Bei Wocheninzidenz bis 10: FSV darf Stadion voll auslasten

Während sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien Anfang des Monats darauf verständigt hatten, dass die Stadien zunächst maximal zur Hälfte ausgelastet werden sollen, darf der FSV Zwickau sein Stadion bei einer Wocheninzidenz bis 10 als erster Verein in Deutschland vollständig besetzen.

Keine Abstände auf den Tribünen nötig

Entsprechend sind schon für das Heimspiel gegen die U23 von Borussia Dortmund am Samstag theoretisch 10.000 Fans möglich, da die Inzidenz in Zwickau mit Stand von Dienstag bei 1,9 liegt. Abstände auf den Tribünen müssen dabei nicht eingehalten werden. Bei einer Wocheninzidenz zwischen 10 bis 35 dürfen die Sitzplatzbereiche vollständig und die Stehplätze zu 20 Prozent (10 Personen je Wellenbrecher) ausgelastet werden.

Liegt die Inzidenz zwischen 35 bis 50, dürfen 5.000 Besucher unter Beachtung der Abstandsregeln in den Stehplatzbereich kommen, bei einer Inzidenz über 50 sind keine Zuschauer mehr zugelassen. Der Ausschank von Bier ist bis auf Weiteres genehmigt, auch Gästefans sind gestattet.

Ticketverkauf läuft

Zutritt zum Stadion erhält, wer vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet ist. Testen lassen können sich die Fans am Spieltag direkt vor dem Stadion. Zudem gilt außerhalb des eigenen Platzes die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, auch Abstände sind einzuhalten.

Der Ticket-Verkauf für die Partie läuft seit Dienstagvormittag. Zunächst konnten Mitglieder personalisierte Tickets erwerben, ab 18 Uhr startet der freie Online-Verkauf. Ausführliche Infos zum Stadionbesuch listet der Klub auf seiner Homepage auf. Dass am Samstag tatsächlich 10.000 Fans kommen werden, ist aber eher unwahrscheinlich. Zum Vergleich: Beim Testspiel gegen den tschechischen Zweitligisten FK Usti Nad Labem waren am Samstag 1.150 Zuschauer im Stadion, vor Corona lag der Zuschauerschnitt bei knapp über 5.000.

   
  • Matze

    Ich hoffe, ich als geimpfter, werde hier heraus gerechnet!

  • Daniel M.

    Vernünftige Entscheidung.

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  • Boris

    Das Festhalten an willkürlichen Test-Grenzwerten ist völlig irre.
    Das würde bedeuten, dass im Herbst wieder alles dicht gemacht wird unabhängig ob die Menschen überhaupt ernsthaft krank werden.
    Es gab weder 2020 noch 2021 eine Überlastung des Gesundheitssystems. Und dennoch betreibt man weiterhin Panikpolitik. Deutschland braucht auch einen Freedom-Day.

    • Kaipeter

      Interessant, woher kommt diese Info arbeitest du im Krankenhaus? Wenn nicht solltest du dich vielleicht zurück halten, neben freien Betten braucht es auch Personal und das war schon vor Corona knapp.

      • Brünnstein

        Stimmt, der Personalmangel war schon vor Corona bekannt und wurde viel kritisiert. Geschehen ist nix. Im Gegenteil: 2020 wurden Krankenhäuser in D geschlossen und Intensivbetten abgebaut. Schon komisch, dies ausgerechnet mitten in einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu tun…..

      • Martina Lorenz

        Also das mit den schließen von Krankenhäusern stimmt ja auch so ganz was oft behauptet wird: Einige Krankenhäuser sind lediglich umgezogen oder wurden mit anderen Häusern zusammengelegt. Auch ein Wechsel des Trägers oder andere organisatorische Umstrukturierungen können dazu führen, dass ein einzelnes Krankenhausgebäude oder ein Standort schließt, nicht jedoch das ganze Krankenhaus.Große Einheiten lassen sich ökonomisch besser betreiben“, Synergien entstehen durch Rabatte, wenn teure Geräte in hoher Stückzahl für viele Standorte angeschafft werden. Eine zentrale Verwaltung für Dutzende Kliniken spart ebenfalls Geld.Qualitätsmanagement, Hygienemanagement, Risikomanagement – alles kostengünstig aus einer Hand. Und schließlich muss dies eben auch von uns durch unsere Kassenbeiträge bezahlt werden. Der Bund schießt hier schon Millionen nach. Und es ist eben noch nicht jeder 2 mal geimpft, wenn dies der fall ist und wir sehen was mit dem Experiment in England passiert dann können wir weiter öffnen!

      • Brünnstein

        Schon klar, dass die Krankenhaus-Schließungen wegen Einsparungen erfolgt sind. Genauso, wie am Personal gespart wurde und wird.
        Da sich nicht jeder impfen lässt, wird es also keine weiteren Öffnung geben!?
        Was das "Experiment in England" (ich finde es abenteuerlich, die Rückkehr zur Normalität als "Experiment" zu bezeichnen) betrifft, habe ich auch meine Zweifel, ob Johnson das dauerhaft durchhält, denn der politische und mediale Druck auf BJ ist groß.
        Aber noch was zum Experiment Impfung. Gestern bei ntv gelesen: "In Großbritanien liegt inzwischen bei etwa 60% der ins Krankenhaus gelieferten Corona-Fälle eine abgeschlossene Impfung vor. Das gab Regierungsberater Patrick Vallance bekannt".
        Hat man nicht gesagt, die Impfung sei sicher und schützt!?

      • DM von 1907

        Das hat so niemand gesagt. Bisher durfte man davon ausgehen, dass vollständig Geimpfte allenfalls noch milde Krankheitsverläufe haben werden. Die verfügbaren Impfstoffe sind aber alle vor der Delta-Variante entwickelt worden und sind daher bei dieser nur eingeschränkt wirksam. Außerdem lässt – wie bei der Grippeschutzimpfung – die Wirksamkeit des Impfstoffes mit der Zeit nach. Bei Corona-Impfungen geschieht dies offenbar schneller.

        Wie bei den Grippeimpfstoffen wird man auch bei Corona die Impfstoffe immer wieder verändern müssen, weil auch das Virus sich ändert, und es wird immer wieder Auffrischungen geben müssen.

      • Brünnstein

        Das hat sehr wohl jemand so gesagt:
        Wieler im Februar 2021: "Alle Impfstoffe, die in D zur Verfügung stehen, sind sicher und wirksam und alle schützen vor einer Covid 19 Erkrankung…."

        Wissenschaftler, die darauf hingewiesen haben, dass das Virus sehr schnell mutiert und deshalb die Wirkung der Impfung, abgesehen von deren unbekannten Nebenwirkungen, angezweifelt haben, wurden als Verschwörungstheoretiker diffamiert.

      • Daniel M.

        Hat halt aber nix mit Corona zu tun. Das hat das Problem lediglich nur offen gelegt. Aber in der Politik schon wieder längst vergessen. Jede Krankenschwester und auch Bruder muss beispielsweise ein Saisonticket des ansässigen Fußballvereines bekommen, welches natürlich der Bund bezahlt. Das wäre eine Anerkennung. Nur, um mal beim Thema zu bleiben.

    • DM von 1907

      Genau – einen Freedom-Day von solchem sinnfreiem Querdenker-Geschwafel.

      • Daniel M.

        Denke nicht, dass alle Briten Querdenker sind. Außerdem sind alle Risikogruppen geimpft. Die Risiken sind vertretbar.

      • Forums-Panik-Troll

        Sinnfreies Lauterbach Nach-Geplapper.

    • Salvatore Gali

      Man muss doch z.B. nur in die USA schauen (notabene Florida und Texas, plus 25 weiter Staaten ohne Corona-Maßnahmen), um zu sehen, dass man mit dieser Startegie nicht schlechter da steht, als die Lockdown-/Maskenpflicht-Staaten.

    • Monnemer

      Klassisches Präventionsparadoxon….

  • FCK1900

    Da frage ich mich trotzdem noch, wieso die Stehplätze eingeschränkt werden. Kontaktnachverfolgung? Weil im Stehen steckt man sich ja nicht eher als im Sitzen an.

  • Tanja

    Da kann man nur gratulieren! Bei der Möglichkeit zur Impfung und Testung muß das nomale Leben wieder her, KEIN Politiker hat das Recht, zum dauerhaften Entzug der Bürgerrechte!

    • Lodenhool Lodenkai

      Sehe ich genauso, mit GGG muss der Zauber dann mal ein Ende haben!

    • DM von 1907

      Überall wird seitens der Politik gerade gelockert, so dass der Einwand vom "dauerhaften Entzug der Bürgerrechte" an der Realität völlig vorbeigeht. Wirkt auf mich eher wie ein krampfhaftes Festhalten an Feindbildern.

      • Brünnstein

        Es wird gelockert, mehr auch nicht. Realität ist, dass unsere Grundrechte eingeschränkt sind und von unserer Regierung in keiner Weise das Ende ALLER Grundrechtseinschränkungen in Aussicht gestellt wurde. Da gibt es den Merkel-Satz: "Die Pandemie ist erst vorbei, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind". Selbst bei Maßnahmen-Befürwortern wie Dir sollten da die Alarmglocken läuten….

      • DM von 1907

        Keine Ahnung, ob Angela Merkel das so gesagt hat oder ob es ihr untergeschoben wurde – auf jeden Fall ist diese Aussage falsch. Pandemien klingen irgendwann auch von selbst aus – siehe die Pest im Mittelalter oder die Spanische Grippe im Ersten Weltkrieg. Der Unterschied ist, das ohne Schutzmaßnahmen und Impfungen (die in früherer Zeit noch nicht möglich waren) die Zahl der Todesopfer ins Unermessliche steigt.

    • griesgramix

      Es gibt keinen dauerhaften Entzug dieser Rechte. Sollte auch der Letzte inzwischen festgestellt haben. Ich war in den letzten 14 Tagen zweimal im Restaurant essen, ich konnte meine Eltern problemlos im Pflegeheim besuchen, ich muss keine Maske beim Einkaufen tragen und ich war zum Testspiel des FSV im Stadion.

      • Brünnstein

        "Es gibt keinen dauerhaften Entzug dieser Rechte." Dann weißt Du sicherlich, wann sie uns vollständig zurückgegeben werden….. Freut mich für Dich, dass in Sachsen schon mehr gestattet ist, als bei uns in Bayern. Mir ist es zu mühsam, die Liste der Regelungen und Einschränkungen hier abzutippen, aber Du kannst sie auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nachlesen.
        Davon abgesehen ist es ein Witz und ein Widerspruch in sich, unsere GRUNDrechte von einer willkürlich festgelegten Inzidenz abhängig zu machen.

      • DM von 1907

        So willkürlich sind die Inzidenzwerte inzwischen nicht mehr – sie basieren vielmehr auf 1 1/2 Jahren Erfahrungen mit der Pandemie. Die Grundrechtseinschränkungen werden derzeit spürbar zurückgefahren, und das ist auch gut so. Die Gesundheit der Menschen ist aber ein hohes Gut, so dass es zu deren Schutz auch temporäre Einschränkungen geben darf. Wobei z.B. das Tragen von Masken nur eine minimale Einschränkung darstellt.

        Übrigens können sich auch aus leichten Kranheitsverläufen bei Corona schwere und anhaltende Nachwirkungen ergeben – Stichwort Long COVID.

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