue nach einer 0:1-Niederlage beim SV Darmstadt 98 in die Relegation. Ärgerlich: Erst wurde dem FCE ein reguläres Tor aberkannt, dann verwehrte Schiedsrichter Sören Storks den Gästen zwei Elfmeter. In den beiden Entscheidungspielen treffen die Veilchen am 18. und 22. Mai auf den Karlsruher SC. Der KSC hat am kommenden Freitag um 18.15 Uhr zunächst Heimrecht, das Stadion ist mit 25.000 Zuschauern bereits ausverkauft. Das ZDF überträgt beide Spiele live, auch im Eurosport Player und auf Eurosport 2 HD Xtra sind die Partien zu sehen.

   
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