0:3! Preußen Münster kommt in Würzburg unter die Räder

Die Würzburger Kickers konnten sich am Mittwochabend im Nachholspiel des 22. Spieltages mit 3:0 gegen Preußen Münster durchsetzen und damit den ersten Heimsieg nach fast einem halben Jahr einfahren. Elia Soriano brachte den Aufsteiger mit zwei Toren in der 4. und 10. Spielminute schon früh auf die Siegerstraße. 

Würzburger Traumstart

Die Kickers fanden vor 3.896 Zuschauern gut in die Partie und gingen bereits nach nur vier Minuten in Führung: Nach einem Abspielfehler der Preußen schnappte sich Billick den Ball, steckte zu Elia Soriano durch, der aus drei Metern zum 1:0 für den Aufsteiger einnetzte. Die Hausherren blieben am Drücker und hatten nur Sekunden später die nächste gute Chance, Weißenberger traf den Ball nach einer Flanke von Daghfous jedoch nicht richtig. Die Preußen waren unterdessen zwar durchaus bemüht, gaben in Person von Amachaibou aber nur einen gefährlichen Schuss in der Anfangsphase ab (8.). Würzburg zog sein Spiel dagegen unbehelligt auf und baute die Führung nach zehn Minuten auf 2:0 aus. Erneut war es Elia Soriano, der die Abwehr der Preußen alt aussehen ließ – auch Lomb hatte beim Schuss aus kurzer Distanz keine Chance. Die Elf von Trainer Horst Steffen war danach sichtlich geschockt und bekam kaum noch selten einen Pass über mehrere Stationen zustande. Die Kickers dagegen spielten mit der komfortablen Führung im Rücken befreit auf und standen in der 17. Minute bereits kurz vor dem 3:0: Lomb konnte einen Schuss von Daghfous aber gerade noch um den Pfosten lenken. In der Folge nahm die Hollerbach-Elf das hohe Tempo der Anfangsphase etwas raus. Die Gefahr in einen Angriff der Gäste zu laufen, bestand jedoch nicht, denn Münster hatte nach wie vor große Probleme beim Spielaufbau. Lediglich Amachaibou bot sich nach 33 Minuten per Freistoß eine Chance, er beförderte das Spielgerät jedoch links über das Tor. Die Kickers verwalteten die Partie in den Minuten bis zur Pause geschickt und verabschiedeten sich unter dem frenetischen Applaus der Fans in die Kabinen.

Münster erschreckend schwach

Auch nach dem Wiederanpfiff blieben die Hausherren das bessere Team, von Münster ging weiter kaum Gefahr aus. In Minute 56 hätte Soriano bereits alles klar machen können, wurde im Strafraum aber im letzten Moment am Torschuss gehindert. Fünf Zeigerumdrehungen später kamen die Preußen dann zur ersten gefährlichen Torchance im Spiel: Amachaibou brachte den Ball nach einer Ecke auf das Tor, Fennell konnte den Ball aber blocken. Danach spielte wieder nur der FWK, der nach 68 Minuten gleich mehrere Chancen auf das 3:0 hatte: Doch sowohl Weißenberger als auch Benatelli und Doppeltorschütze Soriano blieben an Abwehrspielern der Preußen hängen. Kurz danach war es erneut Weißenberger, der eine Flanke von Daghfous knapp verpasste (69.). Horst Steffen stellte offensiv um, doch im Spiel nach vorne präsentierten sich die Westfalen nach wie vor erstaunlich schwach – Torchancen blieben daher zunächst komplett aus. Acht Minuten vor dem Ende lief Soriano nochmal frei auf Lomb zu, scheiterte aber am besten Preußen des Abends. Auch in der 90. Minute verhinderte der SCP-Keeper nach einem Schuss von Daghfous den dritten Gegentreffer, eine Minute später war er dann aber machtlos: Nach einer Ecke bekamen die Adlerträger den Ball nicht geklärt, Royal-Dominique Fennell kam so an das Spielgerät und jagte es aus der Distanz zum 3:0-Endstand in die Maschen. Mit dem zweiten Heimsieg der Saison rückt der FWK in der Tabelle auf Rang 7 vor und liegt nun nur noch zwei Zähler hinter den Preußen, die nach der zweiten Niederlage in Folge den Anschluss nach oben etwas aus den Augen verloren haben.

 

 

   
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