Bericht: Eintracht Braunschweig buhlt um Nick Proschwitz

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Mitte Oktober aus der Vereinslosigkeit geholt, schlug Nick Proschwitz beim SV Meppen voll ein: 14 Tore und drei Vorlagen in 27 Spielen stehen für den 32-jährigen Stürmer zu Buche. Eine beachtliche Quote, die nach Angaben der "Braunschweiger Zeitung" nun Eintracht Braunschweig auf den Plan ruft.

Stürmer würde Geld kosten

Wie das Blatt berichtet, soll Trainer Anndré Schubert den Angreifer auf seiner Wunschliste für die kommende Saison stehen haben. Klar ist allerdings: Beim SV Meppen ist Proschwitz noch bis 2021 vertraglich, sodass der BTSV wohl eine sechsstellige Ablösesumme auf den Tisch legen müsste. Doch dass die Löwen durchaus bereit sind, Geld für neue Spieler in die Hand zu haben, zeigte sich bereits im vergangenen Winter: Marcel Bär, Benjamin Kessel, Bernd Nehrig und Nils Rütten ließ sich die Eintracht insgesamt rund 500.000 Euro kosten.

Eine ähnlich Summe könnte nun auch für Proschwitz fällig werden, zumal der SV Meppen wenig überraschend kein Interesse daran hat seinen besten Stürmer abzugeben: "Auch wenn Nick jetzt 32 ist, kannst du so einen Torjäger nicht einfach ziehen lassen", stellte Trainer Christian Neidhart zuletzt klar. Proschwitz selbst hielt sich derweil bedeckt und vermied ein klares Bekenntnis: "Ich habe einen Vertrag, das ist alles, was ich dazu sage." Sollte Eintracht Braunschweig tatsächlich Ernst machen, dürften die Emsländer keine gute Karten haben. Zumal Proschwitz beim BTSV die Chance hätte, möglicherweise nochmal in der 2. Liga zu spielen. Denn die Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus bleibt das Ziel der Eintracht.

BTSV wäre Proschwitz' 18. Verein

Im Trikot des SC Paderborn wurde der 32-Jährige in der Saison 2011/12 mit 17 Treffern Torschützenkönig in der 2. Bundesliga, ehe es ihn über mehrere englische Klubs im Sommer 2015 nochmal nach Paderborn zog. Von Erfolg gekrönt war die Rückkehr jedoch nicht, nach nur einem halben Jahr wechselte Proschwitz nach Belgien, fasste dort aber nicht richtig Fuß und war zweimal für insgesamt rund fünf Monate ohne Verein.

Beim SV Meppen blühte der 33-Jährige in der abgelaufenen Saison wieder auf und machte sich damit für andere Vereine interessiert. Eintracht Braunschweig wäre, inklusiver aller Jugendmannschaften, bereits der 18. Verein in Proschwitz' Laufbahn. Für den SV Meppen wäre der Abgang der Angreifers indes ein herber Verlust. Bereits vor einem Jahr verloren die Emsländer mit Benjamin Girth ihren besten Angreifer der vorausgegangenen Saison.

Sportdirektor-Suche läuft

Derweil will Eintracht Braunschweig möglichst zeitnah einen neuen Sportdirektor verpflichten – dieser Posten ist seit der Freistellung von Marc Arnold im vergangenen August vakant. "Das Thema wird nun forciert. In der nächsten Saison werden wir einen neuen Sportdirektor haben", kündigt Aufsichtsratmitglied Tobias Rau in der "Braunschweiger Zeitung" an. "Aber wir wollen nicht eine besonders schnelle Lösung, sondern eine gute." Demnach habe man aber bereits "eine engere Auswahl an Kandidaten."

   
  • Lukas M.

    Ohne Proschwitz wäre Meppen diese Saison abgestiegen. Das wird nächste Saison nicht anders sein. Ihn ziehen zu lassen wäre von den Verantwortlichen extrem dumm, vor allem weil er noch zwei Jahre Vertrag hat.

    • Gerd Tieseler

      Genau richtig,nur 3 Punkte weniger und der SVM wäre wieder in der Regionalliga..
      Auch Girth mußte man nicht ziehen lassen,wie Neidhart immer wieder äussert.Da hat einfach das Geld mehr gelockt und man hat den besten Torschützen verkauft,unsere Lebensversicherung.
      Bei Proschwitz die Summe so hoch setzen,das die Braunschweiger ihn nicht mehr wollen!
      Dann muß unserem jetzigen besten Torschützen entsprechens mehr gezahlt werden.Da gibt es doch mehrere Möglichkeiten.

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