Bei Meppen-Mannheim: Heiße Wortgefechte an der Seitenlinie

Im Nachholspiel zwischen dem SV Meppen und dem SV Waldhof Mannheim (2:0) ging es nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben heiß her. Über die Außenmikrofone waren einige heiße Wortgefechte zu vernehmen.

"Ronny, halt die Klappe"

Ohne Frage stellen Geisterspiele keinen erstrebenswerten Zustand an, doch einen Vorteil haben sie: die Anweisungen der Trainer und die Diskussionen zwischen den Verantwortlichen sind gut zu hören. So auch am Mittwochabend bei der Partie Meppen gegen Mannheim, wie auch die "Neuen Osnabrücker Zeitung"  berichtet. Neben dem üblichen "Los, weiter geht’s" und "Mehr Druck" echauffierte sich Meppens Coach Torsten Frings nach 48 Minuten lautstark über eine Verwarnung gegen René Guder: "Meine Güte, das ist doch keine gelbe Karte." Waldhof-Sportchef Jochen Kientz, der auf der Tribüne saß, sah das ganz anders und wollte Frings zur Rede stellen, doch er meinte nur: "Lass mich in Ruhe und schau Fußball!"

Deutlicher fiel die Reaktion des SVM-Trainers in Minute 57 aus, als es nach einem Foul von Andermatt an Hamza Saghiri zu einer Rudelbildung auf dem Platz gekommen war. "Geh auf deinen Platz da oben, meine Fresse!", entgegnete Frings in Richtung des Waldhofs-Sportchef, nachdem dieser von seinem Platz auf der Tribüne nach unten gelaufen war, lautstark reklamiert und sich ein Wortgefecht mit dem SVM-Coach geliefert hatte. 20 Minuten vor Schluss legte sich Kientz auch mit Meppens Geschäftsführer Ronny Maul verbal an: "Ronny, halt die Klappe", sagte der 48-Jährige. Zuvor hatte ihn Maul darum gebeten, die Emotionen etwas nach unten zu fahren.

Frings diplomatisch

Deutliche Worte, die zum Teil an der Grenzen waren, doch Emotionen gehören dazu, findet Frings: "Der Jochen hat mit seiner Mannschaft mitgefiebert. Ich hab mit meiner mitgefiebert", erklärte der SVM-Coach nach dem Spiel gegenüber der "NOZ" diplomatisch. Hin und wieder sei man nun mal nicht einer Meinung. "Das ist für mich schon lange wieder vergessen. Interessiert mich wirklich Nullkommanull so eine Situation." Auch in den nächsten Wochen dürften Wortgefechte wie am Dienstagabend über die Außenmikrofone zu vernehmen sein, bleiben die Stadien doch auch weiterhin leer.

   
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