Bierofka von Schiedsrichter bedient: "So können wir aufhören"

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Daniel Bierofka war richtig in Rage. Nach der 0:3-Pleite von 1860 München beim Halleschen FC ärgerte sich Löwen-Coach mit all seinem urbayerischen Temperament über die Fehlentscheidung des Schiedsrichters beim richtungsweisenden Führungstreffer der Gastgeber.

"Sage besser nichts mehr"

"Wenn man das nicht sieht", echauffierte sich Bierofka am "Magenta Sport"-Mikrofon über das 1:0 des HFC durch Kilian Pagliuca nach 18 Minuten aus klarer Abseitsposition, "wenn man das nicht sieht, dann können wir aufhören. Der stand ein Meter im Abseits." Bevor sich der 40-Jährige ("Das sind wichtige Momente. Wenn der Schiedsrichter pfeift, steht es weiter 0:0") jedoch weiter um Kopf und Kragen redete, verpasste Bierofka sich selbst aber gerade noch rechtzeitig einen Maulkorb: "Ich sage besser nichts mehr."

Sein Unmut war kurz nach der Pause noch zusätzlich durch das nicht anerkannte Tor zum mutmaßlichen Ausgleich nach einem Kopfball von Simon Lorenz geschürt worden. "Das sieht man auch recht deutlich: Der Torhüter steht auf der Linie und holt den Ball mit dem Arm von hinten raus", ärgerte sich Bierofka über eine weitere Entscheidung des Unparteiischen in den vergangenen Spielen zu Ungunsten der Münchner, "die momentan nicht in unsere Karten spielen."

Alleine die unglücklichen Entscheidungen des Schiedsrichters waren allerdings auch für Bierofka nicht ausschlaggebend für den nächsten Dämpfer. "Das Entscheidende war, dass wir die physische Präsenz und die Dynamik, die Halle auf den Platz gebracht hat, nicht eindämmen konnten", merkte der Ex-Profi auf der Pressekonferenz kritisch an.

Klassenerhalt noch nicht endgültig sicher

Durch Halles Sieg können die Löwen außerdem immer noch keinen Haken am angestrebten Klassenerhalt machen. Nach vier Spielen ohne Sieg nacheinander und sogar drei Pleiten in Serie ist der Vorsprung des Aufsteigers (sieben Punkte) auf die Mannschaften in der Gefahrenzone vier Runde vor Saisonschluss immer noch nicht groß genug, um endgültig aufatmen zu können. Sein Team müsse "den Mund abputzen" und sich aus dieser unbefriedigenden Situation "herauskämpfen", appellierte Bierofka an Moral und Charakter seiner Spieler.

Hoffnung auf eine Trendwende schon im nächsten Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten Karlsruher SC macht die sich abzeichnenden Entspannung im Löwen-Lazarett. Nachdem an der Saale gleich fünf U23-Spieler im Gästeteam gestanden hatten, setzt Bierofka darauf, dass "nächste Woche wieder wichtige Spieler zurückkommen. Dann werden wir gegen den KSC eine andere Löwen-Mannschaft sehen."

   
  • Peter Kluthausen

    Ich bin als Hallenser seit langen "60 Fan" und war am SA hin und her gerissen. Das 1:0 für den HFC war nie im Leben abseits !Dax wird der 60 Trainer mittlerweile auch gesehen haben. Das vermeintliche Ausgleichstor war mit keiner Kameraeinstellung erkennbar. Aber die Münchner waren dem HFC in allen Belangen unterlegen und bei allem Optimismus auch mit einem Ausgleichstor wäre Halle mit der gezeigten Leistung als Sieger vom Platz gegangen.
    Ich freue mich schon auf die Spiele gegen Madeburg !!! Und, das der HFC als Sieger aufsteigt. Ich drücke, auch als 60 Fan den HFC die Daumen.

  • Doppelherz

    Was für ein schlechter Verlierer!
    Die Leistung der ’60ger war unterirdisch!!
    Bei der ganzen Schirischelte der letzten Wochen muss man mal anerkennend bemerken, dass dieser Schiri super war. Er ist nämlich so gut wie nie aufgefallen.

  • HowdyM

    Ich frage mich, was für ein Spiel der gesehen hat. Die Fernsehbilder beweisen, dass das Tor KEIN Abseits war, ob der Ball wirklich im Tor war, beweist auch kein Bild….und er stand bei beiden Situationen noch weiter weg und noch ungünstiger zur Szene als die Schiris.

    • Sterneneisen

      Nein, der große Bierofka sieht aus 60+ Metern Entfernung alles besser als die anderen. Aus den TV Bildern lässt sich erkennen, dass kein Abseits vorlag. Außerdem ist in den Bildern eben nicht eindeutig zu sehen, ob der Ball über der Linie war. Die Proteste der Spieler hielten sich auch sehr in Grenzen. Kann sich jeder seinen Teil denken hinsichtlich "eindeutig". Bierofka zeigt sich als schlechter Verlierer, dabei war der Auftritt seiner Mannschaft blutleer.
      Der Schiri war allerdings wirklich nicht der Beste hinsichtlich einer fehlenden Linie bei der Kartenvergabe. Er hat das permanente Grätschen mit offener Sohle der Löwen viel zu spät angemessen geahndet. 3, 4 Gelbe mehr hätten sein müssen wegen gefährlichen Spiels einiger 60er Spieler, dann wäre dem frühzeitig ein Riegel vorgelegt worden. So kann man in Halle glücklich sein, dass keiner verletzt vom Platz musste…

  • Phillip

    Gut das hier keiner erwähnt, dass das 1-0 eben auch tatsächlich kein Abseits war. Der vermeintliche Ausgleich – nunja womöglich war der Ball schon teils hinter der Linie.

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