BTSV schlägt auch Jena, Hansa holt ersten Sieg

Eintracht Braunschweig bleibt auch nach dem 3. Spieltag Tabellenführer. Gegen Carl Zeiss Jena feierte der BTSV am Dienstagabend einen 2:0-Sieg. Während Hansa (2:1 gegen Bayern II) und Großaspach (3:0 gegen Würzburg) erstmals in dieser Saison alle drei Punkte mitnahmen, endeten die Partien Kaiserslautern-Ingolstadt (0:0) und Uerdingen-Unterhaching (2:2) Unentschieden.

Jena 0:1 Braunschweig: BTSV siegt im Aluminium-Festival

Der erste Abschluss im Ernst-Abbe Sportfeld ließ 12 Minuten auf sich warten, ehe Hammann mit einem Freistoß in die Arme von Fejzic das erste Mal für ein wenig Gefahr sorgen konnte. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste aus Braunschweig allerdings deutlich besser und belohnten sich in der 29. Minute. Eine Hereingabe von Proschwitz wurde aus dem Fünfer zu Kessel abgeleitet, der den Ball volley links unten ins Eck hämmerte. Die Eintracht blieb klar das bessere Team. Zuerst traf Bär aus acht Metern das Tor nicht (33.) und kurz vor der Pause schoss Proschwitz das Leder nur an die Latte (41.). Jena, das schon vor der Pause zweimal wechselte – war mit dem 0:1 zur Pause bestens bedient.

Auch nach der Pause blieb es eine mehr als ansehnliche Partie. Kobylanskis Freistoß auf den Kopf von Pfitzner traf nur den Pfosten (54.). 13 Minuten später war es dieselbe Spielerkombination nach einer Ecke, doch wieder landete der Kopfball von Pfitzner am Aluminium. Jena wollte in diesem Aluspiel aber nicht nur zuschauen. Eine Viertelstunde vor dem Ende fasste sich Hammann mal ein Herz und traf seinerseits aus der Distanz nur die Latte (73.). Zehn Minuten vor dem Ende entschieden die Niedersachsen die Partie final. Kobylanski passte mustergültig das Leder auf Ademi, der aus neun Metern nur noch einschieben brauchte (80.). Der Sieg war am Ende hochverdient und hätte sogar noch ein Tor höher ausfallen können. Der BTSV startet damit perfekt mit drei Siegen aus drei Spielen und grüßt somit weiterhin von der Spitze. Jena hingegen ist als einziges Team noch punktlos.

Rostock 2:1 Bayern II: Breier und Vollmann treffen

Das Spiel an der Ostsee startete sehr unterhaltsam. Hansa begann mit viel Druck und versuchte besonders über Vollmann Akzente zu setzen. Nach seiner Vorlage wurde Ahlschwede gerade noch am Schuss gehindert (9.), quasi im Gegenzug vergab Wriedt aus elf Metern eine gute Chance (11.). Der nächste Abschluss folgte sieben Minuten später, als Königs aus der Drehung einen Ball über das Tor schoss. Auch die jungen Bayern versteckten sich weiterhin nicht. Zirkzee scheiterte in der 31. Minute gleich zweimal an Kolke im FCH-Tor. Das Spiel nahm weiter an Fahrt auf. Zuerst musste Straith nach einem schönen Bayern-Angriff auf der Linie retten (38.) und drei Minuten später klingelte es tatsächlich das erste Mal. Breier wurde auf die Reise geschickt, lief 20 Meter aufs Tor zu und hämmerte das Leder ins kurze Eck zur Führung (42.). Diese nahm die Kogge auch mit in die Pause.

Die erste gute Chance im zweiten Durchgang ließ keine zwei Minuten auf sich warten. Nachdem sich Breier auf rechts durchgesetzt hatte, musste Mai im letzten Moment vor Königs retten. Nur drei Minuten später erhöhte der FCH auf 2:0. Vollmann legte sich das Leder aus der Distanz zurecht und zog es traumhaft ins lange Eck. Hansa spielte weiter gut nach vorne und wollte das dritte Tor. Pepic probierte nach einer Stunde platziert einzuschieben, aber Hoffmann parierte mit dem Fuß (58.). Die jungen Bayern gaben sich nicht auf. Wriedts Schuss aus 16 Metern landete bei Kolke. Fünf Minuten vor dem Ende kam der FCB II wieder heran. Ein abgefälschter Distanzschuss von Stanisic landete unhaltbar im rechten Torwinkel (85.). Trotz zunehmendem Druck der Gäste konnte Hansa diesmal den Sieg über die Zeit retten.

Kaiserslautern 0:0 Ingolstadt: Torloses Remis trotz guter Chancen

Das Duell der ehemaligen Zweitligisten begann mit viel Kampf und Einsatz, dafür aber mit wenigen Höhepunkten. Die erste nennenswerte Aktion starteten die Gastgeber in der 17. Minute. Pick legte für Thiele ab, der aus zehn Metern rechts am Tor vorbeischoss. Große Chancen gab es kaum. Kutschke verlängerte nach 31 Minuten eine Hereingabe in Richtung Krauße, aber Grill war auf dem Posten. Fünf Minuten vor der Pause musste Buntic eine scharfe Hereingabe von Kühlwetter abwehren. Es ging torlos in die Kabine.

Nach dem Pausentee wurde das Spiel deutlich besser. Zuerst hämmerte Beister einen Ball mit viel Wucht an die Latte (53.), im Gegenzug versuchte Hemlein FCI-Keeper Buntic aus 60 Metern zu überraschen, doch der Schlussmann kam rechtzeitig zurück auf die Linie. Lautern drückte weiter. Schad wurde vor Buntic freigespielt, doch der Offensivmann scheiterte am überragend parierenden Schlussmann (62.). Das Spiel wurde auch intensiver, was in der 80. Minute in einer roten Karte mündete. Keller grätschte von hinten in die Beine von Thiele und sah sofort den roten Karton. Darüber regte sich FCK-Sportdirektor Henke derartig auf, dass auch er mit der roten Karte von der Bank verwiesen wurde. Lautern drängte im Anschluss nochmal auf die Führung. Ein Schuss von Starke in der vierten Minute der Nachspielzeit blieb aber die letze Chance des Spiels und landete direkt bei Buntic.

Uerdingen 2:2 Unterhaching: KFC punktet in Unterzahl

Das Spiel in Düsseldorf startete absolut furios. Nach nur drei Minuten traf Rodriguez für den KFC nach einer Flanke von Großkreutz nur die Latte. Quasi im Gegenzug holten sich Haching aber die Führung. Luca Marseiler tanzte erst einige Gegenspieler aus und schloss dann ab, sodass sein abgefälschter Ball unter der Latte im Tor einschlug. Die Münchner Vorstädter setzten nur zehn Minuten später gleichmal nach. Lukimya verlor den Ball im Aufbau an Heinrich, der sich auch gegen drei Mann durchsetzen konnte und das Leder rechts unten zum 2:0 einschob. Haching spielte weiter nach vorne und fing sich nach einer halben Stunde überraschend den Anschluss. Gündüz steckte auf Rodriguez durch, dessen abgefälschter Schuss ebenfalls im Tor einschlug (29.). Nur eine Minute später stellten die Uerdinger auf 2:2! Nach einer schnell ausgeführten Ecke flankte Rodriguez auf Evina, der am kurzen Pfosten einnickte (30.). Nur wenige Minuten später schwächten sich die Gastgeber aber wieder selbst. Lukimya verlor das Leder als letzter Mann und foulte Marseiler. Folgerichtig sah er direkt die rote Karte (39.). Den fälligen Freistoß setzte Schimmer in die Mauer, sodass es beim 2:2 zur Pause blieb.

Die Unterzahl ließen sich die Uerdinger aber nicht in extremer Weise anmerken. Haching probierte es vor allem über Standards. Ein Freistoß von Bandowski fand Schimmer am langen Pfosten, dessen Kopfball flog aber links vorbei (61.). Große Chancen sollten sich aber kaum noch ergeben, da Uerdingen sehr tief stand. Heinrichs Schuss aus 18 Metern flog in der 70. Minute nur knapp am linken Pfosten vorbei, war aber auch bis dato seit langem die beste Aktion. Haching wirkte spielerisch besser und näher am Siegtor, doch die beste Chance hatte fünf Minuten vor dem Ende der Gastgeber. Eine lange Flanke von Gündüz klatschte noch an den Pfosten. Somit war das Remis am Ende sogar ein wenig glücklich aus Hachinger Sicht.

Würzburg 0:3 Großaspach: SGS feiert ersten Sieg

Keine Minute war am Dallenberg gespielt, da gab es schon den ersten Aufreger. Hansen grätschte im Strafraum Behounek um und es gab Elfmeter für die Gäste. Jüllich nahm sich der Sache an und verwandelte links halbhoch. Die Kickers brauchten einige Minuten um sich zu erholen. Ihre erste Chance ergab sich nach 23 Minuten. Einen schönen Freistoß setzte Hemmerich auf den linken Winkel, aber Reule war da und konnte noch parieren. Obwohl die Kickers spielerisch klar überlegen waren, konnten sie sich gegen die starken Aspacher keine Chancen erspielen, sodass es beim 0:1 zur Pause blieb.

Aus der Halbzeit kam die SGS wieder besser und hatte gleich eine gute Chance. Poggenbergs Distanzschuss ging nur knapp links am Pfosten vorbei (47.). Aber auch die Würzburger ließen sich nicht lumpen. Luke Hemmerich traf in der 57. Minute abgefälscht nur den Pfosten. Wiederum waren es aber die Gäste, die zwingender ihre Angriffe zu Ende spielten. Brünker legte das Leder zentral vor dem Tor auf Behounek ab, der sich drehte und es flach links unten zum 2:0 ins Tor versenkte (63.). Die Kickers wirkten nicht in der Lage, die Führung der Gäste nochmal zu gefährden. Dagegen spielte die SGS sogar auf das nächste Tor. Imbongo Boele mit einem Freistoß (71.) und einem Distanzschuss (78.) verpassten eine höhere Führung. In der Nachspielzeit machten es die Gäste doch noch deutlich. Kai Brünker erzielte in der dritten Minute den 3:0-Endstand. Nach zuletzt zwei Pleiten feierte Großaspach damit den ersten Saisonsieg, während Würzburg zum zweiten Mal in Folge verlor.

   
Back to top button