Bis zu neun Ausfälle! Dynamo mit Personalsorgen vor Derby

Vor der Saison-Rekordkulisse von rund 30.000 Zuschauern trifft Dynamo Dresden am Samstag im Derby auf Erzgebirge Aue, hat im Vorfeld allerdings mit Personalsorgen zu kämpfen. Bis zu neun Spieler drohen auszufallen, darunter Christian Conteh, der im Hinspiel den Siegtreffer erzielt hatte.

Quartett fraglich

Immer noch etwas erkältet kam Trainer Markus Anfang am Donnerstagvormittag zur Spieltags-Pressekonferenz. Es passte ins Bild, denn auch mehrere seiner Spieler sind derzeit angeschlagen. Während Luca Hermann (Reha nach Knie-OP), Michael Akoto (Sehnenentzündung im Fuß), Paul Will (Sprunggelenksverletzung) und Jong-min Seo (Fußprobleme) nach wie vor verletzt fehlen, steht Panagiotis Vlachodimos nach einer Mandelentzündung noch nicht wieder zur Verfügung.

Auch Manuel Schäffler ist krank und konnte unter Woche nur Teile des Trainings absolvieren, Park Kyu-hyun stand, nachdem er beim Spieler-Ersatztraining einen Schlag auf die Wade bekommen hatte, in dieser Woche noch gar nicht auf dem Platz. Zudem mussten am Mittwoch mit Christian Conteh (umgeknickt) und Niklas Hauptmann (Adduktoren-Probleme nach Zusammenprall) gleich zwei Spieler das Training abbrechen.

Nicht die besten Vorzeichen für das Derby, zumal mit Conteh der Siegtorschütze aus dem Hinspiel auszufallen droht. "Wir hoffen, dass der eine oder andere noch dabei sein kann, haben aber wenig Einfluss darauf", so Anfang. Auf eine möglicherweise zu hohe Belastung seinen die drohenden Ausfälle aber nicht zurückzuführen, betonte der 48-Jährige – und blieb trotz der Personalsorgen gelassen: "Wir machen uns keinen Kopf. Schon in der Hinrunde mussten wir mit vielen Ausfällen umgehen und kennen es daher." Die Vorbereitung auf die Partie am Samstag sei daher dieselbe wie immer. "Wir haben einen großen Kader, dem vertrauen wir."

"Dafür spielt man Fußball"

Auch die Fans im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion werden Dynamo tragen. "Man merkt bei den Jungs, dass es ein besonders Spiel ist. Das ist auch gut so, denn dafür spielt man Fußball." Das ausverkaufte Stadion sei "eine zusätzliche Motivation", so Anfang. Gift und Galle sei in so einem Spiel in Ordnung, "sollte aber nur auf dem Platz ausgetragen werden". Dresdens Coach mahnte: "Wir müssen bei uns bleiben und dürfen uns nicht von Emotionen leiten lassen. Es geht um drei Punkte."

Diese gegen Aue einzufahren, wird keine leichte Aufgabe, schließlich sind die Veilchen gut in Form und haben aus den sieben Spielen in diesem Jahr starke 16 Punkte geholt – einen Zähler mehr als Dynamo. Die letzten drei Partien gegen Mannheim, Wiesbaden und Saarbrücken hat der FCE allesamt mit 2:1 gewonnen. Entsprechend ist die SGD gewarnt: "Man erkennt die Handschrift von Pavel Dotchev. Sie kommen mit ordentlich Selbstvertrauen." Dem will die SGD mit viel Leidenschaft und Kampf entgegenwirken – vor allem dann, wenn tatsächlich neun Spieler ausfallen sollten.

   
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