Biss-Vorwurf: HFC-Präsident stärkt Bohl den Rücken

Es war der Aufreger beim Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC: Hat Daniel Bohl seinen Gegenspieler Philip Türpitz vor dessen Tätlichkeit in den Arm gebissen? HFC-Präsident Michael Schädlich stärkt Bohl den Rücken – und kritisiert Türpitz.

"Rechtfertigung für Ellbogencheck"

"Wir haben mit ihm gesprochen, er bestreitet eine derartige Aktion", berichtet Schädlich in einem Interview auf der Vereinshomepage der Saalestädter. "In keinem Fernsehbild, auf keinem Foto ist ein Biss auszumachen. Folglich stützt sich diese reißerische Berichterstattung ausschließlich auf die Aussage des FCM-Spielers, der sich damit für seinen Ellbogencheck rechtfertigt", führt Schädlich weiter aus. Da Aussage gegen Aussage stehe, sei klar, dass "wir der Version unseres Spielers Glauben schenken." Schädlich hofft, dass "diese unsägliche Diskussion damit vom Tisch ist." Ob das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nachträglich ermitteln wird, ist aber noch offen.

Kühne: "Bemerkenswert"

Manager Michael Kühne zeigte sich mit dem Auftritt der Mannschaft trotz der Niederlage unterdessen zufrieden: "Es war unter den gegebenen Umständen mit fehlendem Kapitän, frühem Rückstand und umstrittenem Platzverweis (gegen Marvin Ajani, Anm. d. Red.)  bemerkenswert, wie sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage gestemmt hat." Das Team habe Charakter und Moral bewiesen und hätte den Ausgleich verdient gehabt, so Kühne weiter. "Diese Einstellung muss unser Maßstab sein", fordert der HFC-Manager und lenkt den Blick auf das anstehende Duell gegen Rostock. "Das gilt für die Mannschaft ebenso wie für die Fans und uns als Verantwortliche. Das Restprogramm bis zur Winterpause hat es in sich", weiß Kühne. Nach dem Spiel gegen Hansa gastiert der HFC erst in Zwickau und dann bei Tabellenführer Paderborn. Angesichts der Auswärtsschwäche (erst ein Sieg) sind drei Punkte gegen den zuletzt stark aufspielenden F.C. Hansa fast schon Pflicht, um die Blicke nicht wieder nach unten richten zu müssen.

 

 
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