Borussia Dortmund II: Umbau der Roten Erde verzögert sich erneut

Dauerbaustelle Rote Erde: Eigentlich wollte die U23 von Borussia Dortmund ab Januar wieder in der heimischen Spielstätte auflaufen, doch weil sich die Umbauarbeiten erneut verzögern, wird daraus nichts, wie die "Ruhr Nachrichten" melden. Da auch der Signal-Iduna-Park zu Beginn des Jahres nicht durchgehend zur Verfügung steht, muss der BVB erneut umziehen.

Rückkehr frühestens Ende Februar

Wie schon im Spätsommer und Herbst, als sich die Arbeiten schonmal verzögert hatten, sind es die Kohleschächte unterhalb des Spielfelds, die für Probleme sorgen. Denn weil die Hohlräume deutlich größer waren als gedacht, nahm die Verfüllung mit Beton mehr Zeit in Anspruch. "Rund 350 Bohrungen ins Erdreich und rund 3.400 Tonnen Beton mussten zur Verfüllung unter dem Stadion eingesetzt werden", erklärt Bernd Kruse, Geschäftsführer der Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund, gegenüber der Zeitung.

Erst in den kommenden Tagen sollen die Arbeiten endgültig abgeschlossen sein. Sofort nutzbar ist das Stadion danach allerdings nicht, da zunächst noch die für den Drittliga-Spielbetrieb vorgeschriebene Rasenheizung eingebaut werden muss. Damit soll am 9. Januar begonnen werden, sodass die Rote Erde ab Ende Februar wieder zur Verfügung stehen würde. Doch nicht einmal dieser Zeitplan ist in Stein gemeißelt, da unklar ist, ob alle Baumaterialen rechtzeitig geliefert werden können. Außerdem steht nun die Frostperiode samt Schneefällen an. Zum Vergleich: Ursprünglich sollten sämtliche Arbeiten bereits im vergangenen Sommer abgeschlossen sein.

Umzug nach Wuppertal oder Köln?

Dass sich der Umbau nun erneut verzögert, sorgt für Probleme. Denn in den benachbarten Signal-Iduna-Park kann die U23 zu Beginn des Jahres nicht ohne weiteres ausweichen, da der Rasen durch Spiele in der Bundesliga und der Champions League bereits stark beansprucht wird und keine weitere Belastung vertragen kann. Für die Partie gegen den VfL Osnabrück am 21. Januar muss der BVB in jedem Fall ausweichen, da die erste Mannschaft am Tag darauf gegen den FC Augsburg spielt. Und auch das Duell mit dem 1. FC Saarbrücken am 11. Februar wird kaum im Signal-Iduna-Park stattfinden können, da vier Tage später der FC Chelsea in Dortmund gastiert.

Vieles spricht dafür, dass der BVB II nochmal nach Wuppertal umzieht, wo bereits die Partien gegen Duisburg, Verl und Köln stattfanden. Allerdings ist noch offen, ob der DFB erneut eine Ausnahmegenehmigung erteilen wird. Zum Problem könnte außerdem werden, dass das Stadion am Zoo über keine Rasenheizung verfügt – und für Spiele bei Schnee oder Frost somit nicht geeinigt ist. Als Alternative soll laut den "Ruhr Nachrichten" daher auch Köln als Spielort in Frage kommen. In der Domstadt könnte entweder im Sportpark Höhenberg (Viktoria Köln) oder im Südstadion, der Heimat von Fortuna Köln, gespielt werden. Ab Ende Februar soll es nach elf Monaten dann endlich zurück in die Rote Erde gehen. Vorgesehen war ursprünglich eine Bauzeit von vier Monaten.

   

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