Braunschweig: Fan-Aufruf zum Verzicht auf Ticket-Erstattung

Zur finanziellen Entlastung von Eintracht Braunschweig in der Corona-Krise sollen Anhänger der Löwen bei einer Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen auf ihre Ansprüche auf Erstattung von Dauerkarten und bereits gekaufter Tagestickets verzichten. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichten fast 60 Fanklubs der Niedersachsen.

"Ich pfeif auf die die Kohle – der Eintracht zum Wohle“

Die Aktion "Ich pfeif auf die Kohle – der Eintracht zum Wohle“ nach dem Vorbild von Fans mehrerer anderer Vereine aus den drei deutschen Profiligen soll Eintracht Braunschweig von der Pflicht zur Rückzahlung der Guthaben von Fans besonders durch Saisontickets entbinden. "Da die Zuschauereinnahmen für die Clubs der 3. Liga besonders wichtig sind, möchten wir unserer Eintracht auch in dieser besonderen Situation zur Seite stehen“, heißt es in dem auf der Eintracht-Homepage veröffentlichten Aufruf der unter dem Dach des Ex-Meisters organisierten Fan-Zusammenschlüsse.

Für die Eintracht geht es um vergleichsweise viel Geld. Vor Beginn der momentan unterbrochenen Saison hatte Braunschweig gut 13.000 Jahrestickets verkauft. In den noch ausstehenden fünf Spielen der Eintracht im heimischen Stadion an der Hamburger Straße könnten die jeweiligen Inhaber im Falle einer Fortsetzung der Spielzeit allerdings von ihren Dauerkarten aufgrund der Corona-Beschränkungen keinen Gebrauch mehr machen. Auch zu einem möglichen Heimspiel in der Relegation, die Braunschweig bei derzeit nur drei Punkten Rückstand auf den Tabellendritten SpVgg Unterhaching noch erreichen könnte, wären keine Besucher zugelassen.

"Alle Kräfte mobilisieren"

Die Initiatoren bezeichnen die Unterstützungsmaßnahme mit dem hohen Grad des sozialen und karitativen Engagements im Verein. "Seit Jahren ist das soziale und karitative Engagement der Eintracht-Familie beispielhaft und nun gilt es einmal mehr alle Kräfte zu mobilisieren, um unserem Verein unter die Arme zu greifen“, schrieben die Fan-Klubs.

   
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