Bis zu neun Ausfälle: SGD mit Personalsorgen gegen Zwickau

Als wäre die sportliche Situation bei Dynamo Dresden nach fünf sieglosen Spielen und bereits neun Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz nicht schon angespannt genug, kommen nun auch noch Personalsorgen hinzu. Beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau werden am Samstag gleich bis zu neun Spieler ausfallen.

Duo noch fraglich

Ein Zettel mit allen Namen darauf musste Trainer Markus Anfang auf der Pressekonferenz am Donnerstag zur Hilfe nehmen, um keinen der verletzten oder angeschlagenen Spieler zu vergessen. Während Jongmin Seo (Knöchelverletzung), Luca Herrmann und Panagiotis Vlachodimos (beide Knie-OP) schon seit längerer Zeit ausfallen, hat sich Michael Akoto beim Spiel in Wiesbaden am Knöchel verletzt und steht damit ebenso wie Robin Becker (Oberschenkelbeschwerden) nicht zur Verfügung. Stefan Kutschke, der sich zudem den kleinen Zeh gebrochen hat, und Ahmet Arslan fallen aufgrund von Gelbsperren aus.

Fraglich sind noch die Einsätze von Dennis Borkowski (nach Grippe) und Claudio Kammerknecht (Oberschenkel-Probleme). Gut möglich daher, dass einige U19-Spieler in den Kader aufrücken werden, "allerdings müssen wir auch bedenken, dass die Jungs alle schulpflichtig sind und bald Abitur schreiben", so Anfang. "Sie können also nicht dauerhaft mit der Mannschaft trainieren."

"Hätte alle Spiele gewinnen können"

Doch ganz egal, wer am Samstag auf dem Platz steht, das Ziel ist klar: Es müssen unbedingt drei Punkte her, damit der Rückstand zu den Aufstiegsplätzen von derzeit bereits neun Zählern nicht noch größer wird. Dass Dynamo nach 16 Spieltagen lediglich Mittelmaß ist, macht Anfang allein an den Ergebnissen, nicht aber an den Leistungen fest. "Natürlich hätten wir mehr Punkte haben müssen, aber wir hätten alle Spiele der bisherigen Saison auch für uns entscheiden können."

Tatsächlich stehen aber lediglich sechs Siege auf dem Konto. Zum Vergleich: Tabellenführer Elversberg konnte doppelt (!) so viele Partien gewinnen – und liegt daher satte 16 Zähler vor der SGD. Der Knackpunkt: "Im Strafraum sind wir momentan nicht durchsetzungsstark genug. Und hinten bekommen wir aus wenigen Aktionen Gegentore." Beides zeigte sich am Dienstag auch bei der 0:1-Pleite in Wiesbaden. "Solche Niederlagen tun weh und zerren an uns, aber das ist gut. Denn wenn es nicht weh tun würde, dann hätte man nicht den richtigen Anspruch an sich selbst."

Dynamo will Fans beschenken

Es gelte nun, aus dieser Phase zu lernen und es schnell besser zu machen – und zwar schon am Samstag. "Wir müssen alle Kraft reinlegen, um für die Fans einen vernünftigen Jahresabschluss zu finden. Die Fans sind arg gebeutelt durch die Situation. Wir sind nicht glücklich, das zerfrisst einen." Doch jammern will Anfang nicht, "wir müssen uns dagegen wehren und es als Herausforderung annehmen. Der Wille muss klar erkennbar sein." 24.500 Tickets sind bislang verkauft, damit wird es nach der Minuskulisse gegen Freiburg II (18.460) die größte Kulisse in dieser Saison. Ob die Fans den ersten Sieg seit Anfang Oktober feiern dürfen?

   
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