Bericht: Auch Duisburg und 1860 gehören zu KFC-Gläubigern

Einen Schuldenberg von knapp zehn Millionen Euro hat Mikhail Ponomarev dem KFC Uerdingen hinterlassen. Eine horrende Summe, die wenig überraschend dazu führte, dass der Klub im Januar Insolvenz anmelden musste. Zu den Gläubigern gehören nach Angaben der "Westdeutschen Zeitung" auch der MSV Duisburg sowie der TSV 1860 München.

Gelder aus Ticketverkäufen

Wie das Blatt schreibt, sollen beiden Klubs nach eigenen Angaben Gelder aus Ticketverkäufen zu Spielen in der 3. Liga, die im Vorfeld der Spiele an den KFC gegangen waren, fehlen. Die Rede ist von einer Summe in jeweils fünfstelliger Höhe. Viel Geld für einen Verein der 3. Liga – gerade in Zeiten von Corona und ohnehin fehlenden Zuschauereinnahmen. Da sich der KFC im Insolvenzverfahren befindet, werden beide Klubs allerdings nur einen Bruchteil ihrer Forderungen zurückerhalten. Immerhin: Insolvenzverwalter Dr. Claus-Peter Kruth peilt eine Quote von rund 17 Prozent an. Zum Vergleich: Die Gläubiger des 1. FC Kaiserslautern, zu denen ebenfalls einige Drittligisten zählten, erhielten im vergangenen Herbst nur vier Prozent.

Ponomarev soll zahlen

Die vergleichsweise hohe Quote will Kruth auch über eine Zahlung durch Ponomarev erreichen. Da der Ex-Investor wohl für sämtliche Schulden bis zum Ablauf der aktuellen Saison haftet, fordert der Insolvenzverwalter 1,5 Millionen Euro von Ponomarev. Zudem sollen Ex-Spieler Gehälter zurückzahlen, weil davon auszugehen sei, dass sie von der finanziell katastrophalen Lage Kenntnis gehabt hätten. Vom Finanzamt Krefeld hat Kruth laut dem "Kicker" bereits 500.000 Euro zurückerhalten. Stimmt die Gesellschafterversammlung dem Insolvenzplan zu, wäre der KFC anschließend schuldenfrei. Eine Abwicklung der insolventen GmbH droht wohl nicht, da Kruth sie als "fortführungsfähig" einstuft.

   

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