Baumanns Umstellungen bringen den Erfolg: Bajic auf der Sechs

Die Sechser-Position ist in der laufenden  Saison die wohl heikelste Abteilung beim Meidericher SV. Schon etliche Kombinationen schickte Trainer Karsten Baumann auf den Rasen: Öztürk-Feisthammel, Feisthammel-Aycicek, Öztürk-de Wit oder Feisthammel als einzigen defensiven Mittelfeldspieler. Für das Freitagabendspiel gegen Hansa Rostock ließ sich Karsten Baumann jedoch etwas sehr Originelles einfallen: Denn mit Branimir Bajic schickte er den Kapitän und (eigentlich) designierten Abwehrchef als einzigen Sechser vor die Viererkette. Tobias Feisthammel rückte dafür in die Innenverteidigung neben Routinier Markus Bollmann. Der Schachzug, auf ein 4-1-4-1 umzustellen, ging voll und ganz auf: Bajic agierte ruhig und abgeklärt, schien fast in jeder Situation anspielbar zu sein und gewann zweite Bälle en Masse.

Sonderlob vom Trainer – Eine Dauerhafte Lösung?

Die gute Leistung des Bosniers, der per Kopf zudem das 2:0 durch Bollmann auflegte, entging natürlich auch den Verantwortlichen der Zebras nicht, sodass sich der Kapitän ein Sonderlob seines Trainers redlich verdiente: „Er ist sehr intelligent, hat die Mannschaft gut geordnet, viele Zweikämpfe gewonnen und tolle Pässe gespielt“, lobte Baumann den, von den Fans, oft kritisierten Bajic. Die Systemumstellung tat jedoch nicht nur dem Kapitän gut, auch ein anderer Duisburger profitierte von dem taktischen Schachzug: Tobias Feisthammel, auf der für ihn ungewohnten Sechser-Position vor allem im Spielaufbau oft überfordert, machte auf seiner Stammposition in der Innenverteidigung ein gutes Spiel, indem er Hansa-Stürmer Ioannidis fast vollständig aus dem Spiel nahm. Bahnt sich an der Wedau somit eine dauerhafte Lösung an? Gute Gründe dafür gibt es nach dem Rostock-Heimsieg allemal. Man darf also gespannt sein, in welche Rolle Kapitän Bajic am Samstag in Elversberg schlüpfen wird.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 

 

 

 

   
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