Bericht: Telekom zahlt 16 Millionen Euro für Exklusiv-Rechte

Mit der Bekanntgabe, die Exklusiv-Rechte im TV-Bereich ab der Saison 2018/19 an die Telekom verkauft zu haben, sorgte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag für großes Aufsehen. Finanziell scheint sich der Deal aber zu lohnen: Laut dem "Kicker" lässt sich die Telekom die Rechte pro Jahr 16 Millionen Euro kosten. Ein lukratives Geschäft – vor allem für die Vereine.

Fernsehgelder steigen

Denn mit dem Einstieg der Telekom ist klar: Ab der Saison 2018/19 werden sich die Fernsehgelder für alle Vereine erhöhen. Allein der Telekom-Deal spült den Drittligisten in eineinhalb Jahren mindestens 800.000 Euro jährlich in die Kassen. Bei der aktuellen Konstellation mit zwei U23-Teams, die nicht am Geldtopf beteiligt werden, wären es sogar knapp 900.000 Euro. Und das ist nicht alles: Auch die ARD hat sich ein Rechtepaket gesichert, wenngleich dieses deutlich kleiner ausfällt als bisher. Die Summe von 12,8 Millionen Euro, die der Sender derzeit jährlich zahlt, dürfte daher zwar nicht ganz erreicht werden, doch im mittleren bis hohen siebenstelligen Bereich wird sich das jährliche Volumen vermutlich schon bewegen.

1-Million-Marke wird überschritten

Heißt also: Die TV-Gelder überschreiten ab der Saison 2018/19 die Marke von einer Million Euro. Ein nicht unerheblicher Anstieg, erhält jeder Verein in der aktuellen Spielzeit doch lediglich knapp 700.000 Euro. Dennoch vergrößert sich die finanzielle Kluft zur 2. Liga weiter. Im Bundesliga-Unterhaus kassiert jeder Klub bereits ab der kommenden Saison rund zehn Millionen Euro – mindestens. Wie die Telekom die Übertragung der 3. Liga derweil vermarkten will, ist noch unklar. Zum Vergleich: Schließt man derzeit ein EntertainTV-Jahresabo ab, das unter anderem die Spiele der Basketball-Bundesliga beinhaltet, wird jeden Monat ein Betrag von 9,95 Euro fällig. Neben der 3. Liga zeigt die Telekom künftig übrigens auch ausgewählte Spiele der Frauen-Bundesliga (ab 2017/18). Bereits im Angebot enthalten ist neben der Basketball-Bundesliga (BBL) auch die Deutsche Eishokey-Liga (DEL).

 

   
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