Bis zu zehn Ausfälle! Dynamo vor Ostderby mit Personalnotstand

Große Personalsorgen bei Dynamo Dresden: Für das Ostderby beim Halleschen FC (Samstag, 14 Uhr) fallen bis zu zehn Spieler aus. Dennoch sollen unbedingt drei Punkte her.

Arslan krank, Lewald gesperrt

Lang war sie, die Liste an erkrankten und verletzten Spielern, die Trainer Markus Anfang bei der Pressekonferenz am Donnerstag verlesen musste. Neben den langzeitverletzten Stefan Drljaca (Muskelbündelriss) und Kyrylo Melichenko (Knie-Verletzung) fallen auch Jonathan Meier, Manuel Schäffler (beide Hüpfprobleme), Tobias Kraulich (Oberschenkel-Verletzung), Tom Berger (Schlag in die Wade) und Jonas Oehmichen (Rückenschmerzen) aus. Fraglich sind zudem die Einsätze von Panagiotis Vlachodimos (angeschlagen) und Ahmet Arslan (krank), wobei Anfang in Bezug auf Arslan davon sprach, dass die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Rückkehr "sehr, sehr gering" sei. Hinzukommt noch, dass Jakob Lewald gesperrt ist. Damit sind Lars Bünning und Kevin Ehlers die einzig verbliebenen Innenverteidiger und somit gesetzt.

Wie Anfang berichtete, sei es aufgrund der zahlreichen Ausfälle schwierig gewesen, die Trainingswoche wie geplant aufrecht zu erhalten. Eine für Mittwochnachmittag angesetzte Einheit etwa war kurzfristig gestrichen worden, "um noch mehr Verletzungen oder Erkrankungen zu vermeiden". Außerdem führte die angespannte Personallage dazu, dass derzeit vier Spieler aus der U19 mittrainieren, damit im Elf-gegen-Elf gespielt werden kann. Ob einer von ihnen am Samstag im Kader stehen wird, ließ Anfang offen. Gut möglich aber, dass angeschlagene Akteure mit nach Halle reisen werden, damit die U23-Regel erfüllt werden kann.

Ausfälle nicht als Ausrede

Gleichzeitig machte Dresdens Coach aber klar, dass die zahlreichen Ausfälle keine Ausrede sein dürften: "Wir müssen uns dagegen wehren, dürfen uns nicht ergeben. Es ist die Chance die Spieler, die bisher weniger gespielt haben." Damit in Halle drei Punkte eingefahren werden, gelte es, mit derselben Leidenschaft und Energie aufzutreten wie gegen Essen. "Den Anspruch sollte jeder haben", so Anfang. "Es muss nicht jeder Ball ankommen, aber ich muss signalisieren, dass ich alles dafür tun will."

Neben der Offensivstärke ist auch die Abwehr nach bereits elf Gegentoren in diesem Jahr gefordert – zumal der HFC im Offensivbereich "sehr gut aufgestellt" sei, wie Anfang betonte. Insgesamt erzielte Halle in dieser Saison schon 42 Tore – und damit nur fünf weniger als Dynamo. Die SGD ist also gewarnt, geht aber natürlich als Favorit in die Partie – und will dieser Rolle auch gerecht werden, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen.

   
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