Bericht: Erfurt fehlen 500.000 Euro – Lizenz in Gefahr?

Neben dem sportlichen Klassenerhalt muss sich der FC Rot-Weiß Erfurt offenbar auch Sorgen um den finanziellen Erhalt der Liga machen. Wie die "Bild" berichtet, fehlen den Thüringern für die Zulassung zur kommenden Drittliga-Saison rund 500.000 Euro. Treibt RWE das Geld nicht bis zum 1. April auf, könnte die Lizenz in Gefahr sein.

"Die Stadt steht zum Verein. Wir wollen helfen"

Knackpunkt ist offenbar die hohe Stadionmiete, die pro Saison etwa 500.000 Euro beträgt. Vor einigen Wochen deutete Präsident Rolf Rombach bereits an, die Summe in dieser Höhe nicht zahlen zu können. Ein weiterer Grund für die finanziellen Probleme ist die späte Fertigstellung des neuen Stadions. "Wir sind trotzdem davon überzeugt, dass der Bau der Arena ohne Alternative war. Nur so lässt sich ein Profiverein in diesen modernen Zeiten vernünftig betreiben“, so Präsident Rolf Rombach in einer Vereinsmitteilung. Möglicherweise könnte die Stadt Erfurt dem mit 5,3 Millionen Euro verschuldeten Verein nun unter die Arme greifen. "Die Stadt steht zum Verein. Wir wollen helfen", kündigt Oberbürgermeister Andreas Bausewein in der "Bild" an. Der 43-Jährige betont aber auch, dass die Hilfe "einmalig" sei und an einen Neuanfang auf "allen personellen Ebenen" gekoppelt sei. Klar ist: "Helfen wir dem Klub nicht, dann wird es Rot-Weiß Erfurt nicht mehr geben", so Bausewein.

Zwangsabstieg bei Nichterfüllung

Die finale Entscheidung über die Zulassungserteilung für die kommende Saison trifft der DFB spätestens bis zum 15. Juni. Sollte sich dann herausstellen, dass RWE die an die Zulassung geknüpften Bedingungen nicht erfüllt hat, wäre ein Zwangsabstieg in die Regionalliga die Folge. Dieser wäre dann wohl gleichbedeutend mit der Insolvenz.

   
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